Federer verliert sensationell im Achtelfinale

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Roger Federer scheitert sensationell im Achtelfinale der US Open.

Der als Nummer zwei gesetzte Schweizer, der das Grand-Slam-Event in Flushing Meadows fünf Mal in Serie - zuletzt 2008 - für sich entscheiden konnte, muss sich dem 29-jährigen Australier John Millman nach 3:34 Stunden mit 6:3, 5:7, 6:7(7), 6:7(3) geschlagen geben. Damit wird es nichts mit dem erwarteten Viertelfinal-Schlager Federer gegen Novak Djokovic.

Millman wird kommende Woche beim Davis Cup in Graz gegen Österreich antreten.

Nummer 55 der Welt feiert 1. Sieg gegen Top-10-Spieler

Die Nummer 55 des ATP-Rankings aus Brisbane präsentiert sich als Spieler mit enormen Kampfgeist.

Für Millman ist der überraschende Erfolg über Federer im elften Duell mit einem Top-Ten-Spieler übrigens der erste Sieg.

Federer liegt eigentlich bereits auf Kurs zur 2:0-Satzführung, als er bei 6:3, 5:4, 40:15 zwei Satzbälle vorfindet. Doch Millman gelingt das Rebreak und das Momentum switcht zugunsten des Australiers.

Federer wird immer fehlerhafter, am Ende weist der 20-fache Grand-Slam-Sieger nicht weniger als 76 unerzwungene Fehler und zehn Doppelfehler auf. Nach einem Break zum 4:2 im vierten Satz, feuert sich Federer mit einem "Kumm jetzt" an, lässt aber das sofortige Rebreak zu. Das zweite Tiebreak verpatzt Federer dann völlig.

Millman: "Federer war mein Held und hatte nicht den besten Tag!"

"Ich habe so viel Respekt für Roger und alles, was er für den Sport getan hat. Er war ein Held für mich und heute hatte er definitiv nicht seinen besten Tag, aber wisst ihr, ich nehme es", sagt Millman im ausverkauften Arthur Ashe Stadium.

Djokovic wird überrascht sein, sollte er früher zu Bett gegangen sein, dass sein nächster Gegner nicht Federer heißt.

Der 31-jährige Serbe muss bei neuerlich sehr heißen Bedingungen in der Tages-Session zumindest nicht in Sachen Spielverlauf arg schwitzen. 6:3, 6:4, 6:3 setzt sich der Wimbledonsieger gegen den Portugiesen Joao Sousa durch und schafft seinen elften Viertelfinal-Einzug in New York.

Sousa darf sich mit der Tatsache trösten, als erster Portugiese ein Grand-Slam-Achtelfinale erreicht zu haben.

Novak Djokovic leidet unter der großen Hitze

Die Hitze verlangt dem "Djoker" einiges ab, so geht er im dritten Satz zu einem medizinischen Check vom Platz. "Ich bin nicht mehr 21, das war vor zehn Jahren. Ich fühle mich nicht alt, aber es gibt da eine kleine biologische Uhr", meint Djokovic, der unter heißen Bedingungen immer besonders leidet.

Bereits zuvor haben sich Ex-US-Open-Sieger Marin Cilic und Kei Nishikori ins Viertelfinale der US Open gespielt.

Der als Nummer 7 gesetzte Kroate zeigt nach seinem anstrengenden Fünf-Satz-Sieg über den Australier Alex de Minaur vor zwei Tagen keine Ermüdungserscheinungen. Gegen den als Nummer zehn gesetzten Belgier David Goffin setzt er sich mit 7:6(6), 6:2, 6:4 ohne Satzverlust durch.

Cilic souverän, Goffin hat Probleme mit der Schulter

Gegen de Minaur verwandelte er einen 0:2-Satzrückstand erst nach 2 Uhr früh Ortszeit in einen Fünf-Satz-Sieg. Zu Beginn sieht es auch gegen Goffin nach einem langen Match aus. Goffin führt nach einem Break schon 5:3 und ist nur zwei Punkte von der Satz-Führung entfernt.

Cilic steigert sich aber rechtzeitig und holt das vorentscheidende Tiebreak mit 8:6. Goffin hat allerdings Probleme mit seiner angeschlagenen Schulter.

"Das Rebreak zum 4:5 im ersten Satz war sehr wichtig", konstatiert Cilic. "Ende des ersten Satzes ist sein erster Aufschlag langsamer geworden."

Cilic steht zum fünften Mal im Viertelfinale der US Open. Damit kommt es zur Neuauflage des US-Open-Finales 2014 gegen den als Nummer 21 gesetzten Japaner Kei Nishikori.

Der Asiate beendet den Erfolgslauf von Philipp Kohlschreiber, der in der Runde davor seinen als Nummer 4 gesetzten Landsmann Alexander Zverev ausgeschaltet hat. Nishikori siegt sicher mit 6:3, 6:2, 7:5. Nishikori führt in direkten Duellen mit 8:6.

Textquelle: © LAOLA1.at

US Open: Novak Djokovic steht im Viertelfinale

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