Tagger, Lilli TAG
Wang, Xinyu WAN
Endstand
1:2
3:6 , 6:3 , 4:6
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Tagger nach Aus: "Ich weiß, dass ich am richtigen Weg bin"

Für die Osttirolerin steht die Entwicklung im Vordergrund. Auch Sinja Kraus ist zufrieden mit der Woche.

Tagger nach Aus: "Ich weiß, dass ich am richtigen Weg bin" Foto: © GEPA

Österreichs Debütantinnen im Hauptbewerb der French Open sind gleich am ersten Turniertag in Paris ausgeschieden.

Lilli Tagger unterlag am Pfingstsonntag der als Nummer 32 gesetzten Wang Xinyu nach 2:08 Stunden 3:6, 6:3, 4:6 (zum Matchbericht >>>). Qualifikantin Sinja Kraus war auf dem Center Court gegen Olympiasiegerin Belinda Bencic auf verlorenem Posten (zum Matchbericht >>>).

Die als Nummer 11 gesetzte Schweizerin besiegte die Wienerin sicher 6:2, 6:3. Tagger bleibt in der Seine-Stadt und spielt mit Sara Errani Doppel.

Zwei von vier ÖTV-Frauen sind noch im Einsatz

Die 18-jährige Osttirolerin hatte im Vorjahr als erste Österreicherin einen Single-Major-Titel bei den Juniorinnen geholt. Damit sind bei den Frauen nur noch zwei der vier ÖTV-Spielerinnen im Einsatz: Anastasia Potapova, die am Montag (2. Spiel nach 11 Uhr) auf die Australierin Maya Joint trifft, und Julia Grabher gegen Rebecca Sramkova (SVK/ebenfalls Montag, 2. Match).

Ins Turnier startet am Pfingstmontag auch Qualifikant Jurij Rodionov, der gegen Arthur Rinderknech (FRA-22) auf dem Court Suzanne Lenglen den Tag eröffnen darf. Sebastian Ofner beginnt sein Turnier am Dienstag gegen den Italiener Luciano Darderi.

Tagger wirkte danach nicht massiv enttäuscht. "Natürlich war es ein enges Match. Ich bin ein bisserl angespannt auf den Platz gegangen", gestand sie. "Im zweiten Satz habe ich einen guten Weg gefunden, im dritten hatte ich meine Chancen, habe sie aber nicht nutzen können. Es gibt immer noch viele Dinge zu lernen."

Vorhandgriff nun nicht mehr so extrem

Etwas offener sprach sie über ihre Vorhandänderung, die sich (noch) in einer hohen Fehlerquote ausgewirkt hat. "Wir haben ein bisschen was am Griff geändert. Es ist ein bisserl was Neues und fühlt sich noch nicht normal an."

In gewissen Situationen habe sie fast Angst gehabt, zu schlagen. "Egal, ich weiß, dass ich am richtigen Weg bin, und denke mir, auch wenn ich den Ball jetzt auf die Plane schieß, macht nichts, ich weiß, dass ich es tun muss." Denn die Entwicklung steht im Vordergrund.

Konkret ist die Haltung weniger extrem, also etwas weniger auf Topspin ausgerichtet. Eine Änderung, die das Team Tagger nach dem Qualifikations-Aus in Rom beschlossen hat.

"Wir haben gesehen, dass ich was ändern muss, damit ich mit den Spielerinnen vorne mitspielen kann. Spin hab ich trotzdem noch drinnen, aber ich habe viel zu viel Energie gebraucht."

Kraus wehrte sich am größten Court tapfer

Sinja Kraus war gegen die zehnfache Turniersiegerin Bencic auf dem Court Philippe Chatrier freilich krasse Außenseiterin.

"Es war sicher eine gute Erfahrung", meinte Kraus. "Ich hätte mir eine leichtere Auslosung gewünscht, aber es war ein tolles Match. Ich habe trotzdem drei Matches hier gewonnen und das sind die Matches, die ich brauche und mir in Zukunft sicher helfen werden", sagte die Wienerin.

Dass sie auf dem berühmten Center Court von Paris gespielt habe, sei ebenfalls von Vorteil. "Es wird mir nächstes Mal sicher leichter fallen, auf dem größten Court zu spielen."

Trostpflaster Wimbledon-Hauptbewerb für Kraus

Für Kraus hatte es schon zuvor gute Nachrichten gegeben, denn für Wimbledon muss sie weder zittern, noch erneut in die Qualifikation. "In Wimbledon bin ich als Letzte drinnen", erklärt sie grinsend.

"Ich freue mich riesig, mal schauen, was geht." Für ihre Wimbledonpremiere wird sie sich bei den Turnieren in Ilkley und wahrscheinlich Berlin und Bad Homburg einschlagen.

Während Kraus vor der kurzen Rasensaison maximal noch ein Sandplatzturnier spielt, ist Tagger diese Woche noch mit der sechsfachen Grand-Slam-Doppelsiegerin Errani am Start.

"Sie hat mich gefragt, da sagt man nicht nein", erzählte Tagger lachend. Danach spielt Tagger auch in Ilkley sowie Nottingham und Eastbourne.

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