Lleyton Hewiitt als "playing captain"?
Australiens Davis-Cup-Kapitän Lleyton Hewitt, der sich bis zuletzt um die Teilnahme seines Aushängeschilds bemüht hatte, wird sich im Einzel nun aller Voraussicht nach auf John Millman (spielte am Montag im Achtelfinale gegen Roger Federer) und Youngster Alex de Minaur im Einzel verlassen. Letzterer hatte Marin Cilic in der dritten Runde über fünf Sätze ein großartiges Match geliefert, ehe er ausschied.
Österreichs Davis-Cup-Fans sollten aufgrund der Absage von Kyrgios nicht zu früh jubeln, denn auch wenn Millman und de Minaur nicht im Ansatz den Bekanntheitsgrad von Kyrgios haben: Der 19-jährige De Minaur wird voraussichtlich nach New York erstmals in den Top 40 aufscheinen, und auch Millman wird sich um Platz 42 so gut wie nie zuvor einreihen. Kyrgios ist aktuell 27. Freilich hat es Österreichs Chancen, die Rückkehr in die Weltgruppe zu schaffen, auch nicht vermindert.
Zudem ist es immer wahrscheinlicher, dass Lleyton Hewitt zum "playing captain" wird - und zwar im Doppel. Zwar hatte der 37-Jährige seine Karriere im Jänner 2016 beendet, doch hat er 2018 mit verschiedenen Partnern schon acht Doppel-Turniere gespielt. Zudem wurde er auch vor de Minaurs Match gegen Cilic beim mehrstündigen Training mit dem Youngster in Flushing Meadows gesichtet. Der Weltranglisten-Vierte John Peers gilt im Doppel der Gäste im Messezentrum Graz als Fixstarter. Gespielt wird vom 14. bis 16. September.
Österreichs Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek wird seine Auswahl am Dienstag bekanntgeben. Die ÖTV-Equipe wird freilich von Dominic Thiem angeführt, daneben wird Dennis Novak als zweiter Einzelspieler erwartet. Noch nicht sicher ist, wer neben Doppel-Fixstarter Oliver Marach im Doppel nominiert wird: Jürgen Melzer oder Philipp Oswald.