"Das Team kommt zuerst und er sollte sich nicht vom Lärm von außen beeindrucken lassen. Er muss tun, was das Beste für das Team ist und das möchte ich auch so", stellte Nadal klar. "Ich möchte helfen, wo ich kann, ob es als Spieler ist oder auch nur hier zu sein." Wenn er sich selbst im Training nicht bereit für einen Sieg im Einzel sehe, werde er der Erste sein, der nicht spielen will.
Weniger "Sorgen" um einen Platz im spanischen Team muss sich Carlos Alcaraz machen. Der Weltranglisten-Dritte ist Fixstarter, wenn es am Dienstag zunächst einmal im Viertelfinale gegen die Niederlande geht. Alcaraz geht mit großem Respekt vor Nadal in diese Woche. "Das ist wahrscheinlich das speziellste Turnier in meiner gesamten Karriere, wegen der Umstände", sagte Alcaraz nach seiner Ankunft in Spanien.
Alcaraz spielt auch für Nadal
Für Alcaraz hat der Davis Cup große Bedeutung. "Ich bin sehr leidenschaftlich, Spanien repräsentieren zu dürfen. Rafa an meiner Seite zu haben und zu wissen, es ist sein letztes Turnier, wird es noch spezieller machen."
Er werde auch für Nadal spielen, um vielleicht den Titel zu holen. "Kein Spieler verdient es mehr, seine unglaubliche Karriere mit einem Titel zu beenden. Es für Rafa zu gewinnen ist eine große Motivation."
Das Viertelfinale zwischen Spanien und den Niederlanden ist am Dienstag (17.00 Uhr) das erste, am Mittwoch trifft das ohne Alexander Zverev antretende Deutschland auf Kanada. Die beiden Sieger treffen im Halbfinale aufeinander. Erst am Donnerstag gehen die Viertelfinali USA gegen Australien und Titelverteidiger Italien (mit Jannik Sinner) gegen Argentinien in Szene.
Viele prominente Zuschauer wohl mit dabei
Ein großes Farewell für Nadal, dessen Stern u.a. auch vor fast 20 Jahren mit einem Viersatz-Sieg über Andy Roddick im Davis-Cup-Finale aufgegangen war, kann es freilich erst nach dem Ausscheiden der Spanier oder eben dem Titel geben.
Turnierdirektor Feliciano Lopez hat sich dafür etwas einfallen lassen. Viele Stars wie Novak Djokovic und der schon zurückgetretene Andy Murray haben sich aus Respekt für Nadal als Zuschauer angekündigt.
"Es gibt so viele, die kommen wollen, ich weiß nicht, ob wir für alle Sitze haben werden", verriet Lopez. Auch bekannte Sportler aus anderen Sportarten möchten dabei sein.