Strengste Qurantäneauflagen der Welt bei AO

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In gut einem Monat steht der erste Grand Slam des Jahres 2021 mit den Australian Open in Melbourne an (8. Februar bis 21. Februar), jedoch drei Wochen später als geplant.

Während bereits zahlreiche Damen und Herren in Dubai bzw. Doha die Qualifikation für das Turnier bestreiten - leider mit einem unerfreulichen Ausgang aus österreichischer Sicht, scheiterten doch Barbara Haas und Julia Grabher sowie Sebastian Ofner und Jurij Rodionov in der ersten Runde - laufen die Vorbereitungen in der Millionenmetropole an der australischen Ostküste bereits auf Hochtouren.

Dafür wurden laut der Regierung des Bundesstaates Victoria auch die strengsten Qurantäneauflagen der Welt zur Eindämmung des Coronavirus erstellt. "Wir gehen davon aus, dass jeder einzelne Tennisspieler, der ankommt, potenziell positiv sein könnte", sagt die örtliche Polizeiministerin Lisa Neville.

Spieler dürfen Zimmer für maximal fünf Stunden verlassen

Das Quarantäne- und Sicherheitsprogramm sei auf diese Möglichkeit ausgerichtet, um sicherzustellen, dass das Turnier keine Gefahr für die Menschen in der Region darstelle. "Wir haben die schärfsten und strengsten Regeln für Tennis auf der ganzen Welt eingeführt", sagt Neville.

Spielerinnen und Spieler mit ihren reduzierten Betreuerteams - insgesamt etwa 1.200 Personen - sollen ab Donnerstag mit Charterflügen in der Millionenmetropole an der australischen Ostküste landen.

Anschließend müssen sie in einem von drei Hotels in Quarantäne. Alle Teilnehmer dürfen ihre Zimmer in dieser Zeit für maximal fünf Stunden am Tag verlassen. Sollten sie die Quarantäne brechen, drohten harte Strafen, warnen die Behörden.

Zudem gibt es tägliche Corona-Tests. Fällt ein Test positiv aus, wird die Person in ein anderes, speziell eingerichtetes Hotel verlegt. Die Teilnahme an dem Turnier ist dann so lange verboten, bis es wieder ein negatives Testergebnis gibt.

Isner verzichtet auf Antreten

Einer will sich das alles nicht antun: Der US-Amerikaner John Isner verzichtet dieses Jahr auf die Australian Open.

"Zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere und meines Lebens wollte ich immer mit meiner Familie reisen. Ich will von meiner Familie nicht so lange wegsein", sagt der Weltranglisten-25. Zusätzlich zum Trip müsste der 35-jährige Isner wegen der Quarantäne weit früher anreisen.

Auch ein anderer US-Amerikaner machte wegen Corona auf sich aufmerksam. Der allerdings unbekannte Christian Harrison wollte das verpflichtende On-Court-Interview nicht mit Maske geben, nachdem er überraschend Cristian Garin (CHI) in Delray Beach ausgeschaltet hatte. Er muss 3.000 US-Dollar Strafe bezahlen.

In Doha, wo die Qualifikation der Herren für Melbourne stattfindet, wurde nach Dennis Kudla (USA) (alle Infos >>>) mit Francisco Cerundolo (ARG) ein zweiter positiver Coronafall bekannt.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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