Schett: "Das wäre für Djokovic' Karriere schlecht"

Schett: Foto: © GEPA
 

Darf er bleiben oder nicht?

Zwar hat Richter Anthony Kelly Novak Djokovic sein Visum für seinen Aufenthalt in Australien zurückgegeben, ob der Weltranglisten-Erste bei den Australian Open wirklich spielen kann liegt aber in der Hand von Einwanderungs-Minister Alex Hawke, der Djokovic das Visum noch entziehen könnte.

"Der Einwanderungs-Minister kann immer noch sagen, dass er ausreisen muss. Das Problem ist, wenn du von Australien deportiert wirst, darfst du drei Jahre nicht mehr einreisen. Du hast dann auch Probleme, nach Amerika oder England zu reisen. Das wäre für seine Karriere dann ganz, ganz schlecht, wenn er so eingeschränkt wäre", meint Barbara Schett bei "Sport und Talk" auf "ServusTV".

"Australien ist was die Grenzen angeht sehr streng. Wenn dich die Grenzkontrolle nicht einreisen lassen will, muss auch kein Grund bestehen. Es kann sein, dass sie dich mit dem nächsten Flieger wieder nach Hause schicken, die sind sowas von streng. Es ist einfach unklar", schildert die Wahl-Australierin.

"Unter den Spielern hat er auch ganz wenig Zuspruch"

Für Schett haben "viele Parteien Fehler gemacht", sowohl der Veranstalter und die Regierung in Australien, aber auch Djokovic. "Das ist jetzt alles ein 'Kuddelmuddel', der verhindert hätte werden sollen. Wenn Novak Djokovic geimpft gewesen wäre, wäre natürlich alles leichter gewesen."

So aber beschäftigt die Causa rund um den Weltranglisten-Ersten aber längst nicht mehr nur die Sport-Welt. Vor allem natürlich die Menschen in Australien, die sich seit Ausbruch der Pandemie an strenge Regeln halten müssen.

"Das Thema beschäftigt das ganze Land", sagt Schett. "Es hat gemischte Reaktionen auf das Urteil gegeben. Der Großteil der Bevölkerung, vor allem in Victoria, ist nicht so happy. Die hatten es sehr hart die letzten zwei Jahre, sie waren lange im Lockdown und konnten innerhalb Australiens nicht herumreisen. Die haben dafür kein Verständnis und waren eher dafür, dass Djokovic nicht einreisen darf."

Auch unter anderen Tennis-Profis hält sich das Verständnis für Djokovic in Grenzen, wie Schett berichtet. Die ehemalige Weltranglisten-Achte weilt derzeit bei einem Turnier in Sydney.

"Unter den Spielern hat er auch ganz wenig Zuspruch, weil die sich alle an die Regeln gehalten haben und er nicht. Aber äußern tut das keiner, die trauen sich dann irgendwie doch nicht, haben Respekt vor Novak Djokovic."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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