Grabher trauert verpassten Chancen nach
In jedem Satz lag die Vorarlbergerin mit 2:0 in Führung, doch zu viele Fehler ließen den Traum von Runde drei zerplatzen.
Julia Grabher ist bei den Australian Open in Melbourne in der zweiten Runde ausgeschieden.
Die 29-jährige Vorarlbergerin unterlag am Donnerstag der als Nummer 31 gesetzten Russin Anna Kalinskaja nach 73 Minuten mit 3:6, 3:6 und verpasste damit ihren erstmaligen Einzug in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers (Spielbericht>>>).
Vor allem die äußeren Bedingungen machten Grabher zu schaffen. "Es war ein bisserl schwierig, es war ziemlich windig. Insgesamt hat sich meine Gegnerin einfach besser darauf eingestellt", erklärte die Österreicherin gegenüber der "APA" nach der Partie.
Vergebene Chancen
Zudem habe sie selbst zu viele Fehler gemacht. "Trotzdem bin ich zweimal gut in den Satz gestartet, ich habe zweimal 2:0 gehabt und heute die Chancen ausgelassen."
Im ersten Durchgang holte Grabher nach frühem Break zwar noch das Rebreak zum 2:2, musste ihren Aufschlag danach aber zum 3:5 zu Null abgeben. Kalinskaja verwertete wenig später ihren dritten Satzball. Auch im zweiten Satz begann die Dornbirnerin stark, führte mit 3:1, gewann danach aber kein Game mehr.
Trotz des Ausscheidens zieht Grabher ein positives Zwischenfazit. "Insgesamt geht es sicher in die richtige Richtung. Ich habe einen guten Erstrundensieg hier gehabt, aber heute leider nicht geschafft, mein Spiel so zu spielen, wie ich es mir vorgenommen habe", bilanzierte sie.
Grabher nähert sich Career High
Im WTA-Ranking wird sich Grabher dennoch verbessern. Im Live-Ranking liegt sie derzeit auf Platz 77 und damit rund 18 Positionen besser als zuletzt. Vor ihrer Verletzung war sie bereits bis auf Rang 54 vorgestoßen.
Auch zur neuen österreichischen Nummer eins, Anastasia Potapova, äußerte sich Grabher kurz. "Ich habe gegen sie zweimal letztes Jahr gespielt und kenne sie ein bisserl vom Spielen her, aber persönlich kenn ich sie nicht", sagte die nunmehrige ÖTV-Nummer zwei. "Kann sicher was Gutes für Österreich sein."
Grabher kehrt nun in die Heimat zurück, trainiert eine Woche in Wien und wird anschließend beim WTA-250-Turnier in Ostrava antreten.