Neuauflage des Endspiels von 2023: Sabalenka trifft auf Rybakina
Die Belarussin fixiert ihr viertes Melbourne-Finale in Folge. Dort trifft sie wie schon 2023 auf die Kasachin Jelena Rybakina.
Aryna Sabalenka ist nur noch eine Hürde vom dritten Triumph bei den Tennis-Australian-Open entfernt.
Die 27-jährige Weltranglistenerste lässt der Ukrainerin Elina Switolina am Donnerstag im ersten Halbfinale des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres beim 6:2,6:3 keine Chance. Bereits nach 1:16 Stunden ist der Erfolg in der Tasche, sie ist damit weiter ohne Satzverlust im Turnierverlauf.
Danach bleibt auch die als Nummer fünf gesetzte Kasachin Jelena Rybakina gegen die US-Amerikanerin Jessica Pegula beim 6:3,7:6 ohne Satzverlust. Am Samstag kommt es zur Neuauflage des Melbourne-Finales von 2023.
Sabalenka ist zum vierten Mal in Folge im Melbourne-Endspiel vertreten, ein Kunststück, das zuvor in der offenen Ära nur der Australierin Evonne Goolagong Cawley (1971-76) und der Schweizerin Martina Hingis (1997-2002/jeweils sechs Endspiele en suite) gelungen war. Zum achten Mal darf sie ein Major-Finale bestreiten.
Erfolgreich war sie dabei neben den Siegen beim "Happy Slam" 2023 und 2024 auch bei den US Open in den Jahren 2024 und 2025.
"Arbeit noch nicht zu Ende"
"Ich kann das noch gar nicht so richtig glauben, es ist unglaublich, was ich geschafft habe. Die Arbeit ist aber noch nicht zu Ende", sagte Sabalenka im Siegerinterview auf dem Court. Sie war glücklich über ihre Performance, zumal Switolina diese Woche tolles Tennis gespielt habe. Sie hatte im Viertelfinale der als Nummer drei gesetzten US-Amerikanerin Coco Gauff nur drei Games gelassen. Sabalenka war demgegenüber eine Nummer zu groß für die 31-Jährige, die erstmals im Melbourne-Halbfinale vertreten war.
Der erste Satz ist in der Rod Laver Arena ausgeglichener, als es das Ergebnis vermuten lässt. Switolina vergibt im ersten Game zwei Breakbälle und kassiert selbst nach vergebenen Spielbällen das Break zum 1:3, ehe sie zum 2:6 ein weiteres kassiert. Durchgang zwei beginnt mit einem Break Switolinas, die auch auf 2:0 stellt. Mit fünf Games in Folge sorgt die Topgesetzte aus Belarus aber für die Wende, in der Folge kann sie nach 1:16 Stunden gleich ihren ersten Matchball nutzen. Im Head-to-Head steht es jetzt 6:1. Sabalenka ist 2026 weiter unbesiegt, nachdem sie zum Saisonstart in Brisbane triumphiert hat.
Für Switolina setzt es nach dem Turniersieg in Adelaide die erste Niederlage. "Ich bin sehr enttäuscht, dass ich es nicht geschafft habe. Natürlich ist es sehr schwierig, wenn man gegen die Nummer eins der Welt spielt, die gerade in Topform ist", sagte Switolina. Zufrieden sein kann sie trotzdem, wird sie doch zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter kommende Woche fix in die Top Ten zurückkehren. Sabalenka will es im Finale besser machen als 2025, als sie überraschend gegen die US-Amerikanerin Madison Keys mit 3:6,6:2,5:7 verloren hatte.
Rybakina zum 3. Mal in Majorfinale
An Rybakina hat sie gute Erinnerungen, das Melbourne-Endspiel 2023 entschied sie gegen die Kasachin mit 4:6,6:3,6:4 für sich. Das war eine von bisher nur zwei Grand-Slam-Finalteilnahmen der Nummer fünf der Welt, die in Wimbledon 2022 gewonnen hat.
Für Rybakina ist im ersten Satz schon ein Break zum 2:0 entscheidend. Danach steht Pegula bei 3:5 bereits kurz vor dem Aus, kann aber drei Matchbälle abwehren und sich in der Folge mit tollem Kampfgeist ins Tiebreak retten. Dort lässt das US-Ass zwei Satzbälle aus, ehe Rybakina die Partie mit ihrem vierten Matchball zum 9:7 doch noch in zwei Sätzen beenden kann.
"Es war ein ordentlicher Kampf, der zweite Satz war richtig eng. Ich bin glücklich, es dabei geschafft zu haben, trotzdem noch das bessere Ende zu haben und im Finale zu stehen", sagte Rybakina. In den direkten Duellen mit Sabalenka, die im Turnierverlauf noch ohne Satzverlust ist, liegt sie 6:8 zurück.