Djokovic übersteht Auftakthürde bei Australian Open souverän
Für Felix Auger-Aliassime ist das Turnier hingegen bereits vorbei.
Für Tennis-Star Novak Djokovic ist der Einstieg in die Australian Open geglückt. Der 38-jährige Serbe, der in Melbourne seinen 25. Grand-Slam-Titel anpeilt, besiegt den Spanier Pedro Martinez in der 1. Runde 6:3,6:2,6:2.
Bereits zu Ende ist das Turnier für Felix Auger-Aliassime, der bei Temperaturen von knapp über 30 Grad von Krämpfen geplagt aufgeben muss. Wegen ähnlicher Probleme muss die 21-jährige Kanadierin Marina Stakusic mit dem Rollstuhl vom Platz geführt werden.
Djokovic mit "tollem Gefühl"
Für Djokovic war es ein besonderer Auftaktsieg, war es doch sein 100. Matchsieg im Melbourne Park und das in seinem ersten offiziellen Spiel im Jahr 2026. "Das ist ein tolles Gefühl", betont der 101-fache ATP-Turniersieger.
Martinez konnte ihm nicht gefährlich werden. "Es ist immer eine Challenge, hier ins Turnier zu starten und auch ein Signal an die Gegner zu senden. Es war eine großartige Performance, ich habe gut aufgeschlagen", resümiert der Routinier.
Körperlich sei er in guter Verfassung. "Ich habe jede Stunde genutzt, um meinen Körper wieder in Form zu bringen."
Auger-Aliassime wollte nicht "wie Boxsack" dastehen
Auger-Aliassime war als Nummer sieben des Turniers mit großen Erwartungen in das erste Major-Turnier des Jahres gestartet, musste gegen den Portugiesen Nuno Borges beim Stand von 6:3,4:6,4:6 aus seiner Sicht aber aus körperlichen Gründen vorzeitig die Segel streichen.
"Nur da zu stehen wie ein Boxsack, das möchte ich nicht. Deshalb war die Aufgabe die einzige Möglichkeit", sagt der Weltranglistenachte. Den Grund für die Krämpfe wusste er nicht, er habe in der Vergangenheit deshalb noch nicht aufgeben müssen.
Medwedew und De Minaur weiter
Seinen Schwung vom Brisbane-Titel nahm Daniil Medwedew mit, auch wenn der dreifache Australian-Open-Finalist aus Russland beim 7:5,6:2,7:6(2) gegen den Niederländer Jesper de Jong auch viel Gegenwehr erlebt.
Ohne Satzverlust blieb auch der als Nummer sechs gesetzte Australier Alex de Minaur beim 6:2,6:3,6:3 im Duell mit dem US-amerikanischen Lucky Loser Mackenzie McDonald, der zuvor von der verletzungsbedingten Absage des 2021-Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini profitiert hatte.
Wawrinka feiert ersten Melbourne-Sieg seit fünf Jahren
Ein zumindest weiteres Match erkämpfte sich Stan Wawrinka. Der dank einer Wildcard im Hauptbewerb vertretene Schweizer ringt bei seiner 20. und letzten Australian-Open-Teilnahme den Serben Laslo Djere mit 5:7,6:3,6:4,7:6(4) nieder.
Es ist sein erster Matchsieg in Melbourne seit 2021. Im Alter von 40 Jahren und 296 Tagen ist Wawrinka der zweitälteste Spieler in der Geschichte, der in Melbourne ein Spiel gewonnen hat.
Einen seiner drei Grand-Slam-Titel hat Wawrinka 2014 hier gewonnen. In der 2. Runde wartet überraschend der französische Qualifikant Arthur Gea, der mit dem Tschechen Jiri Lehecka die Nummer 17 des Turniers mit 7:5,7:6(1),7:5 ausschaltete.
Yue forderte Swiatek im 1. Satz
Mehr Mühe als erwartet hatte die Polin Iga Swiatek mit der chinesischen Qualifikantin Yuan Yue. Nach 3:5-Rückstand im ersten Satz entschied die sechsfache Grand-Slam-Siegerin die Partie mit 7:6(5),6:3 für sich.
"Ich bin ein bisschen müde gestartet, es ist nicht alles gut gelaufen. Aber wichtig war es, weiterzukommen", sagt Swiatek.
Die US-Amerikanerin Coco Gauff war beim 6:2,6:3 über die seit kurzem für Usbekistan spielende Kamilla Rachimowa ungefährdet und hält mit nur 21 Jahren schon bei 75 Matchsiegen auf Grand-Slam-Ebene.
Anisimova und Pegula ohne Mühe
Auch ohne Mühe meisterte Wimbledon- und US-Open-Finalistin Amanda Anisimova die Auftakthürde, die Schweizerin Simona Waltert wurde mit 6:3,6:2 bezwungen. Die US-Amerikanerin Jessica Pegula gab beim 6:2,6:1 gegen die Russin Anastassia Sacharowa nur drei Games ab.
In einen dritten Satz musste die Russin Mirra Andrejewa beim 4:6,6:3,6:0 gegen die Kroatin Donna Vekic. Das Aus kam hingegen für ihre auf Position 15 eingestufte US-Landsfrau Emma Navarro.