So schwitzt Thiem auf Teneriffa für 2018

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Wer rastet, der rostet. Ein Motto, das auch Dominic Thiem nicht fremd sein wird.

Nach einem nur zehntägigen Urlaub mit Freundin Kristina Mladenovic startete Österreichs Tennis-Ass am Donnerstag bereits wieder in die Vorbereitung auf die kommende Saison.

Wie im Vorjahr wird sich der 24-jährige Niederösterreicher auf Teneriffa vorbereiten. Dort habe das Team laut Coach Günter Bresnik die perfekten Bedingungen für dieses Unterfangen zur Verfügung.

"Es sind 150 Meter vom Hotel zum Tennisplatz und 30 Meter weiter liegt der Spa-Bereich. Das ist alles so eng beieinander, dass wir keine Zeit verlieren", erklärt der 56-Jährige, der dank Ernests Gulbis auf diesen Geheimtipp gestoßen ist, die Vorteile des Stützpunkts auf der größten der Kanarischen Inseln.



"Gulbis hat dort ein Haus. Sein Therapeut leitet in diesem Hotel den Spa-Bereich, wo er zirka 30 Masseure unter sich hat", erzählt Bresnik, der den talentierten, aber als schwierig geltenden Letten vor einigen Jahren in die Top 10 führte und auch heute noch hin und wieder unter seinen Fittichen hat.

Perfekte Bedingungen auf Teneriffa

Gulbis schaut in der Südstadt seit einigen Monaten nach Lust und Laune mal auf ein paar Trainingseinheiten in der Bresnik-Akademie vorbei und wird auch auf Teneriffa mit von der Partie sein (Bresnik: "Der wohnt ja quasi dort").

Während man in Thiems Lehrjahren auf der Tour noch etwas außerhalb wohnte, kann sich das Team nun deutlich komfortabler auf die neue Saison vorbereiten. "Am Anfang war das Hotel zu teuer für uns. Da sind wir noch zu Fuß hin und her gegangen. Seit zwei Jahren können wir uns das Hotel leisten", so Bresnik.

Eine Woche mit dabei ist auch Thiem-Vater Wolfgang, der ansonsten in der Südstadt in der Tennis-Akademie von Bresnik für den kompletten Trainingsablauf zuständig ist.

Auch er ist im Gespräch mit LAOLA1 von den Bedingungen auf Teneriffa sehr angetan: "Es ist alles auf einem Fleck und die Temperaturen sind gerade richtig - nicht zu heiß und nicht zu kalt. Es ist nur ein bisschen windig. Dafür kann man schöne Strandläufe machen und der Hoteldirektor ist ein kompletter Tennis-Narr. Als Vorbereitung für Australien ist es wirklich perfekt."

Viele Anfragen von Spitzenspielern

Kein Wunder, dass Bresnik auf Teneriffa mittlerweile einen recht großen Tross anführt.

Neben Thiem sind auch Dennis Novak und erstmals Sebastian Ofner mit dabei. Hinzu kommen Thiem-Bruder Moritz und der eine oder andere weitere Spieler aus der Bresnik-Akademie.


Dominic Thiem setzte im Laufe seiner Karriere schon auf viele verschiedene Looks. LAOLA1 mit der Zeitreise:

Bild 1 von 60 | © Montage

In seiner Jugend setzte Thiem auf den Wuschelkopf-Look.

Bild 2 von 60 | © GEPA
Bild 3 von 60 | © GEPA

Für seine erstmalige Teilnahme am ATP-Turnier in Kitzbühel im Jahr 2011 musste es etwas kürzer sein.

Bild 4 von 60 | © GEPA

Auf den "Irokosen" setzte schließlich einst schon David Beckham.

Bild 5 von 60 | © GEPA

Danach wurde es wieder länger und geföhnt.

Bild 6 von 60 | © GEPA

Es folgte der erste Versuch mit Haarband.

Bild 7 von 60 | © GEPA

Doch diese Idee verwarf der Niederösterreicher rasch wieder.

Bild 8 von 60 | © GEPA

Die Haare wurden wieder kürzer, Gel durfte 2012 auch nicht fehlen.

Bild 9 von 60 | © GEPA
Bild 10 von 60 | © GEPA

Im Mai 2013 präsentierte sich Thiem mit zwei rasierten Streifen auf der Seite. 

Bild 11 von 60 | © GEPA
Bild 12 von 60 | © GEPA
Bild 13 von 60 | © GEPA

Bei den Erste Bank Open im Oktober 2013 war es schließlich nur noch ein Steifen.

Bild 14 von 60 | © GEPA
Bild 15 von 60 | © GEPA
Bild 16 von 60 | © GEPA

Ende 2013 war auch dieser wieder herausgewachsen.

Bild 17 von 60 | © GEPA

2014 wollte Thiem nichts mehr vom Gel-Look wissen, die Haare wurden länger.

Bild 18 von 60 | © GEPA
Bild 19 von 60 | © GEPA
Bild 20 von 60 | © GEPA
Bild 21 von 60 | © GEPA
Bild 22 von 60 | © GEPA
Bild 23 von 60 | © GEPA

In Kitzbühel versuchte es Thiem 2014 erneut mit dem Haarband.

Bild 24 von 60 | © GEPA
Bild 25 von 60 | © GEPA

Die Kappe war ihm dann aber doch deutlich lieber.

Bild 26 von 60 | © GEPA

Pünktlich zum Stadthallen-Turnier im Oktober 2014 feierten die rasierten Streifen ihr Comeback.

Bild 27 von 60 | © GEPA
Bild 28 von 60 | © GEPA

Nach einer kurzen Übergangsphase wagte Thiem etwas ganz Neues...

Bild 29 von 60 | © GEPA

... nämlich blond gefärbte Haare!

Bild 30 von 60 | © GEPA

Im Sommer 2015 war er als "Blondschopf" unterwegs.

Bild 31 von 60 | © GEPA
Bild 32 von 60 | © GEPA

Und das durchaus erfolgreich!

Bild 33 von 60 | © GEPA

Mit den gefärbten Haaren feierte Thiem unter anderem seinen ersten ATP-Titel.

Bild 34 von 60 | © GEPA
Bild 35 von 60 | © GEPA

Bei den US Open war die Farbe dann aber nur noch in den Spitzen erkennbar.

Bild 36 von 60 | © GEPA
Bild 37 von 60 | © GEPA

Im Oktober 2015 waren die Haare wieder im ursprünglichen Zustand.

Bild 38 von 60 | © GEPA
Bild 39 von 60 | © GEPA

Für das Davis-Cup-Duell mit Portugal im März 2016 rasierte sich der Lichtenwörther "AUT" in die Haare.

Bild 40 von 60 | © GEPA
Bild 41 von 60 | © GEPA

Im Sommer 2016 waren es weniger die Haare, viel mehr das Outfit, das für Schlagzeilen sorgte.

Bild 42 von 60 | © GEPA

Als "Zebra" zog Thiem bei den French Open bis ins Halbfinale ein.

Bild 43 von 60 | © GEPA

Danach wurden die Haare etwas länger.

Bild 44 von 60 | © GEPA
Bild 45 von 60 | © GEPA
Bild 46 von 60 | © GEPA

Einmal griff Thiem noch zum Rasierer, ab Ende 2016 sollte die Mähne aber immer länger werden.

Bild 47 von 60 | © GEPA

In dieser Saison setzt Thiem während den meisten Partien auf das Haarband.

Bild 48 von 60 | © GEPA
Bild 49 von 60 | © GEPA

Inzwischen sind die Haare ganz schön gewachsen. Das Vorhaben lautete, sie bis zu den French Open nicht zu kürzen.

Bild 50 von 60 | © GEPA

Das ist gelungen.

Bild 51 von 60 | © GEPA

In Roland Garros spielte Thiem 2017 übrigens nicht als "Zebra" - in diesem Jahr setzten er und Ausrüster Adidas auf die Farbe grün.

Bild 52 von 60 | © GEPA
Bild 53 von 60 | © GEPA

Klassisches Weiß in Wimbledon...

Bild 54 von 60 | © GEPA
Bild 55 von 60 | © GEPA

In Gelb auf der US-Tour 2017!

Bild 56 von 60 | © GEPA
Bild 57 von 60 | © GEPA

In Flushing Meadows verkörpert er die Retro-Kollektion von Pharell Williams.

Bild 58 von 60 | © GEPA
Bild 59 von 60
Bild 60 von 60 | © GEPA

Außerdem werden einige Spitzenspieler wie Philipp Kohlschreiber, Jan-Lennard Struff, Gulbis und vielleicht auch David Goffin in der Nähe des Thiem-Hotels ihr Quartier aufschlagen und ebenfalls für wichtige Sparring-Einheiten zur Verfügung stehen.

"Es ist nicht so einfach, so einen guten Trainingspartner zu finden", erzählte Kohlschreiber vor ein paar Wochen bei den Erste Bank Open gegenüber LAOLA1. Schon im letzten Jahr absolvierte der Deutsche seine Vorbereitung auf der spanischen Insel gemeinsam mit Thiem & Co.

Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden

"Für mich war es letztes Jahr schon sensationell und ich hoffe, dass es umgekehrt ebenfalls geschätzt wird, dass man mit mir trainieren kann. Es ist ein super Team und wir hatten im letzten Jahr eine tolle Zeit", schwärmte der Kitzbühel-Sieger von den idealen Bedingungen, die sich auf der Tour auch schon herumgesprochen haben.

"Es gibt einige Anfragen von ein paar Ausländern", erzählt Bresnik, der aber auch klar macht, dass er nicht jedem Wunsch nachkommen kann. "Wir haben nur zwei Trainingsplätze zur Verfügung, da müssen wir schauen, wen wir mitnehmen. Das Training von unseren Spielern darf nicht darunter leiden. Wir haben aber in jedem Fall das Glück, dass wir diesbezüglich aus dem Vollen schöpfen können."

Ob andere Spitzenspieler ein ähnliches Konzept verfolgen? Bresnik verweist bei dieser Frage auf Monte Carlo. "Dort wohnen viele Spieler wie Milos Raonic, Grigor Dimitrov oder Novak Djokovic. Da macht zwar jeder sein eigenes Programm, die treffen sich dann aber immer wieder für ein paar Trainingseinheiten."

Für Kohlschreiber hat sich das gemeinsame Training mit dem Thiem-Team jedenfalls ausgezahlt: "Ich hatte dann in Folge auch einen guten Saisonstart. Deshalb ist es für mich ein Gewinn, wieder mitfahren zu können. Es freut mich, dass es erwidert wird und wir wieder eine teilweise Saisonvorbereitung haben werden."

Thiem als wichtiger Trainings-Partner

Die Möglichkeit, mit Thiem einen aktuellen Top-10-Spieler als Trainingspartner zu haben, ist natürlich vor allem für die nachstrebenden heimischen Akteure von großer Bedeutung.

Dennis Novak trainiert schon seit Kindheitstagen mit dem Weltranglisten-Fünften: "Das ist das Beste was einem passieren kann, in der Vorbereitung mit so vielen guten Spielern zu trainieren. Wenn man von Dominic nicht profitiert, von wem dann?"

Dominic ist einer der besten Spieler auf der Tour, von dem man sich viele Sachen abschauen kann. Dadurch, dass er mein bester Freund ist, hilft das natürlich auch. Man kann jeden Tag von ihm lernen.

Novak über gemeinsame Trainings-Sessions mit Thiem

"Dominic spielt als Zugpferd eine große Rolle. Er ist einer der besten Spieler auf der Tour, von dem man sich viele Sachen abschauen kann. Dadurch, dass er mein bester Freund ist, hilft das natürlich auch. Man kann jeden Tag von ihm lernen."

Zudem verstehe man sich untereinander ausgezeichnet: "Die Stimmung ist sehr gut. Wir kennen uns schon sehr lange und sind gut befreundet. Jeder wünscht jedem nur das Beste und ist traurig, wenn einer verliert. Es macht viel Spaß im Training."

Hartes Programm

Wobei die Saisonvorbereitung natürlich auch kein Zuckerschlecken ist. "Rookie" Sebastian Ofner meinte gegenüber LAOLA1: "Ich habe schon gehört, dass es auf Teneriffa richtig hart werden wird. Ich bin gespannt!"

Eine Ansage, der Coach Bresnik nicht widersprechen will: "Es wird sicher richtig hart. Es geht vor dem Frühstück mit Laufen los, dann Aufwärmen, Tennis spielen, eine Konditionseinheit, Mittagessen und ein kurzer Mittagsschlaf. Am Nachmittag das Ganze noch einmal", beschreibt er das "sehr konditionslastige" und drei Wochen andauernde Programm.

Die sportmedizinischen Tests absolvieren die Spieler übrigens wie schon in den letzten beiden Jahren bei Sportwissenschafter Michael Reinprecht: "Er sagt mir, wie die beieinander sind und wo wir die Schwerpunkte setzen sollen." Thiem arbeitet zudem mit seinem Physiotherapeuten Michael Stober viel an seiner Beweglichkeit.

Saisonstart in Doha

Nicht umsonst gilt die Vorbereitungszeit für die Tennis-Asse als die wichtigste Zeit des Jahres. Die ersten Früchte für die harte Arbeit können frühestens im Jänner 2018 geerntet werden.

Thiem startet in der ersten Jänner-Woche beim ATP-250-Turnier in Doha in die neue Saison. Danach stehen die Australian Open in Melbourne und der Davis Cup in St. Pölten auf dem Turnier-Kalender, ehe er in Buenos Aires seine meist erfolgreiche Südamerika-Tournee beginnt.

Textquelle: © LAOLA1.at

Trainersuche bei Sturm Graz: Nestor El Maestro ein Thema?

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare