Lob für Goffin
Anfang Dezember wird Federer wieder mit dem Training beginnen. Ende desselben Monats tritt die langjährige Nummer eins in Perth beim Hopman Cup an, um die Form für die Mission Titelverteidigung bei den Australian Open zu finden. In Melbourne hatte im vergangenen Jahr seine grandiose Comeback-Story ihren Anfang genommen.
Nach dem Australian-Open- und Wimbledon-Triumph sowie dem verletzungsbedingten Aus für seinen Rivalen Rafael Nadal war Federer am Samstag in London völlig unerwartet, aber verdient im Halbfinale am Belgier David Goffin, dem Bezwinger von Dominic Thiem, gescheitert.
Eigentlich wollte der Schweizer sein erfolgreiches Jahr mit seinem siebenten WM-Titel krönen. "Ziemlich enttäuscht" sei er, gab er zu. Doch angesäuert wirkte der Grand-Slam-Rekord-Champion nicht. Geduldig und ruhig erklärte er, dass Goffin einfach der Bessere gewesen sei. "Ich freue mich für ihn. Er ist ein großartiger Kerl."
Grandiose Comeback-Saison
Siegerposen von Federer gab es in diesem Jahr trotz der Samstag-Niederlage reichlich. Wohl kaum einer hätte ihm vor dem Saisonstart zugetraut, in diesem Maße zu glänzen. "Ich bin so glücklich, dass ich auf diesem Level vom Beginn bis zum Ende gespielt habe. Es war großartig. Ich habe diesen Prozess genossen", sagte der vierfache Vater.