Auftaktniederlage für Thiem in Rom

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Für Madrid-Finalist Dominic Thiem ist das ATP-1000-Turnier in Rom schon nach seinem ersten Auftritt im Einzelbewerb zu Ende.

Der 24-jährige Niederösterreicher, der in der ersten Runde ein Freilos hatte, unterliegt in der zweiten Runde dem italienischen Lokalmatador Fabio Fognini mit 4:6, 6:1, 3:6. Im dritten Duell mit Fognini ist es für Thiem die erste Niederlage.

Im Vorjahr besiegte Thiem im Viertelfinale Rafael Nadal, ehe er danach im Halbfinale gegen Novak Djokovic verlor.



Der Weltranglisten-Achte Thiem verliert damit 350 Weltranglisten-Punkte, kann im Ranking in dieser Woche allerdings nur von David Goffin und Pablo Carreno Busta überholt werden. Goffin reicht ein Viertelfinal-Einzug, Carreno Busta musste dafür das Turnier gewinnen.

Fognini drückt aufs Tempo

In den davor bestrittenen zwei Partien gegen den Ehemann der ehemaligen US-Open-Siegerin Flavia Pennetta hatte Thiem nur insgesamt acht Games abgegeben, doch bei seinem Heimevent mit den Fans im Rücken agierte der Lokalmatador weitaus gefährlicher. Der Niederösterreicher hatte bereits im Vorfeld der Partie gemeint, dass Rom das härteste Turnier sei, um gegen den 30-Jährigen zu spielen.

Fognini drückte schon im ersten Satz aufs Tempo und nahm seinem Gegner den Aufschlag zum 2:1 ab. Thiem konterte zum 4:4, musste aber postwendend sein Service erneut abgeben, woraufhin Fognini zur Satzführung ausservierte.

Ein gänzlich anderes Bild bot sich im zweiten Durchgang. Vor den Augen seines in die "Ewige Stadt" nachgereisten Coaches Günter Bresnik und seiner Freundin Kristina Mladenovic dominierte Thiem, führte 5:0 und schaffte souverän den Satzausgleich.

Herber Rückschlag für Thiem

Die Fans des Weltranglistenachten erinnerten sich an Thiems Siege in den ersten beiden Madrid-Runden, als er jeweils nach verlorenem ersten Satz noch gewann. Doch diesmal blieb das Happy-End aus.

Fognini erfing sich. Bei 3:2 boten sich dem Weltranglisten-21. fünf Breakchancen, Thiem glich nach dem 14-Minuten-Spiel noch aus. Vorentscheidend, dass Thiem zwei Breakbälle zum 4:3 vergab. Nach dem 3:5 geriet er 0:40 in Rückstand, wehrte zwei Breakbälle ab, den dritten aber nicht.

Während sich für Fognini nun am Donnerstag bei seinem 13. Rom-Antreten gegen den Deutschen Peter Gojowczyk eine ausgezeichnete Chance bietet, erstmals ins Viertelfinale zu kommen und dort womöglich gegen den spanischen Sand-König Rafael Nadal zu spielen, ist das Out für Thiem ein herber Rückschlag. Nur drei Tage davor hatte er in Madrid um seinen ersten Masters-1000-Titel gespielt. Immerhin ist er mit dem US-Amerikaner Steve Johnson noch im Doppel im Bewerb.

Schwache Aufschlagleistung von Thiem

Ein Grund für die Niederlage gegen Fognini war eine Quote beim ersten Service von nur 55 Prozent sowie sechs Doppelfehler. Thiem sah sich insgesamt zwölf Breakbällen gegenüber, bei drei davon musste er sich beugen.

Zu viele unerzwungene Fehler und Mängel bei längeren Ballwechseln kamen dazu, dennoch machte Thiem aufgrund des dominant geführten zweiten Satzes einen Punkt mehr als Fognini. Nichtsdestotrotz verpasste er seinen 100. Sandplatz-Sieg auf der Tour.

Mit Bresnik gilt es nun für Thiem, daran zu arbeiten, dass in Madrid u.a. durch einen Sieg gegen Nadal gewonnene Selbstvertrauen wieder zurückzugewinnen. Schon in eineinhalb Wochen beginnen in Paris die French Open, wo Thiem in den vergangenen beiden Jahren im Halbfinale stand. Nach dem jüngsten Verlust eines Platzes in der Weltrangliste, droht Thiem einen weiteren Platz zurückzufallen, sollte der Belgier David Goffin tief ins Turnier vordringen.


WAS FEHLT THIEM NOCH ZUM SUPERSTAR?

Ist Dominic Thiem zu fad, um ein echter Superstar auf der ATP-Tour zu werden? Und was fehlt ihm spielerisch noch? LAOLA1 on Air - der Sport-Podcast hat mit Dominic und Wolfgang Thiem gesprochen und geht in einer von Moderator Bernhard Kastler geführten Diskussionsrunde mit Kurier-Tennis-Journalist Harald Ottawa und LAOLA1-Experte Christian Frühwald diesen Fragen nach. Viel Spaß beim Reinhören!

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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