Glocknerkönig! Mühlberger macht großen Schritt zum Gesamtsieg
Gregor Mühlberger fährt auf der Königsetappe mit Ziel am Großglockner überlegen zum Sieg und hat großartige Chancen auf seinen ersten Rundfahrt-Erfolg.
Gregor Mühlberger ist zum zweiten Mal nach 2014 der Glocknerkönig!
Der 32-Jährige gewinnt die Königsetappe der Tour of Austria von Bad Kleinkirchheim auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner überlegen, sein Vorsprung auf die ersten Verfolger mit dem Gesamtzweiten Kevin Vermaerke (USA) beträgt über eine Minute.
In der Gesamtwertung baut der Niederösterreicher seine Führung auf den Vermaerke auf 1:31 Minuten aus. Der Decathlon-Profi, der für Team Austria am Start ist, könnte der erste rot-weiß-rote Sieger bei der Österreich-Rundfahrt seit Riccardo Zoidl 2013 werden.
Die dritte Etappe mit 189 km führt am Freitag von Lienz über den Felbertauern bereits zum 16. Mal ins Alpendorf oberhalb von St. Johann im Pongau. Die Tour of Austria endet am Sonntag nach fünf Etappen vor dem Burgtheater in Wien.
Neuner-Gruppe setzt sich vorerst ab
Mühlberger ging nach seinem Sieg am Vortag als Gejagter in die Königsetappe.
Nach dem Start in Bad Kleinkirchheim blieben Attacken vorerst erfolglos, ehe sich eine neunköpfige Spitzengruppe mit den Österreichern Lukas Hatz und Maximilian Schmidbauer absetzen konnte.
Vorsprung auf das Hauptfeld betrug 45 km vor dem Ziel fast fünf Minuten, schmolz danach bis nach Heiligenblut auf eine Minute zusammen.
Ineos verschärft Tempo, Mühlberger souverän
Vor den finalen 16 km verschärfte die Ineos-Equipe das Tempo gehörig, Mühlberger blieb auf sich alleine gestellt im Schlepptau.
Die Bergwertung am Kasereck holte sich der Brite Paul Double vor dem Niederösterreicher, auch Carlos Rodriguez und Routinier Bauke Mollema waren noch ganz vorne dabei.
In den finalen Kilometern präsentierte sich Mühlberger als stärkster Fahrer, attackierte und fuhr solo dem Etappensieg entgegen.
"Ein guter Tag"
"Ich wusste, dass Ineos es schnell machen wird, es war irrsinnig schnell. Ich wusste nicht, wie lange ich mitgehen kann", sagte Mühlberger im ORF.
Rodriguez machte dann aber die Höhe zu schaffen. Auch die übrige Konkurrenz kämpfte. "Auf den letzten vier Kilometern habe ich probiert, meine Chance zu nutzen und bin Gott sei Dank alleine durchs Ziel gekommen", meinte der Decathlon-Profi.
"Es war sicherlich ein guter Tag. Aber die Rundfahrt ist vorbei, wenn wir in Wien über die Linie fahren. Jetzt freuen wir uns einmal über die zwei Etappensiege", sagte Mühlberger.
Der Anstieg auf den Großglockner war heuer nach einem Jahr Pause wieder im Programm. Am 6. Juli 2024 war der junge Norweger Andre Drege (25) in der Abfahrt der Königsetappe nach Heiligenblut bei einem Sturz tödlich verunglückt.