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Gesamtsieg winkt! Pogacar in Alpe d'Huez in eigener Liga

Die Tour de France 2026 geht nur über Tadej Pogacar! Der Slowene gewinnt am Freitag seine fünfte Etappe in diesem Jahr alleine.

Gesamtsieg winkt! Pogacar in Alpe d'Huez in eigener Liga Foto: © IMAGO / Belga

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat bei der Tour de France die Bergankunft zur legendären Skistation in Alpe d'Huez gewonnen und seine Gesamtführung weiter ausgebaut.

Der Slowene holt sich auf der 19. Etappe nach 127,9 Kilometern den Sieg im Alleingang und triumphiert erstmals nach dem geschichtsträchtigen Anstieg. Mit sechs bzw. neun Sekunden Rückstand fahren der Franzose Lenny Martinez und Richard Carapaz aus Ecuador auf die Plätze zwei und drei.

In der Gesamtwertung liegt Pogacar nun über sieben Minuten vor dem Belgier Remco Evenepoel. Damit ist dem Slowenen sein fünfter Gesamtsieg kaum mehr zu nehmen. Für Pogacar ist es zugleich der fünfte Etappensieg bei der diesjährigen Tour 2026 und der 26. seiner Karriere.

Pogacar stürmt die 21 berühmtesten Serpentinen der Radsport-Welt in rekordverdächtigem Tempo hinauf. Wieder einmal fährt der Ausnahmekönner in seiner eigenen Liga. 900 Meter vor dem Ziel schüttelt er auch die letzten Ausreißer ab.

Tollhaus am Schlussanstieg

Mehr als eine halbe Million Zuschauer am Berg sorgen für eine Tollhaus-Atmosphäre. Tausende Fans hatten bereits die Nacht in Zelten und Wohnwagen an den Hängen verbracht.

Als die Stars der Branche den 13,8 Kilometer langen und durchschnittlich 8,1 Prozent steilen Schlussanstieg hinaufklettern, bietet ihnen das Spalier der Zuschauermassen nur noch eine kleine Gasse.

Vor der Krönung am Sonntag in Paris muss Pogacar noch die Königsetappe am Samstag über 170,9 km meistern, wenn das Ziel wieder in Alpe d'Huez liegt.

Dieses Mal wird der Skiort aber über den Col de Sarenne mit einem Abschnitt ohne Zuschauer angesteuert. Insgesamt warten auf die Fahrer 5.450 Höhenmeter und drei Berge der höchsten Kategorie.

Schrecksekunde für Haller

Felix Großschartner leistet für seinen UAE-Teamkollegen Pogacar wieder Tempoarbeit, ehe er vor dem Schlussanstieg für seinen Kapitän Platz macht. Mit 16:40 Minuten Rückstand erreicht der Oberösterreicher das Ziel.

Pogacar lobt seine Teamkollegen. "Felix hat ein gutes Tempo vorgelegt. Wir sind Vollgas gefahren, denn die Ausreißer waren weit weg. Ich hatte gute Beine und es gibt nicht mehr viele, die mit mir mithalten können", sagt der Leader.

Eine Schrecksekunde gibt es für Marco Haller. Der Kärntner kracht rund 75 km vor dem Ziel in ein einbetoniertes Verkehrszeichen, hat aber Glück, dass ein Schutzpolster den Aufprall abmildert.

Haller kann die Fahrt fortsetzen.

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