Bettina Plank holt BRONZE im Karate!

Bettina Plank holt BRONZE im Karate! Foto: © GEPA
 

Nächste Medaille für Österreich bei den Olympischen Spielen in Tokio! Bettina Plank gewinnt im Karate in der Klasse bis 55 kg Bronze!

Die 29-jährige Vorarlberger muss sich im Semifinale gegen die Bulgarin Ivet Goranova knapp mit 3:4 geschlagen geben. Die schnelle 3:0-Führung der Bulgarin kontert Plank mit Ippon, was im Karate drei Punkte bringt, aber nicht gleichbedeutend mit dem Kampfende ist. Mit einer weiteren Wertung sichert sich Goranowa den Aufstieg ins Finale.

Für das ÖOC-Team ist es die insgesamt sechste Medaille in Tokio, die vierte in Bronze. Davor gab es bereits Gold durch Anna Kiesenhofer im Rad-Straßenrennen der Frauen, die Judo-Medaillen von Shamil Borchashvili (Bronze) und Michaela Polleres (Silber), ebenfalls Bronze durch Magdalena Lobnig im Ruder-Einer sowie Bronze für Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger.

Plank hat damit ihre einzige Chance genützt, jemals eine Olympiamedaille im Karate zu gewinnen. Bereits 2024 in Paris ist Karate nicht mehr im Programm.

Plank: "Es war alles sauknapp"

Plank begann mit einer 2:6-Niederlage gegen die japanische 2018-Weltmeisterin Miho Miyahara, ließ dann aber einen 4:3-Erfolg gegen die Kasachin Moldir Schangbyrbay folgen. Es folgte ein 0:0 gegen die Ukrainerin Anschelika Terliuga und ein 3:1-Sieg gegen die Ägypterin Radwa Sayed. Danach hieß es warten, wie der Kampf Terliugas gegen Miyahara ausging.

Plank konnte es nach der Qualifikation für das Halbfinale und der Fixierung einer Medaille nicht glauben, als sie in der Mixed Zone wartend endlich den Tabellenstand eingeblendet sah. Sie schien an zweiter Stelle auf, fiel ihrem Trainer Juan Luis Benitez Cardenes in die Arme und ließ den Tränen freien Lauf. Immer wieder vergewisserte sie sich beim Coach, ob die Medaille wirklich sicher sei. "Es war alles sehr knapp in unserer Gruppe. Ich muss mich jetzt sammeln und dann möchte ich noch einmal gut kämpfen", sagte die 29-Jährige zur APA.

Sie habe eine verdammt harte Auslosung gehabt. "Aber jede, die hier ist, ist einfach verdammt hart. Ich habe mich von Anfang an gut auf der Matte gefühlt, es war super. Die Japanerin hat zum Auftakt gegen mich gewonnen, aber ich habe das gut wegstecken können. Ich habe aus jedem Kampf das Beste rausholen können. Ich habe nicht an Punkte gedacht, oder ob es sich ausgeht. Ich hatte den Fokus immer auf der Gegnerin. Es war alles wirklich sauknapp beinander. Umso glücklicher bin ich, dass es gereicht hat."

Bei den Sommerspielen sind die Klassen bis 50 und bis 55 zusammengelegt. Terliuga war im Pool von Plank die einzige Kämpferin, die aus der 55er-Kategorie kommt. Insgesamt waren in dieser Gewichtsklasse nur neun Teilnehmerinnen dabei, eine Konkurrentin fehlte. Das Feld umfasst sechs Kämpferinnen aus der 50er- und drei aus der 55er-Kategorie. Auch Goranowa kämpft normalerweise in der 55er-Kategorie.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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