ÖHB-Frauen müssen erste EM-Quali-Niederlage hinnehmen
Trotz eines guten Starts können sich die Österreicherinnen gegen Spanien nicht durchsetzen. Das Parallelspiel der Gruppe wurde hingegen verschoben.
Österreichs Handball-Frauen haben im dritten Spiel der EM-Qualifikation erstmals eine Niederlage hinnehmen müssen.
In der Sport Arena Wien war am Mittwoch eine gute erste Hälfte gegen Spanien zu wenig, um in Gruppe 6 makellos zu bleiben. Die Truppe von Trainerin Monique Tijsterman musste sich mit 24:29 (12:10) geschlagen geben, liegt aber weiter auf Kurs in Richtung der Endrunde im Dezember.
ÖHB-Frauen in Gruppe auf Rang zwei
Neben den Top 2 der Gruppe qualifizieren sich auch die vier besten Dritten.
Vor dem "Rückspiel" am Samstag (19.30) in Algeciras rangiert die ÖHB-Auswahl mit 4 Punkten hinter Spanien (6) auf Platz zwei.
Das Parallelspiel zwischen den punktelosen Teams von Israel und Griechenland wurde angesichts der Eskalation im Nahen Osten ebenso auf ein unbestimmtes Datum verschoben wie die ursprünglich für Sonntag geplante Rückpartie in Griechenland.
Gute erste Hälfte
Österreich war - zumindest defensiv - sofort in der Partie und legte vor rund 2.500 Fans so den Grundstein für eine gute erste Hälfte. Spanien suchte im Angriff meist vergeblich nach der Lücke, agierte fehlerhaft oder scheiterte an einer groß aufspielenden Torfrau Lena Ivancok.
Vorne benötigte Rot-Weiß-Rot genau 4:30 Minuten, um 1:0 in Führung zu gehen, baute diese aber kontinuierlich aus. Nach gut 20 Minuten lag man erstmals mit vier Treffern in Führung (10:6), die durchaus auch etwas höher hätte sein können.
Dabei waren die bei der WM im Dezember schmerzlich vermissten Rückraum-Stützen Katarina Pandza und Johanna Reichert noch gar nicht im Einsatz. Danach lief es mit den beiden aber nicht unbedingt besser, der Vorsprung schmolz bis zur Pause auf zwei Tore.
Start in zweite Hälfte misslang
Reichert eröffnete die zweiten 30 Minuten zwar mit dem 13:10, Spanien nahm den Schwung vom Ende der ersten Hälfte aber mit und verkürzte auf 12:13 (33.).
Während die Durchschlagskraft des mehrfachen Medaillengewinners bei Großereignissen deutlich stieg, tat sich Österreich nun schwer, der erstmalige Ausgleich zum 15:15 (37.) war die logische Folge. Für einige Minuten funktionierte bei den Gastgeberinnen fast nichts mehr, Spanien setzte sich auf 17:15 (38.) ab und ging mit einem Vier-Tore-Plus in die letzte Viertelstunde.
Österreich arbeitete sich zwar noch mehrmals auf drei Treffer heran, konnte - ausgebremst auch von einigen Zeitstrafen - der Partie aber keine Wende mehr geben.