NFL-Playoffs: Erster Bills-Sieg seit 25 Jahren

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Lange 24 Jahre mussten die Buffalo Bills auf ein Playoff-Heimspiel warten.

Die Postseason-Rückkehr ins Bills Stadium wird zum wahren Krimi, glückt jedoch aus Sicht der Hausherren: Zum Auftakt der Wild-Card-Runde der NFL-Playoffs feiert Bufallo einen knappen 27:24-Erfolg gegen die Indianapolis Colts.

Quarterback Josh Allen, der in der Regular Season groß aufgespielt hat, zeigt bis auf einen letztlich nicht bestraften Fehler in der Schlussphase, dass er auch dem Playoff-Druck gewachsen ist.

Der Spielmacher (324 Passing-Yards) zeichnet für alle drei Bills-Touchdowns verantwortlich - zwei TD-Pässe beziehungsweise einen wichtigen 5-Yard-Lauf, mit dem die Bills kurz vor der Pause 14:10 in Führung gehen.

Buffalo darf sich somit über den ersten Playoff-Sieg seit 25 Jahren freuen.

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BUFFALO BILLS (2) vs. INDIANAPOLIS COLTS (7) 27:24

SCORING:

Q1:

0:3: Rodrigo Blankenship - 30-Yard-Field-Goal (5:33 Minuten)

7:3: Dawson Knox - 3-Yard-Pass von Josh Allen (1:49 Minuten)

Q2:

7:10: Jonathan Taylor - 1-Yard-Lauf (8:07 Minuten)

14:10: Josh Allen - 5-Yard-Lauf (0:14 Minuten)

Q3:

17:10: Tyler Bass - 46-Yard-Field-Goal (11:10 Minuten)

Q4:

24:10: Stefon Diggs - 35-Yard-Pass von Josh Allen (14:10 Minuten)

24:16: Zach Pascal - 9-Yard-Pass von Philip Rivers (11:32 Minuten) - Two-Point-Conversion scheitert

27:16: Tyler Bass - 54-Yard-Field-Goal (8:08 Minuten)

27:24: Jack Doyle - 27-Yard-Pass von Philip Rivers (6:13 Minuten) - Two-Point-Conversion erfolgreich Jack Doyle

Zittern in der Schlussphase

Die aktuelle Bills-Generation scheint fest entschlossen, an die Leistungen des großen, aber nicht mit einem Super-Bowl-Triumph belohnten Buffalo-Teams der späten 80er und frühen 90er anzuschließen.

Dass ihr in manchen Phasen noch die wichtige Playoff-Erfahrung fehlt, lässt sich gegen Indy nicht verheimlichen.

Am Ende steht jedoch der so erlösende erste Postseason-Erfolg seit einem Wild-Card-Duell mit den Miami Dolphins (37:22) in der Saison 1995.

Die Schlussphase hat es dabei in sich.

BUFFALO BILLS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Josh Allen 324 (2 TD) 54 (1 TD)
Devin Singletary 21 23
Zack Moss 21 26
Stefon Diggs 128 (1 TD)
Gabriel Davis 85
Cole Beasley 57
Dawson Knox 5 (1 TD)

Allen erlaubt sich beim finalen Bills-Drive ein Fumble, das Buffalo selbst erobert, der Raumverlust ist jedoch nicht mehr überbrückbar. Dadurch bekommt Indianapolis die Chance auf einen Game-Winning-Drive oder zumindest ein Field Goal, das die Overtime bedeutet hätte.

Rivers hält Colts im Rennen

Indy stellt sich jedoch eher ungeschickt an und muss am Ende auf eine Hail Mary setzen, mit der Quarterback-Oldie Philip Rivers keinen Erfolg hat.

Zuvor präsentiert sich der 39-Jährige im Schlussviertel unnachgiebiger. Zwei Mal scheinen die Colts ausgeknockt, zwei Mal führt Rivers sie zurück.

Gleich zu Beginn des vierten Viertels bringt ein herrlicher 35-Yard-Pass von Allen auf Superstar-Receiver Stefon Diggs Buffalo mit 24:10 in Führung.

INDIANAPOLIS COLTS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Philip Rivers 309 (2 TD) -1
Jonathan Taylor 78 (1 TD) 6
Nyheim Hines 75 8
Michael Pittman 11 90
Jack Doyle 70 (1 TD)
Zach Pascal 37 (1 TD)
Trey Burton 34
T.Y. Hilton 32
Mo Alie-Cox 32

Indy ist gefordert, die offensive Handbremse zu lösen und bewältigt diese Aufgabe mit Bravour. Rivers führt die Colts übers Feld und beendet den Drive mit einem TD-Pass auf Zach Pascal.

Buffalo antwortet mit einem Field Goal von Tyler Bass aus 54 Yards - das längste eines Rookie-Kickers in der Playoff-Geschichte.

Drei Punkte, die unterm Strich den Unterschied machen sollten. Indy kommt zwar noch einmal heran, weil Rivers einen von der Bills-Defense völlig vergessenen Jack Doyle in der Endzone bedient, ganz am Spielende klappt es wie beschrieben nicht mehr.

Indianapolis lässt Punkte liegen

Bei den Colts darf man sich durchaus ärgern, es nicht zumindest in die Verlängerung geschafft zu haben, schließlich lässt man im Spielverlauf davor durchaus einige Punkte liegen.

Indy geht durch ein Field Goal von Rodrigo Blankenship in Führung. 14 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels bedient Allen jedoch spektakulär im Fallen Dawson Knox in der Endzone.

Im zweiten Abschnitt präsentiert sich Indianapolis schlagkräftiger, macht jedoch zu wenig daraus. Zwar besorgt der bärenstarke Rookie Jonathan Taylor mit einem 1-Yard-Lauf die 10:7-Führung, doch verpasst man die große Chance, auf 17:7 zu erhöhen.

Man kommt bis kurz vor die Endzone, bringt den Ball jedoch nicht über die Goal Line - im vierten Versuch lässt Michael Pittman einen fangbaren Rivers-Pass in der Endzone fallen. Rein theoretisch hätte man auch konservativ drei Punkte per Field Goal abstauben können.

Wie geht es mit Rivers weiter?

Allen bestraft dieses Unvermögen mit seinem TD-Lauf.

Bass erhöht im dritten Quarter per Field Goal auf 17:10. Und auch hier lassen sich vergebene Colts-Punkte finden: Kicker Blankenship vergibt aus 33-Yards.

Letztlich ist es dennoch ein verdienter Sieg der Bills, die jedoch tendenziell gelernt haben, dass man Gegnern in den Playoffs früher ausknocken muss, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Für die Colts geht es in die Offseason, in der sich die Quarterback-Frage stellt: Weiter mit Rivers oder orientiert man sich auf dieser Position neu?

Die Wild-Card-Runde der NFL-Playoffs im Überblick:

Datum Uhrzeit Spiel Übertragende Sender
  1. Jänner
19:05 Indianapolis Colts @ Buffalo Bills DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
22:40 Los Angeles Rams @ Seattle Seahawks DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
2:15 Tampa Bay Buccaneers @ Washington Football Team DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
19:05 Baltimore Ravens @ Tennessee Titans DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
22:40 Chicago Bears @ New Orleans Saints DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
2:15 Cleveland Browns @ Pittsburgh Steelers DAZN, PULS 4, ProSieben

Legenden, junge Wilde und einige etablierte Haudegen. Die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

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Eines vorneweg: Der Generations-Wechsel unter den NFL-Quarterbacks ist bekanntlich in vollem Gange. Da die "Jungen Wilden" logischerweise noch nicht über die Lebensläufe eines Brady, Brees oder Rodgers verfügen können, besteht in solch einem Ranking die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir legen daher auch diesmal eine Spur mehr Wert auf die Aktualität, ohne aber die gerade in der Postseason so wertvolle Erfahrung außer Acht zu lassen.

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14. MITCHELL TRUBISKY (Chicago Bears)

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Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert... Sagen wir so: Geht es nach der öffentlichen Meinung, kann Trubisky fast nur gewinnen. Oder zumindest überraschen. Der 26-Jährige, der von Chicago 2017 vor (!) Mahomes und Watson gewählt wurde (Stand jetzt ein historischer Irrtum), wurde im Saison-Verlauf von Nick Foles abgelöst. Als der sich verletzte, lag es doch an Trubisky, die Bears in die Playoffs zu führen. Dies gelang, ohne dass Trubisky spektakuläre Glanzlichter setzen hätte können. Er war jedoch auch nicht so schlecht, wie viele meinten. In dieser Postseason geht es fraglos auch darum, wie seine NFL-Zukunft aussieht.

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13. ALEX SMITH (Washington Football Team)

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Gänsehaut! Die Wohlfühl-Story! Material für Hollywood! Aber objektiv gesehen ist Alex Smith in diesem Ranking natürlich recht weit hinten einzureihen. Konzentrieren wir uns auf das Positive: Nach seiner Horror-Verletzung und zwei Jahren Pause ist Smith tatsächlich wieder da (die Doku über den Weg zurück sollte man nur mit leerem Magen sehen) und mit Washington aufgrund noch größerer sportlicher Inkomptenz der NFC-East-Konkurrenz in den Playoffs. Smith war immer schon ein eher biederer Game Manager, nun hat er auch an Mobilität eingebüßt. Aber als Gegner sollte man es gegen einen derart erfahrenen Spielmacher (Playoffs mit San Francisco und Kansas City) nicht drauf ankommen lassen.

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12. JARED GOFF (Los Angeles Rams)

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Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht sie unter und in Kaliforniens Süden verbringt Goff währenddessen einen ziemlich durchschnittlichen Arbeitstag. Der Prototyp eines "Eh-net-so-schlecht,-aber..."-Spielmachers. Er führte die Rams einst in die Super Bowl, aber dort implodierte er. Er war der Nummer-1-Pick im Draft, aber ist er dieses Spots wirklich würdig? Er spielte auch 2020 keineswegs total ungut, aber gleich 22 QBs schließen die Saison mit einem besseren Rating als seine 90,0 ab - darunter auch Mitch Trubisky (ouch!). Natürlich hofft man, dass er für das Duell mit Seattle fit wird, aber wären die Rams mit Backup John Wolford tatsächlich komplett chancenlos?

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11. BAKER MAYFIELD (Cleveland Browns)

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Muss Baker Mayfield - ebenfalls ein Einser-Pick im Draft - aufpassen, dass er zu einem Durchschnitts-Bruder im Geiste von Jared Goff wird? Irgendwie schon. Aber noch ist seine Entwicklung nicht abgeschlossen. Im Vergleich zu seinen ersten beiden Jahren in der Liga präsentierte sich Mayfield 2020 weniger fehleranfällig. Seine Zahl an Interceptions senkte er von 21 (!) auf 8 - seit Ende Oktober passierte ihm nur eine. In der Browns-Offense kommt ihm auch eher die Rolle des Verwalters zu, der das Spiel nicht verbocken soll. Die Playoffs sind eine andere Bühne: Am Charisma, auf selbiger zu wachsen, sollte es nicht scheitern.

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10. PHILIP RIVERS (Indianapolis Colts)

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Stellen wir außer Streit, dass es sich bei Rivers um einen der besseren QBs der NFL-Geschichte handelt, leider auch um einen im Vergleich zu seinen Fähigkeiten und Durchhaltevermögen eher erfolglosen. Aber gut, "seine" Chargers sind auch ohne ihn Loser aus Leidenschaft, während Rivers im ersten Jahr mit Indy in der Postseason steht. Gut, der Routinier ist inzwischen 39 und keine 26 mehr. Das sieht man. In früheren Jahren wäre er in diesem Ranking weiter vorne. Aber es ist nicht verboten, sich als Altstar auf gutes Laufspiel und eine lästige Defense zu verlassen. Vielleicht hat er im frühen Winter seiner Karriere mit den Colts jenes Playoff-Glück, das bei den Chargers oft fehlte.

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9. RYAN TANNEHILL (Tennessee Titans)

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Bewertet man nur die Saison 2020, müsste man Tannehill eine Spur weiter vorne platzieren. Aber Rang neun ist keine Schande, denn bis auf Josh Allen sind alle vor ihm Platzierten bereits Super-Bowl-Sieger und/oder MVP. Also ist es zugegeben auch ein wenig eine Reputationsfrage und zeigt, wie gut das Playoff-Feld an Spielmachern ist. Tannehill hat 2020 bewiesen, dass sein Aufschwung der Vorsaison, der bis ins Championship Game führte, kein Zufall war. Er ist die perfekte Ergänzung zu Rushing-König Derrick Henry. Wer hätte vor einigen Jahren in Miami an eine solche Entwicklung geglaubt?

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8. BEN ROETHLISBERGER (Pittsburgh Steelers)

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"Big Ben" muss man natürlich nicht vorstellen. Er gehört zu den zahlreichen QBs in diesem Playoff-Feld, die ihre 40er-Feier schon konkret planen oder bereits hinter sich haben. Zwei Super-Bowl-Ringe zieren seine Finger. Also wer soll ihm etwas vormachen? Vor allem gegen Ende der Saison schien ihm jedoch ziemlich die Luft auszugehen, weswegen die Verschnaufpause in Week 17 Gold wert gewesen sein könnte. Die Defense in Pittsburgh ist spitze, seine Receiver sind es ebenso. Taucht in der Postseason der "echte" Roethlisberger auf, könnte es weit gehen. Kommt die müde Version, kann es bitter werden.

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7. DREW BREES (New Orleans Saints)

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Dass der Zahn der Zeit an ihm nagt, kann auch Drew Brees nicht verleugnen. Kommende Woche feiert die lebende Legende ihren 42. Geburtstag. Der Roster der Saints ist inzwischen jedoch bekanntlich längst nicht mehr so gebaut, dass alles von Brees abhängt. Mit Tayson Hill gibt es sogar die Option, dem Routinier während eines Drives eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Wie schnell Brees seine schwere Rippenverletzung überwunden hat, ist beeindruckend und zeigt seine Motivation. Vielleicht wird er ja belohnt, indem der x-te (und letzte?) Anlauf auf den zweiten Super-Bowl-Triumph endlich gelingt.

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6. JOSH ALLEN (Buffalo Bills)

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Dieses Ranking hat bereits Tradition. Letztes Jahr war Allen bei derselben Übung 12. und Letzter. Und das damals nicht mal zu Unrecht. Dass der Bills-Quarterback einer der am meisten verbesserten Protagonisten dieser Saison ist, muss man nicht diskutieren. Gut gelaufen ist er schon in den vergangenen Jahren, am Selbstbewusstsein mangelte es auch nicht, Leadership und deutlich verbesserte Wurfleistungen sorgen inzwischen jedoch für ein Gesamtpaket, das einige in der MVP-Diskussion erwähnen. Das ist vielleicht noch übertrieben, aber die Playoff-Erfahrung, die er nun sammeln sollte, könnte ihn den nächsten Schritt machen lassen. Mit diesem Roster ist für die Bills einiges drinnen.

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5. RUSSELL WILSON (Seattle Seahawks)

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Zur Hälfte der Saison war Wilson für viele wohl noch ein No-Brainer als MVP, so grenzgenial führte er eine glänzend aufgelegte Seahawks-Offense. Seattles Angriff agierte in den vergangenen Wochen dezenter und mir ihr Wilson. Wobei man im konkreten Fall nicht lange über die Qualität diskutieren muss: Hier handelt es sich um einen Spielmacher im besten Football-Alter mit jeder Menge Erfahrung und Improvisations-Künsten, von der andere QBs nicht mal zu träumen wagen. Wilson ist keiner, der in der Postseason die Nerven wegschmeißt. Es wird für die Konkurrenz harte Arbeit, ihn und seine Seahawks in den Urlaub zu schicken.

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4. LAMAR JACKSON (Baltimore Ravens)

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Okay, Platz vier wirkt ein wenig hoch. Zu hoch? Nein. Letzte Saison führte Jackson dieses Ranking nach seiner MVP-Saison noch an. Ein Zwischentief in dieser Spielzeit hat ihn offenkundig enorm an Reputation gekostet. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass Jackson im Finish wieder auf deutlich besserem Niveau spielte. Außerdem kann man natürlich über seine Genauigkeit diskutieren, sollte jedoch nicht vergessen, dass Jacksons mobiles QB-Spiel mit anderen Maßstäben zu messen ist als das der meisten Kollegen. Letztes Jahr scheiterte er nach Traum-Saison. Vielleicht gibt es diesmal - mit deutlich geringerer Erwartungshaltung - den umgekehrten Trend und seine Vorzüge kommen in den Playoffs zur Geltung.

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3. TOM BRADY (Tampa Bay Buccaneers)

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Lasset die Spiele beginnen! Hand aufs Herz: Gibt es jemanden, der nicht neugierig ist, was der erfolgreichste Quarterback aller Zeiten mit den Tampa Bay Bucceneers in den Playoffs erreichen kann? Je weiter das Team aus Florida unter der Anleitung des 43-Jährigen kommt, desto mehr Salz in die Patriots-Wunden. Man kann über Bradys Leistungen in "Tompa" diskutieren, mehr als seine 40 TD-Pässe hat in dieser Saison jedoch nur Aaron Rodgers (48) geworfen. Auch die Abstimmung mit der gnadenlos überbesetzten Passempfängerriege schien zuletzt deutlich besser zu werden. Die Bucs bleiben zwar eine Wundertüte, dennoch befinden wir uns in Bradys Lieblings-Jahreszeit.

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2. PATRICK MAHOMES (Kansas City Chiefs)

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Man muss eine außergewöhnliche Saison spielen und einen außergewöhnlichen Lebenslauf vorweisen können, damit Patrick Mahomes - amtierender Super-Bowl-Champion - hier nicht an Nummer eins geführt wird. Wer behauptet, dass der 25-Jährige der beste Quarterback der Liga ist, liegt zumindest nicht ganz falsch. Phasenweise wirkte er 2020 sogar ein wenig unterfordert - vielleicht schlichen sich deshalb im Saison-Finish ein paar Konzentrationsfehler ein. Egal wie: Wer Champion werden will, muss am Titelverteidiger rund um diesen genialen Spielmacher vorbei.

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1. AARON RODGERS (Green Bay Packers)

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Wer Mahomes vorne sieht, liegt nicht falsch. Alles gut. Aber irgendwie stellte Rodgers alle in den Schatten. Seine Saison fühlte sich irgendwie wie die Würdigung der eigenen Lebensleistung an - und die war bekanntlich schon vor 2020 nicht ganz so schlecht. Mit 121,5 lieferte der designierte MVP das zweitbeste QB-Rating seiner beeindruckenden Laufbahn ab, 48 TD-Pässe sind Karriere-Bestwert - und all das, obwohl es die Packers verabsäumt haben, einen würdigen Zweier-Receiver zu draften und stattdessen den Einser-Pick für einen Rodgers-Konkurreten verschwendeten. Der 37-Jährige läuft seinem zweiten Super-Bowl-Triumph schon lange hinterher. Spielt er weiter in diesem Flow, könnte es endlich so weit sein.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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