User Endzone: Aber hallo, NFC East!

User Endzone: Aber hallo, NFC East! Foto: © getty
 

Da sind wir wieder!

Auch nach Week 13 in der NFL gibt es viel zu besprechen. Gut also, dass es ab dieser Saison die "User Endzone" gibt - das NFL-Format von EUCH für EUCH.

Zwei User geben in verschiedenen Kategorien ihre Expertisen, Meinungen und Ansichten zum besten.

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und gerne auch Anregungen, schließlich will auch dieses Format weiterentwickelt werden.

Die Hosts in Week 13: "Snoob" und "MatB".

USER MATB:

Wir schreiben bereits Week 13 der diesjährigen NFL-Saison. Die Saison kommt in die heiße Phase - ein Sieg oder eine Niederlage können über die Playoffs oder das Saison-Aus entscheiden.

Genau so war es auch diese Woche - viele spannende, knappe Spiele, teils bis zum Schluss mit teils hohen Punkten. Wer aber dachte, es kann nicht mehr überrascht werden, jeder kennt jeden schon, der wurde diese Woche eines Besseren belehrt.

Was diese Woche schrieb, wollen wir euch wie schon die 12 Wochen davor wieder berichten. Bei den vielen Stories dieser Woche natürlich nicht vollständig, aber genau dafür seid ihr da und die Kommentarfunktion, wir freuen uns schon auf viel Diskussion und viel Input eurerseits. Aber genug jetzt dem Geplänkel, jetzt wird’s ernst.

New York Jets (0-12) vs. Las Vegas Raiders (7-5) 28:31

Für viele scheint es eine Überraschung zu sein, dass dieses Spiel ausgewählt wurde. Bedenkt man doch, welche super Spiele es in dieser Woche gab (Browns at Texas, Lions at Bears, oder auch Rams at Cards). Für mich war in diesem Spiel wesentlich mehr Spannung drinnen und auch alles was Football ausmacht.

Die bis dahin sieglosen Jets empfingen den in den letzten Wochen etwas strauchelnden Favoriten für dieses Spiel, die Las Vegas Raiders. Das Spiel brachte Dramatik pur an diesem Sonntagnachmittag in New Jersey.

Die Jets starteten mit Sam Darnold als Starting-QB überfallsartig. Nach zwölf Spielzügen war die touchdownlose Zeit von ihm vorbei, war es doch der erste Touchdown seit Spieltag 3. Auch die Defense war stark, holten sie doch den Ball mit einer Interception postwendend zurück. Die Raiders setzten ihre Abwärtsspirale der letzten Spiele fort und wussten das ganze Spiel über nicht zu überzeugen.

Nach dem kurzen Ausgleich und einem weiteren Touchdown stand es zum Ende des ersten Quarters 13:7 für die Jets. Aber die Jets sind nun mal die Jets, und so zeigten sie sich auch in Quarter 2. Viele Fehler, darunter zwei Fumbles und eine Interception, und schon stand es zur Pause 17:13 für die Raiders, die nicht wussten warum.

In Hälfte 2 starteten die Raiders gleich wieder mit einem Touchdown und jeder dachte, die Jets verlieren ihr nächstes Spiel, doch diese alle - ich gebe zu: einschließlich meiner Person - haben nicht mit den Jets und Sam Darnold gerechnet, die im 4. Viertel fighteten und mit zwei Touchdowns die Führung zurückholten.

Die Raiders, angeführt von Derek Carr, hatten noch 5:34 Minuten Zeit, das Ergebnis richtig zu stellen. Es war auch fast soweit, doch der Touchdown von Renfrow wurde aufgrund einer Strafe zurückgenommen. Die Defense der Jets hielt stand, und nicht nur Doug in Queens freuten sich schon über den ersten Sieg der Jets in der heurigen Saison - waren doch nur mehr 1:37 Minuten zu spielen.

Ein First Down und die Messe schien gelesen. Doch dieses First Down wurde nicht geschafft. Die Raiders bekamen das Ei an der eigenen 39. Der Star des Spiels, TE Darren Waller, fing den Ball für 15 Yards und die Zeit lief den Raiders davon. Die Dramatik sollte ihren Höhepunkt erhalten, als Derek Carr 13 Sekunden vor Ende zu einem weiten Pass auf Rookie-WR Henry Ruggs ansetzte, der vernaschte den undrafted Rookie-CB Lamar Jackson.

Die Jets riskierten zu viel, blitzten von allen Seiten, die Conerbacks standen 1-gegen-1 und kein Safety tief. Mit Ruggs' Speed konnte Jackson nicht mithalten - und die Jets verloren auch ihr Spiel 12.

In den sozialen Medien ging es gleich nach dem Spiel heiß her: Haben die Jets absichtlich verloren, um den Einser-Pick im nächsten Draft sicher zu bekommen? Ich sage Nein. Keiner mag eine "unperfect Season". Wenn man den Sieg schon so auf dem Silbertablett bekommt, muss man normalerweise auch zugreifen.

Dieses Spiel hat Nachwirkungen, für Jets-Defensive-Coordinator Gregg Williams war dieser angesagte Spielzug der letzte für die Gang Green, er wurde am Montag entlassen.

Mein Star des Spiels:
TE Darren Waller 13 Rec., 200 Yards, 2 TDs

New York Giants (5-7 - 17:12-Sieg bei den Seattle Seahawks)

Hier könnte oder sollte auch das Washington Football Team stehen, doch der Sieg gegen die Steelers wurde von vielen Experten mehr oder weniger vorausgesagt. Daher entscheide ich mit für die Giants, über die ich vor einigen Wochen bereits schrieb, dass sie für mich die Favoriten auf den Sieg der Loser-Divison NFC East sind.

Nach einem schwachen Start haben sie für mich einen starken Eindruck gemacht, auch ohne Saquon Barkley. Als sich vorige Woche noch QB Daniel Jones verletzte, rechnete ich aber nicht mehr damit, schon gar nicht mit einem Sieg bei den Seattle Seahawks. Ich möchte hier auch nicht zu sehr auf die Verlierer aus Seattle eingehen, das macht mein Kompagnon "Snoob" (er hat scheinbar ein Faible für Verlierer ;-) ).

Für mich haben die Giants das Game gewonnen. Vor allem mit ihrer Defense, die sehr viel Druck auf QB Wilson auslöste und dabei auf die Coverage gegen Lockett und Metcalf auch nicht vergessen hat. So stand es nach einem Field Goal zu Beginn und einem Safety eher am Ende der Halbzeit 5:0 für die Hawks.

Die Offense der Giants war eigentlich nicht vorhanden. Doch im 2. Abschnitt war es umgekehrt. Bis auf RB Chris Carson, der wieder zurück von seiner Verletzung ist, konnten die Seahawks nichts mehr zeigen, zu stark war die Defense der Giants – ihre Stats: eine Interception, drei Forced Fumbles und fünf Sacks.

Das Running Game war auch wesentlich besser und Alfred Morris zeigte mit 2 TDs (einer rushing, einer receiving) auf. Neben der Defense war RB Wayne Gallmann die Stütze des Sieges – abermals eine starke Vorstellung von ihm. Ich habe das Gefühl, der wird von Woche zu Woche stärker. Wer redet da noch von Barkley?

Star of the Giants:
Wayne Gallmann, 16 Attemps, 135 Yards & Defense

Josh Allen (QB – Buffalo Bills – 32/40, 375 YDS, 4 TDs/0 INTs)

Dass diese Buchstaben über meine "Hände" kommen, dürfte für viele Überraschend kommen - wie viele Bills-Fans war ich von Allen nicht überzeugt, und teilweise bin ich es immer noch nicht.

Zu Beginn der Saison, als alle von ihm schwärmten, trat ich auf die Bremse. Zu viele Fehler sind in seinem Spiel, er sieht oft die freien Receiver nicht und die langen Pässe sind immer wieder mal ungenau.

Daher war ich auch für dieses Spiel etwas skeptisch, es war nicht viel im ersten Quarter. Die 49ers führten 7:0. Dann war ARod - aha Entschuldigung - Josh-Allen-Time. Wie komme ich hier bloß auf ARod?

Ganz einfach: Jeder, der das Spiel gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Ich sah in Allen sehr viel Aaron Rodgers. Diese Abgeklärtheit, wie er das Spiel an sich riss und die Bills zu diesem Sieg führte, erinnerte sehr stark an den Packers-QB. Ich konnte keine wirklichen Fehler in seinem Spiel erkennen, in seinen Stats lesen sich zwar zwei Fumbles, doch der verlorene war Zack Moss' Schuld und nicht seine.

Am Ende des Spiels waren es 32 Completions bei 40 Versuchen mit 375 Yards und 4 Touchdowns. Ein Quarterback-Rating von 139,1.
Mit einem solchen Josh Allen könnte es heuer in den Playoffs weit gehen.

Kyler Murray und die Arizona Cardinals (28:38 gegen LA Rams)

Ich hoffe, "mundafinga" schreibt mich jetzt nicht zur Fahndung aus. Zuerst übernehme ich diese Woche für ihn und dann schreibe ich "seine" Cards als Loser of the Week aus – nein, nicht Loser of the Week, für mich Loser of the last three Weeks.

Nach der etwas glücklichen Hail Mary gegen die Bills und einer 6-3-Bilanz waren sie Division Leader der starken NFC West. 3 Spieltage und ebenso viele Niederlagen später ist man bei 6-6 angekommen. Die Niederlagen passierten noch dazu teils gegen direkte Divisions-Rivalen.

Ins Spiel der Cardinals schleichen sich im Moment einfach zu viele Fehler ein. Das frühe 7-0 von TE Arnold nach Pass von Kyler Murray war die einzige Führung der Cardinals. Die Rams waren die restliche Partie immer in Führung, wenn auch teilweise knapp, so war es im 3. und 4. Quarter mal kurz ein 3-Point-Game. Wenn man an das missed Field Goal von Quarter 2 denkt, wäre es ausgeglichen gewesen.

Doch dann kamen die schlechten Momente von Kyler Murray. Nach dem TD durch RB Henderson fumbelte Murray den Ball. Die Rams eroberten ihn. Doch die Rams verschossen ihr Field Goal, eine neue Chance für Kyler. Drei Spielzüge später war es ein Touchdown durch ihn, doch auf der falschen Seite. Troy Hill fing den Pass von Kyler Murray, leider für "mundafinga" hatte er die falschen Farben an und so war der Pick-6 geschehen und das Spiel gelaufen.

Solche Fehler wiederholen sich Woche für Woche. War es gegen die Hawks noch Sweezy mit dem Holding und dem daraus folgenden Safety, vorige Woche dann wieder mal ein missed Field Goal von Zane Gonzalez. Bei einer Quote von 72,23 Prozent dürfte es seine letzte Saison bei den Birds sein. Auch das Zusammenspiel zwischen Murray und Hopkins ist noch mangelhaft, bei all diesen Niederlagen hatte Hopkins nicht mehr als 55 Yards. Zu wenig für einen solchen Ausnahmereceiver.


USER SNOOB:

Cleveland Browns (9-3) vs. Tennessee Titans (8-4) 41:35

Dass ich bereits das zweite Mal die Browns in der Kategorie Game of the Week wähle, hätte ich am Anfang der Saison bestimmt nicht gedacht. Doch diese Leistung, wie auch das gesamte Spiel, sollte gewürdigt werden.

Dass dies ein gutes Spiel werden sollte, war im Vorhinein klar. Immerhin trafen zwei Teams aufeinander, die eine gute Saison spielen und beide bei 8-3 standen. Dass das Spiel allerdings so einseitig verlief, vor allem in der ersten Halbzeit, damit hat man nicht rechnen können.

Besonders Baker Mayfield erwischte einen sehr guten Tag. Dies ersichtlich machen seine 334 Passing Yards samt vier Touchdowns. Auf der anderen Seite kam Derrick Henry nie wirklich ins Laufen und musste seinen ersten Lost Fumble seit über einem Jahr hinnehmen. Generell hatten die Titans Probleme mit der Ball Security, das Ergebnis sind drei Fumbles, wovon zwei verloren wurden.

Das Spiel an sich wurde bereits in der ersten Halbzeit entschieden, in der die Browns in jedem ihrer Drives punkten konnten. Sechs Drives konnten in ein FG und fünf TDs umgewandelt werden. Eine beeindruckende Leistung. Auf der Gegenseite schafften es die Titans nur bei einem Drive anzuschreiben. Die restlichen Drives endeten in zwei Punts und drei Turnovers (zwei Fumbles und 1ein Turnover on Downs).

In der zweiten Hälfte hatte man das Gefühl, die Browns versuchen nur noch das Ergebnis zu verwalten, weswegen der Score auch nicht die Deutlichkeit dieses Sieges der Browns widerspiegelt. Die zwei letzten Touchdowns der Titans fielen in der sogenannten Garbage Time, also kurz vor Ende des Spiels, und zwar ohne den Ausgang dessen zu verändern.

Während die Titans viel Licht und Schatten in den letzten Wochen geboten haben, sind die Browns auf dem besten Weg in die Playoffs, und das mit größtenteils überzeugendem Football. Aktuell führen sie die Wild-Card-Ränge mit neun Siegen bei drei Niederlagen an.

New England Patriots (6-6 - 45:0-Sieg bei den Los Angeles Chargers)

Diesen Sieg der Patriots gegen inferiore Chargers kann man unter die Kategorie "Domination" einordnen. Es war der überzeugendste Sieg der Pats in dieser schweren Saison. Und ein sehr wichtiger Sieg um im Playoff-Rennen zu bleiben, da sämtliche direkte Konkurrenten an diesem Spieltag siegreich waren.

Eigentlich kann man an diesem Sieg der Pats nichts Negatives finden. Auch die Tatsache, dass Newton am Ende des Spiels nur 69 Passing Yards hatte, trübt das Bild nicht. Dafür war das Run Game zu dominant und auch die Defense und Special Teams hatten einen sehr guten Tag erwischt.

Zum achten Mal in dieser Saison konnten die Pats mehr als 100 Yards Laufspiel verzeichnen und haben wieder gezeigt, dass sie über ein sehr gutes verfügen. Doch in diesem Spiel war es die Defense und die Special Teams, die noch mehr glänzten.

Die Verteidigung ließ Rookie-QB Herbert keine Luft zum Atmen und sorgte somit dafür, dass der junge Spielmacher zum ersten Mal in dieser Saison keinen TD verzeichnen konnte. Am Ende wurden es nur 26 Pässe für magere 209 Yards und zwei Interceptions für Herbert. Auch das Rungame der Chargers wurde komplett aus dem Spiel genommen. Der wieder gesunde Austin Ekeler kam auf gerade einmal 36 Yards Raumgewinn. Die Receiver rund um Keenan Allen konnten auch sehr gut im Schach gehalten werden.

Die Special Teams verdienen allerdings in diesem Spiel das größte Lob. Zuerst war es Gunner Olszewski mit einem Punt-Return-Touchdown über 70 Yards, der für Aufsehen sorgte. Später sollte er noch einen weiteren 61 Yard Punt Return hinlegen. Insgesamt haben ihm nur ein paar Yards Punt Return gefehlt, um den Patriots-Franchise-Rekord zu brechen.

Danach war es ein geblockter Punt von Cody Davis, den McCourty in die Endzone bringen konnte, der den Patriots einen komfortablen Vorsprung verschaffen und die erste Halbzeit beendet hat. Von dem Zeitpunkt an hatte man nie das Gefühl, dass das Spiel noch kippen könnte.

Am Ende des Spiels konnte auch noch Backup-QB Jarrett Stidham Erfahrung sammeln und einen sehenswerten TD auf den "Player of the Game" Olszewski werfen.

Darren Waller (TE - Las Vegas Raiders - 13 Catches, 200 YDS, 2 TDs)

Das war wieder ein Spieltag, in dem beide Elite-TE (Kelce, Waller) groß aufzeigen konnten. Ich habe mich hier für Waller entschieden, der mit seinem Career Day einen großen Anteil daran hatte, dass die Jets immer noch das einzige Team ohne Sieg in der NFL sind.

Und während man einen ganzen Artikel darüber schreiben könnte, was die Jets alles unternehmen, um vor den Jaguars im NFL Draft Race zu bleiben (gleich zwei Holding Penalties im vorletzten Raiders-Drive, einer bei einem vierten Versuch?!), will ich hier auf Waller eingehen.

Die Stats alleine sprechen bereits eine deutliche Sprache: Nachdem Jacobs den Raiders verletzungsbedingt fehlte, war der Gameplan offensichtlich auf den anderen Skill-Position-Star der Raiders ausgelegt. Und dieser konnte in der ersten Halbzeit gegen die Pass-D der Jets machen, was er wollte. Wie gut die Leistung in der ersten Halbzeit war, zeigt auch der Umstand, dass es nur zwei TE in den letzten 30 Jahren gab, die in der ersten Spielhälfte mehr als 8 Receptions, bei 120+ Yards und 2 Touchdowns hatten. Der andere TE, dem dies gelang, ist Hall of Famer Shannon Sharpe. Diesem gelang so ein Spiel 2002 gegen die Chiefs.

Nachdem es in der letzten Woche nicht gut lief für Waller und die Raiders, war die Leistung in dieser Woche umso wichtiger. Und wenn man bedenkt, welche Story hinter dem Namen D. Waller steht (mehrmaliger PED Missbrauch, Reha…) ist es umso erstaunlicher, was für ein Elite-TE er bei den Raiders geworden ist.

Stellvertretend für seine Leistung, dieser Touchdown im Video-Highlight:

Seattle Seahawks (8-4 - 12:17 gegen New York Giants)

Nach diesem Spiel bleibt nur eine Frage: Was bitte sehr haben die Hawks in diesem Spiel gemacht? Als klarer Favorit in das Spiel gegangen, musste man sich am Ende doch sehr überraschend den Giants geschlagen geben. Doch das waren nicht starke oder gut spielende Giants, nein.

Daniel Jones ist verletzt, für ihn sprang Colt McCoy ein. Star-RB Barkley ist seit Week 2 out, als Lead Back fungierte Wayne Gallman und ein gewisser Alfred Morris, der seit 2018 keinen TD mehr gescort hat, assistierte. In diesem Spiel gelangen ihm gleich zwei. Man könnte nun davon ausgehen, dass die Seahawks wegen der Defense das Spiel verloren haben. Aber weit gefehlt.

Die Defense hat im Gegenteil sogar gut gespielt, bis zur Halbzeit hatten die Giants keinen einzigen Punkt. Die Drives der Giants verliefen Punt, Interception, Punt, Punt und Safety. Und so stand es zur Halbzeit 5:0 für die Hawks. Ja, richtig gelesen, die Seahawks hatten zur Halbzeit gerade einmal fünf Punkte, davon zwei durch ein Safety. Die Mannschaft, die in der Saison die drittmeisten TDs erzielen konnte, hat in den ersten 30 Minuten keine wirkliche Offense zusammengebracht. Zu gut war die Giants-Abwehr (sehr unterschätzt in diesem Jahr), wogegen auch Wilson kein Rezept hatte.

Und genau da ist der Grund zu finden, wieso Seattle diese unnötige Niederlage hinnehmen musste. Die Offense rund um Wilson, DKM, Lockett und Carson kam nie richtig in Fahrt. Zwei Drives, die mit Punkten endeten, standen am Ende fünf Drives, in denen entweder gepuntet werden musste oder die mit einem Turnover endeten (1x Fumble, 1x Int, 2x Turnover on Downs), gegenüber. Wilson kam, für seine Verhältnisse, auf magere 263 Yards Passing mit einem TD und einer INT. Das Laufspiel war mit etwas mehr als 110 Yards auch nicht in der Lage, das Spiel zu entscheiden.

Man muss sich als Hawks Fan nicht um eine Teilnahme an den Playoffs sorgen, aber diese unnötige Niederlage könnte Folgen bei der Platzierung für die PO haben. Man hat den ersten Platz in der NFC West an die LA Rams verloren und fiel vom dritten auf den fünften Seed im Playoff Picture. So gesehen sind die Seattle Seahawks die Verlierer der Woche.

Super-Bowl-Prediction:

Pittsburgh Steelers vs. Green Bay Packers


PETER ALTMANN:

SENF DER WOCHE:

1.) Zuerst Ehre, wem Ehre gebührt. Sie wollten die Art und Weise, wie wir die NFL konsumieren, für immer verändern. Das ist der "NFL Red Zone" definitiv gelungen. Am Sonntag feierten die Kollegen ihre 200. Episode. Herzliche Gratulation dazu! Für mich ist und bleibt es das beste Produkt, welches es am Sport-Bewegtbild-Markt gibt und hoffentlich auch eine Garantie dafür, dass der Spieltag auch in Zukunft nicht zu sehr in Einzelspiele aufgeteilt wird ;-) (die aktuelle Situation ermöglicht der NFL ja einige ungeplante Experimente an ungewohnten Wochentagen, die sie ja rein theoretisch auf Ideen bringen könnten...)

2.) Dass Gregg Williams bei den New York Jets Geschichte ist, ist nach diesem völlig irrsinnigen Playcall nachvollziehbar, und ehrlich gesagt hoffe ich, dass der gute Herr nicht mehr so schnell einen Job in der NFL findet. Ich halte ihn für ebenso überschätzt wie unsympatisch. Und irgendwie isses auch ein Karriere-Tiefpunkt, wenn man sich von Adam Gase feuern lassen muss...

An Verschwörungstheorien, dass die Jets absichtlich verloren haben, beteilige ich mich im konkreten Fall nicht. Erstens hätte ja auch mit den Jacksonville Jaguars der Konkurrent um den Einser-Pick zeitgleich komischerweise beinahe für eine Sensation gesorgt, zweitens hätte man eine gewollte Niederlage subtiler herbeiführen können. Ich denke, wenigstens den einen Sieg hätten sie schon ganz gern in New York. Kriegt man am Ende tatsächlich QB-Jungstar Trevor Lawrence, wird es aber dennoch eine smarte Niederlage gewesen sein...

3.) Eieieieieieieieieieiei - fast habe ich ein schlechtes Gewissen, die Umfrage der vergangenen Woche aufzulösen. Ihr erinnert euch - schlechtestes Team der NFC East und so.

Dass die Giants in Seattle gewinnen, ist ungefähr so, wie wenn die Admira die "Bullen" aus Salzburg schlagen würde... Meine Vorredner haben diese Partie völlig zurecht entsprechend gewürdigt. Dass mein sentimentaler NFC-East-Favorit Washington Football Team am Montag nachlegt und auswärts den Pittsburgh Steelers die erste Saison-Pleite zufügt, ist mehr als ein Ausrufezeichen.

Ich drücke Washington wegen Alex Smith und Ron Rivera in diesem Playoff-Rennen die Daumen, aber mit Terry McLaurin, Antonio Gibson und vor allem Chase Young hat man auf beiden Seiten des Balls aufregende Talente gefunden, um die herum man bauen kann. Dass die Wahl des richtigen Quarterbacks entscheidend sein wird, versteht sich in der heutigen NFL von selbst. Dwayne Haskins ging bisher bekanntlich nicht auf. Findet man im Draft nichts, wird das Football Team aber bestimmt interessant für den einen oder anderen Free Agent sein. Zur Not eben ein Übergangs-Jahr mit Cam Newton, der kennt Rivera ja flüchtig ;-)

Und aja, das ist das Ergebnis der User-Endzone-Jury mit dem Wissensstand der vergangenen Woche: Für 47 Prozent sind die Dallas Cowboys das schlechteste Team der NFC East, gefolgt von den Philadelphia Eagles (31 Prozent), New York Giants (16 Prozent) und Washington (7 Prozent).

Eine Einschätzung, der man fraglos folgen kann, wobei Dallas ja erst noch antritt...

4.) Dass die Wide-Receiver-Klasse des Jahres 2020 etwas Spezielles sein würde, wusste man schon vor dem Draft. Woche für Woche gelingt es nun auch diversen Jung-Receivern, auf sich aufmerksam zu machen.

Sicher, die eine oder andere Kinder-Krankheit gibt es - seien es Verletzungen, wechselhafte Leistungen der zuständigen Quarterbacks oder schlichtweg (noch) wenig konstante Performances - schließlich sind und bleiben es Rookies. Trotzdem würde ich davon ausgehen, dass diese WR-Klasse weiter von sich reden macht, wenn ihre Mitglieder erst einmal ausgereift sind.

Mich würde interessieren, wer euch am meisten taugt. Ich habe mich entschieden, jeden in den ersten zwei Runden gewählten Receiver zur Abstimmung freizugeben, um zu zeigen, wie tief dieser Jahrgang ist - ich halte "Nummer 13" Denzel Mims beispielsweise noch für komplett unterschätzt, da er zuerst verletzt war und dann ein Opfer dieser inferioren Jets wurde. Aber gut, nächstes Jahr kriegt er einen guten QB und hoffentlich einen fähigen Head Coach.

Und ja, auch in den späteren Runden wurden Receiver gewählt, die schon aufgezeigt haben. Aber es ist auch so schon ein "Mega-Trend".

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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