TT: Die großen Loser der NFL-Saison

Aufmacherbild
 

Und da sind wir auch schon wieder!

Die NFL-Ergebnisse sind euch allen freilich bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 13 der Saison 2017:

Können die Philadelphia Eagles noch verlieren? Yes, they can. Hut ab vor den Seattle Seahawks, die das NFL-Team der Stunde nach neun Siegen zurück auf den Boden gebracht haben. Allen voran hat Russell Wilson einmal mehr bewiesen, wie er sein Team tragen und auch in solchen Duellen die Oberhand behalten kann. Vielleicht reicht es am Ende für die Seahawks doch noch für den Divison-Sieg? Denn die Rams bekommen es nun selbst mit den Eagles zu tun und müssen dann nach Seattle und Tennessee. Dieser Sieg könnte für die Seahawks am Ende noch ganz viel wert sein.

 

Was für eine verlorene Saison für die New York Giants und es kam nun auch gar nicht mehr überraschend, dass die Verantwortlichen die Reißleine noch in selbiger gezogen und Head Coach Ben McAdoo sowie General Manager Jerry Reese entlassen haben. Wer mit Playoff-Hoffnungen in die neue Spielzeit geht und bei 2-10 hält, wird sich über diesen Schritt nicht sonderlich wundern müssen, vor allem nach der Entscheidung der beiden Herren, Eli Manning nach 210 Spielen in Folge zu benchen und Geno Smith das Zepter zu überlassen. Ja, genau, diesem Geno Smith. Big Blue wurde Big Boo!

Vor den Augen von Kollegen Altmann, sofern er nicht gerade eine WC-Pause eingelegt hat, was stark zu bezweifeln ist, wurde eindrucksvoll belegt, was Tarik Cohen für ein beeindruckender Returner ist. Offiziell war es ein 61-Yards-Return, wir würden sagen, zumindest 80. G-E-I-L!

Was ist denn da bitte in Rob Gronkowski gefahren? Ja, natürlich hätte es hier Pass Interference geben müssen, aber den Kopf von Tre'Davious White in den Boden zu rammen, geht schlichtweg nicht. Und das bei einem Stand von 23:3 für die Patriots bei den Bills, viereinhalb Minuten vor Schluss. Das haben die Patriots doch gar nicht nicht nötig. White muss sich sogar dem Concussion-Protokoll unterziehen. Die NFL hat reagiert und eine Sperre von einem Spiel bekanntgegeben. Zu wenig? Darüber solte jeder selbst urteilen (siehe unten), Gronk ist gegen Pittsburgh (!) wieder da...

UND Bonus-Track bei Oh Boy: Marcus Peters entehrt die Flagge!

 

Welcome back, Josh Gordon! Nach fast drei Jahren und diversen Sperren ist der Receiver am Sonntag wieder am Feld gestanden - und hat gleich wie in besseren Zeiten performt. Für alle, die es nicht mehr am Schirm haben: Gordon hat 2013 die meisten Yards der gesamten Saison zu Buche stehen gehabt. Der weiß schon, wie man einen Ball fängt. Das zeigte er auch bei der Niederlage der Browns bei den Chargers. Nicht weniger als elf Mal suchte ihn DeShone Kizer, vier Mal fing Gordon das Leder und das für 85 Yards. Tolles Comeback der früheren Skandal-Nudel!


 So, seit heute Vormittag wieder zurück im Lande - was für ein Sauwetter in Wien, haha! Am Sonntag bin ich noch wie angekündigt bei Chicago Bears gegen San Francisco 49ers im Soldier Field gesessen und solche Witterungsbedingungen hätte ich zu dieser Jahreszeit eher dort erwartet, aber nein: Stattdessen ein traumhafter, sonniger Herbsttag - und nein, das ist keine Beschwerde, im Gegenteil, hehe. Vielen Dank für das nette Feedback zu meinen Reiseberichten in der vergangenen Woche. Es freut mich, wenn ich Lust auf einen Trip über den Teich geweckt habe - da kann ich nur sagen: Auf geht's - Regular-Season-Spiele der NFL sind einfach toll (und auch abseits davon kann man sich in den USA beschäftigen *grins)! Das einzige, was dann natürlich nicht geht, ist die übrigen Spiele wie gewohnt live mitzuverfolgen, deswegen werde ich erst nächste Woche wieder im normalen Modus agieren und mich diesmal wieder auf "mein" Spiel plus die Causa prima (Eli) konzentrieren. Ich hoffe, ihr habt Verständnis - bei Kollegen Kastler seid ihr wie gewohnt ohnehin in den besten Händen, was das übrige Geschehen betrifft!

Peter Altmann im Soldier Field

Ich stehe natürlich auch vor der Herausforderung, "muehli17" nicht den kompletten Inhalt seines zu erwartetenden 49ers-Berichts vorwegzunehmen - über so viele Siege konnte er uns ja auch noch nicht berichten, hehe. Aber ein paar Überschneidungen wird es wohl geben. Es war jedenfalls cool, den ersten Start von Jimmy Garoppolo für San Francisco vor Ort zu erleben. Ein Spiel ist natürlich viel, viel, viel zu früh, um hier ein seriöses Urteil zu fällen, aber aller Anfang war gar nicht mal so schwer, sondern hoffnungsvoll. Man muss folgendes bedenken: Wenn man als QB im Saisonverlauf zu einem neuen Team stößt, fällt die Einübungszeit in der Vorbereitung komplett weg - vor allem gibt es einfacher zu erlernende Systeme als jenes von Kyle Shanahan. Das Synchronisieren der Gedanken und Handlungen mit den Mitspielern braucht normal auch seine Zeit. Insofern ist es mehr als erwähnenswert, dass jeder einzelne Pass in Richtung von Marquise Goodwin (8) und Trent Taylor (6) gefangen wurde. Die Frage bei Spielmachern ist oft: Macht ein QB seine Anspielstationen besser oder muss man einen QB mit guten Anspielstationen ausstatten? Bislang hätte ich gesagt, dass die Passempfängerriege der Niners stark verbesserungswürdig ist. Dabei bleibe ich auch nach diesem Spiel, wobei "Jimmy G" gezeigt hat, dass man gerade mit diesem Duo arbeiten kann. Noch ein klassischer Einser-Receiver dazu und man hätte etwas vorzuweisen. So gut San Francisco den Ball bewegte, so offenkundig wurden die Probleme, wenn man in die Red Zone kam - hier fehlt einfach der aufgelegte Go-to-Guy. Auch deshalb wurde der große Tag des Robbie Gould ermöglicht. An alter Wirkungsstätte fünf Field Goals zu verwandeln und somit alle 49ers-Punkte zu erzielen, schmeckt natürlich extrem süß. Die eigentliche Überlegenheit der Kaliformier kam durch den Score von 15:14 gar nicht so richtig zur Geltung: 38:47 Minuten im Ballbesitz, 23:8 First Downs, 388:147 Yards - eher unnötig, dass man bis zur letzten Sekunde um den Sieg zittern musste. Aber wer sich das Leben durch viele Strafen schwer macht und einen derart atemberaubenden (aber leicht vermeidbaren) Punt-Return-TD durch Tarik Cohen (nein, ich habe keine WC-Pause eingelegt, hahaha - siehe oben) kassiert, braucht sich nicht zu wundern. Aber alles in allem: Darauf lässt sich aufbauen.

Maßlos enttäuscht bin ich indessen von den Bears. Nachdem sie schon eine Woche zuvor vor meinen Augen in Philadelphia versagt haben, war das wieder nix. Gar nix eigentlich. Okay, sie haben gezeigt, dass man auch mit einem goldenen Special-Teams-Play und einem lichten Offense-Moment beinahe gewinnen kann, aber gegen einen Kontrahenten von eher bescheidender Qualität im Angriff ansonsten gar nichts auf die Reihe zu bringen, ist eher besorgniserregend. Mitch Trubisky, der durch den Draft-Day-Trade für immer irgendwie mit San Francisco verbunden werden wird, ist ein Spielmacher mit außerordentlich wenig Erfahrung. Man muss ihm selbstverständlich Zeit zum Lernen geben. Ich frage mich nur, wann der Moment kommen wird, an dem man mehr verlangt. Ich denke, spätestens im zweiten Jahr wird er andeuten müssen, dass er die richtige Wahl war. So wie etwa auch Jared Goff die Kurve gekratzt hat.

Über das Spiel der Bears gibt es ansonsten wenig zu berichten, also können wir uns dem Drumherum widmen. Gut, die Stimmung im Stadion war eher endenwollend gut, aber bei einem Duell zweier Loser-Franchises habe ich mir auch nicht sonderlich viel Energie von den Rängen erwartet. Das Soldier Field ist mir dennoch ans Herz gewachsen. Die Lage in Zentrums-Nähe und am Lake Michigan ist geradezu optimal. Die Verbindung aus altem Stadion und moderner Arena hat etwas ganz Spezielles - das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir hat es getaugt. Gerade in den USA ist es keine Selbstverständlichkeit, eine 1924 erbaute Arena gelungen in die Gegenwart zu bringen. Also falls jemand Bock hat, sich ein NFL-Spiel vor Ort zu geben, empfehle ich Chicago definitiv - auch, weil die Stadt einiges zu bieten hat. Es war mein erster Besuch in Chicago und ich nehme an, nicht mein letzter - das ist wirklich eine Topstadt, die ich mir irgendwann noch einmal genauer anschauen muss. Am Freitagabend angereist, gleich ein Bulls-Spiel angeschaut, Samstag Sightseeing pur und Sonntag das Match - und das alles bei herrlichem Wetter, ich bin nicht unzufrieden mit meinem Wochenende in der "Windy City", in der erst am Abreisetag am Montag mal so etwas wie Wind aufkam, da dafür dann ordentlich, haha.

Und wenn wir schon beim Thema Tourismus sind, und wir hier ja eine Gemeinschaft an NFL-Nerds darstellen, kommt gleich eine weitere unverbindliche "Produktempfehlung" - nämlich Canton, Ohio. Nach dem Spiel in Baltimore ging es letzte Woche via Pittsburgh (auch von dieser Stadt bin ich sehr angetan) an diese Kultstätte, in der sich die Pro Football Hall of Fame befindet. Wenn man die Historie dieses Sports zu schätzen weiß beziehungsweise sich in Ansätzen dafür interessiert, ist es ein Muss, einmal in Canton vorbeizuschauen. Dort kann man schon mal ein, zwei oder fünf Stunden verbringen und ganz, ganz tief in die Geschichte der NFL eintauchen - auch in die Zeit vor der Super-Bowl-Ära. Ich bin nicht unglücklich, endlich einmal etwas von den Oorang Indians gehört zu heben, hehehe. Es gibt für NFL-Spieler kein größeres persönliches Ziel, als Hall of Famer zu werden - wenn man bedenkt, wie viele Akteure sich in dieser Liga tummeln, ist es auch ein extreeeeeeemst erlauchter Kreis, dem diese Ehre zuteil wird. Einmal in diesem Raum zu stehen, in dem diese Legenden gewürdigt werden, wo sie sich unbedingt verewigt wissen wollen und wie die kleinen Kinder freuen, wenn es ihnen gelingt, das hat schon was. Inzwischen bin ich auch längst alt genug, dass ich viele Hall of Famer selbst spielen sehen durfte und ich muss sagen, da werden schon Erinnerungen an fantastische Athleten wach. Mir gefällt der US-Umgang mit Sport-Heldentaten der Vergangenheit generell, diesbezüglich fehlt uns hierzulande ein wenig. Und nein, damit meine ich nicht die Verklärung von vermeintlich bedeutungsvollen Ereignissen wie "Cordoba" oder irgendwelche Rekordmeister-Diskussionen. Aber ein Ort, an dem historische sportliche Leistungen gewürdigt und eingeordnet werden, wäre keine so schlechte Idee. Apropos historisch: Am Weg nach Chicago habe ich dann noch einen kurzen Zwischenstopp in Notre Dame eingelegt. Mal abgesehen davon, dass ich Besuche von Unis mag und dieser Campus wirklich was kann, gibt es hier ja auch einen Football-Konnex. Es soll unbedeutendere Teams als die "Fighting Irish" geben.

Was für ein Scherbenhaufen! Als US-Tourist im Sightseeing-Modus sind NFL-News vielleicht nicht Prio 1, aber an den New York Giants und der Causa Eli Manning kam man in den vergangenen Tagen natürlich nicht vorbei. Zuerst zum Benchen von Eli und dem Umstand, dass erstmals in den 2000ern kein Manning an einem NFL-Wochenende ein Spiel startete: Es ist kein Geheimnis, dass ich kein ganz großer Bewunderer von Eli bin, dennoch kann ich für mich hier nur einen Schluss ziehen: Was für eine Sauerei! Und damit stehe ich offenkundig nicht alleine da. Es muss schon ein Zeiterl her sein, dass eine Personalentscheidung derart viele Leute bewegt hat. Gott und die Welt meldeten sich zu Wort - während meines Besuchs in Canton konnte ich eine Radio-Diskussion verfolgen, die mir im Gedächtnis blieb. Ein wütender Giants-Fan war als Anrufer zugeschaltet - er werde irgendwann sicher wieder ins Stadion gehen, aber vorerst hätte er für Jahre genug von den Giants, zu tief ist die Wunde dieser Respektlosigkeit. Ich denke, die Emotionen, die die Degradierung von Eli geweckt haben, sind auch sportlicher, aber mehr menschlicher Natur. Peytons kleiner Bruder steht sinnbildlich für einen Teamplayer - auch in der dunkelsten Stunde seiner Karriere verhielt er sich vorbildlich. Dazu kommt seine "Marathon-Serie" von 210 Starts in Folge. In den statistikverliebten USA ist es eine Sünde, eine derartige Karriereleistung mir nichts dir nichts ohne sinnvollen Grund zu opfern. Und hier sind wir beim Punkt: Gerade von den Giants, normalerweise eine Franchise mit Stil und Klasse, ist man anderes gewöhnt. Mit dem Gesicht der Franchise, mit dem zwei Super Bowls gewonnen wurden, MUSS man anders umgehen und darf nicht Entscheidungsträgern, die mit dem Rücken zur Wand stehen, einen Egotrip zugestehen. Ja, die NFL ist ein knallhartes Business und irgendwann steht bei jeder Legende die Frage an, ob die Zeit nicht gekommen ist. Auch jedem Team steht es frei, irgendwann eine neue Richtung einzuschlagen. Peyton M. kann in Indy ein Lied davon singen. Tom Brady hat dies ganz gut erläutert: Als 49ers-Fan habe er es gehasst, Joe Montana (Chiefs) oder Jerry Rice (Raiders, Seahawks) für andere Teams spielen zu sehen. Auch Michael Jordan (Washington) habe nicht nur für die Bulls gespielt. Da hat der Größte aller Zeiten, der zwei Super Bowls gegen Eli verlor, natürlich Recht. Aber: Das Timing war ein komplett falsches. Ich habe in den vergangenen Wochen mehrmals angedeutet, dass dies die letzte Eli-Saison bei den Giants sein dürfte, aber die Trennung hätte NACH dem Saisonende stattfinden müssen - auf stilvolle Art und Weise. Hier muss man leider mit zweierlei Maß messen: Mit Team-Legenden sollte ein anderer Umgang gepflegt werden als mit einem x-beliebigen Routinier, den man aus dem Verkehr zieht, um sich potenzielle Alternativen unter Wettkampfbedingungen anzusehen. Mit diesem Move außerdem Eli zum Sündenbock für die sportliche Talfahrt abzustempeln, halte ich für eine Gemeinheit. Noch dazu bei den Giants, die üblicherweise stets Konstanz predigen. Unter normalen Umständen würde ich aus genau diesem Grund auch die Trennung von Head Coach Ben McAdoo und GM Jerry Reese während der Saison verteufeln, aber im konkreten Fall haben die vergangenen Tage das Fass definitiv zum Überlaufen gebracht. Eigentlich hätte Owner John Mara diesen Wahnsinn schon früher stoppen müssen und nicht mitspielen dürfen. Eli wünsche ich noch das eine oder andere gute Karriere-Jahr - wo auch immer. Ich hatte ihn hier zuletzt immer mit Denver in Verbidnung gebracht, aber Jacksonville ist wegen Tom Coughlin natürlich geradezu aufgelegt - geile Defense, mit Blake Bortles jedoch ein fragwürdiger QB. Das könnte passen.

 Okay, Baltimore Ravens, ihr habt mich. Wie auch schon Kollege Altmann vergangene Woche schrieb, ihr seid zur rechten Zeit in richtiger Form. Die Lions überfährt man nicht einfach mit 44:20 im Vorbeigehen, das war für mich schon ein Statement-Sieg. Auch wenn man nächste Woche in Pittsburgh verlieren sollte, was ich nach dieser Performance aber nicht wirklich glaube, wird man sich mit 10-6 eine Wildcard schnappen. Die Defense spricht dafür, Postseason-Joe-Flacco-Mode spricht dafür, das Coaching spricht dafür und die Tatsache, dass man von den letzten fünf Spielen vier gewann und dabei die Gegner mit 91 Punkten Unterschied erledigte. Würde mich sehr freuen, wenn "4gruenp" im Detail die Lage der Ravens-Nation zum Besten gibt.

 

Wer wird MVP? Bei Russell Wilson denke ich mir immer, der ist für seine Mannschaft schon ein sehr, sehr, sehr wertvoller Spieler. Wie der sein Team trägt und trotz vieler Probleme (Strafen, Verletzungen, kaum vorhandenes Laufspiel) seine Offense bzw. Team führt, hat für mich schon MVP-Charakter. Auch wenn es wohl der 40-jährige Opa aus Massachusetts werden wird, was ob seiner bisherigen Anzahl (zwei) auch okay ist, möchte ich die Leistung von Wilson in diesem kleinen, feinen Rahmen würdigen. Denn während die Line zu selten den Pass Rush aufhalten kann, findet Wilson Wege und Möglichkeiten - und das in so einer unaufgeregten Art und Weise. Gefällt mir!

Als positiv denkender Typ halte ich meistens mehr bei den grünen Pfeilen auf, aber dieses Mal habe ich mich unten etwas verloren, deswegen hier noch in aller Kürze ein Gedanke zu Green Bay. Dieser Sieg gegen die Bucs war enorm wichtig und Pflicht, wenn man noch ein Wörtchen um die Playoffs mitreden wollte. Durch die Luft ging nicht viel, dafür ungewöhnlicherweise am Boden. In zwei Wochen kommt Aaron Rodgers zurück und wenn der auch nur eine kleine Chance auf die Playoffs hat, dann wird das Ende der Regular Season wie Weihnachten und Neujahr zusammen.

 Schade, schade, schade: Wenn man zu Hause gegen die Pittsburgh Steelers führt, sollte man versuchen, das irgendwie nach Hause zu bringen. Ist den Cincinnati Bengals nicht gelungen. Dafür war es aber auch zu früh in der Partie, die sehr hart geführt wurde und bei der man aufpassen sollte, das nicht bloß als AFC-North-Rivalry abzutun. Überhaupt ist das aktuell eine kritische Phase für die NFL, siehe auch unten. Aber zum Sportlichen: Generell muss ich sagen, dass die Bengals vergangene Woche überraschend weit oben im Hunt der AFC-Wildcards-Tickets zu finden waren und eigentlich noch immer sind. Zwar haben sie fünf Siege, aber gegen wen? Zwei Mal Browns und je einmal Colts, Broncos und - okay - Bills. Sie gehören sicher nicht zu den schlechtesten Teams dieser Saison, aber in den Playoffs haben sie heuer auch nichts verloren. Das Thema wird sich ohnehin in den nächsten Wochen erledigen, wenn nach den Bears, die Vikings, Lions und Ravens die Gegner sind. Dann muss die wichtigste Frage geklärt werden: Weiter mit Marvin Lewis? Oder ohne? Und wer wäre ein passender Nachfolger? Spannende Fragen, die es zu klären gilt.

Analog zur vergangenen Woche ("Positive Überraschungen der Saison") möchte ich nun auf Vorschlag von "nicomadi" auf die "Negativen Überraschungen der Saison" eingehen und hier mit jenem Team beginnen, das für mich maßlos enttäuscht hat. Ich habe es hier an dieser Stelle schon einmal ausgeführt, aber die Tampa Bay Buccaneers waren in dieser Saison wirklich maßlos enttäuschend. Sie hatten viele Puzzleteile zusammen, vor allem offensiv, bekamen es aber nicht auf den Platz. Dafür mache ich auch den Head Coach hauptverantwortlich, Dirk Koetter holt meiner Meinung nach nicht das Optimum raus und hat irgendwie auch nicht die Aura dafür. Weiters möchte ich Team-seitig noch die NY Giants und Denver Broncos erwähnen. Big Blue hatte ich im Playoff-Rennen gesehen, Denver ob der nominell starken Defense zumindest mit ein paar Siegen mehr. Spieler-seitig hast du Doug Martin schon erwähnt, da bin ich völlig bei dir, da muss mehr nach der Sperre kommen. Von Ameer Abdullah erwarte ich mir viel viel mehr, von Sammy Watkins eigentlich auch und Dak Prescott ist auch irgendwie im zweiten Jahr "angekommen".

  Oben stellten wir die Frage, ist ein Spiel Sperre für Rob Gronkowski zu wenig? Ich sage, ja, ja, und nochmals ja. Die zwei legendären Kollegen von PTI bringen es in unterem Video wie immer perfekt auf den Punkt. Abgesehen vom göttlichen Wortspiel "2 Chainz-Incident" punkto Talib und Crabtree beschreiben sie auch noch das Grundproblem richtig. Auf der einen Seite will die NFL alles für die Sicherheit der Spieler tun, aber dann springt der Riese auf einen Spieler, der am Boden liegt, rammt mit seinem Robo-Arm den Kopf in den Boden, dass sich dieser dem Gehirnerschütterungs-Protokoll unterziehen muss - und das ist nur ein Spiel Sperre? Aber die streitenden Kinder vor einer Woche kriegen ursprünglich zwei? Eine absolute Fehlentscheidung der NFL, die so einen fahlen Beigeschmack hat, dass es die Hälfte auch tut. Gronkoswki fehlt gegen Miami und nicht auch noch eine Woche im Gipfeltreffen der AFC bei den Pittsburgh Steelers. Come on, das ist doch ein schlechter Scherz.

 

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl LII, die am 4. Februar 2018 in Minneapolis, Minnesota, stattfinden wird.

Die Stadt hat das größte Einzelsportereignis der Welt schon einmal ausgerichtet, 1992 im Metrodome, in dieser Saison wird der finale Höhepunkt im ein Jahr alten U.S. Bank Stadium stattfinden.

Wir sind wie immer zuversichtlich, in irgendeiner Woche mit einem Pick richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Week-13-Pick:

Baltimore Ravens vs. Minnesota Vikings

Ich habe dieses Mal bis Dienstag, 12:30 Uhr gewartet - noch immer kein Pick von Kollegen Altmann. Er wird seinen Rückflug, den Jetlag und alles andere als Grund anführen, wieder nicht als Erster gepickt zu haben, aber dieses Mal hatte ich sogar unter dem Motto "Aldis First" lange gewartet. Keine Sorge, dafür nehme ich einen Außenseiter-Pick. Also wenn Baltimore diese Form konserviert, könnnen sie auch im Jänner auswärts bei New England oder Pittsburgh gewinnen. Und die Vikings sind sowieso seit Wochen am richtigen Weg. Mit Homefield-Advantage ist alles möglich.

Week

AFC-Team NFC-Team
01 New England Patriots Green Bay Packers
02 Kansas City Chiefs Seattle Seahawks
03 Kansas City Chiefs Atlanta Falcons
04 Kansas  City Chiefs Green Bay Packers
05 Kansas City Chiefs Philadelphia Eagles
06 New England Patriots Philadelphia Eagles
07 Buffalo Bills Los Angeles Rams
08 Pittsburgh Steelers Philadelphia Eagles
09 Jacksonville Jaguars Philadelphia Eagles
10 New England Patriots Los Angeles Rams
11 New England Patriots Minnesota Vikings
12 Los Angeles Chargers Philadelphia Eagles

PETER ALTMANN und sein Week-13-Pick:
 
Los Angeles Chargers vs. New Orleans Saints
 
Danke, Kollege Kastler, zu gütig, aber diese Ausreden brauche ich nicht - diese Paarung hätte ich auch um 12:31 Uhr nicht getippt. Wobei mir zugegebenerweise langsam die Varianten ausgehen. Mein Tipp der Herzen wäre nach meinem Roadtrip Philly gegen Pittsburgh, aber diese Paarung hatte mein geschätzter Kollege schon. Also warum nicht die Drew-Brees-Bowl? Hätte was!

Week

AFC-Team AFC-Team
01 New England Patriots Seattle Seahawks
02 New England Patriots Atlanta Falcons
03 Kansas City Chiefs Green Bay Packers
04 Kansas City Chiefs Detroit Lions
05 New England Patriots Carolina Panthers
06 New England Patriots Philadelphia Eagles
07 Pittsburgh Steelers Seattle Seahawks
08 Houston Texans Seattle Seahawks
09 New England Patriots New Orleans Saints
10 Pittsburgh Steelers New Orleans Saints
11 Pittsburgh Steelers Minnesota Vikings
12 Baltimore Ravens Philadelphia Eagles

In dieser Kategorie lassen sich die beiden NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 13 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 13

  • Jared Goff vs. Carson Wentz - Pick 1 2016 gegen Pick 2 2016 - ergibt 0 Touchdown-Pässe in diesem Spiel.
  • Eli Manning wirft hingegen 5 TD-Pässe zum Sieg gegen die Cowboys.
  • Marcus Peters wirft gegen die Raiders nicht nur eine Flag in das Publikum, sondern legt auch den Ref dort ab.
PETER ALTMANN über Week 13
  • Die Pittsburgh Steelers holen gegen ihre "Freunde" aus Baltimore ein 0:27 auf.
  • Tarik Cohen gelingen gegen Cincinnati drei Punt-Return-TDs, die mir in der TT-Liga aber wieder keine Punkte bringen (warum eigentlich, haha?).

Textquelle: © LAOLA1.at

FC Barcelona: Große Aufregung nach nicht gegebenem Tor

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare