Geballte Starpower auf den Rängen
Laut wird es beim ersten Regular-Season-Spiel der NBA auf deutschem Boden aber nicht nur bei Aktionen der einheimischen Spieler, sondern auch, als zwei einheimische Basketball-Legenden am Jumbotron zu sehen sind: Dirk Nowitzki und Detlef Schrempf.
Speziell als die Mavericks-Legende spricht, hört man von den Worten des ehemaligen MVPs nicht mehr viel - die Halle steht und klatscht mit gebührendem Beifall.
Die beiden ehemaligen NBA-Spieler sind jedoch nicht die einzigen Prominenten in der Halle: Neben den Ex-Star-Spielern Steve Nash, Tony Parker und Joakim Noah lässt sich auch die deutsche Fußball-Prominenz rund um Mats Hummels, Thomas Müller und Jürgen Klopp das Spektakel nicht entgehen.
Dann wird es ernst - zumindest für die 48 Minuten Nettospielzeit. Anders als beim Fußball steht beim NBA-Basketball gleichzeitig auch die Show im Vordergrund – getragen von einer bis ins Detail perfekt organisierten Inszenierung, bei der mit Tissot auch der offizielle Timekeeper der Liga seinen Teil zur Präzision beiträgt.
In der Halbzeit heizt der deutsche Rapper Luciano der Menge ein, auch ansonsten kann sich das Rahmenprogramm wie üblich sehen lassen.
Im Schlussviertel rücken die Show-Elemente dann tatsächlich in den Hintergrund– genau in diesen Momenten zeigt sich, warum die NBA bei der Zeitmessung seit Jahren auf Tissot setzt. Beim Stand von 107:107 in der Crunchtime sorgt Anthony Black für DAS Highlight an diesem Abend: Der Point Guard der Magic bekommt bei einem Fastbreak den Ball, zieht zum Korb und geht zum Dunk hoch - für einen Sekundenbruchteil verstummt die Halle.
Ehe die Zuseher in völlige Ekstase ausbrechen: Black nimmt nicht einen, nicht zwei, nicht drei sondern gleich vier Gegenspieler mit aufs "Poster" - auf den Rängen schlagen einige Fans ihre Hände ungläubig über den Kopf, auf den sozialen Netzwerken wird bereits vom "Dunk des Jahres" gesprochen.
Magic lassen sich Sieg nicht mehr nehmen
Am Ende geben die "Berlin Magic" die Führung nicht mehr aus der Hand und holen einen 118:111-Sieg - und das, obwohl man nach dem ersten Viertel bereits mit 16 Punkten zurückgelegen ist.
Dieser Abend zeigt: Der US-Sport ist endgültig in Deutschland angekommen. Nach den erfolgreichen NFL-Spielen in München, Frankfurt und erst vor wenigen Wochen in Berlin hat nun auch die beste Basketball-Liga der Welt ein zweites Wohnzimmer gefunden.
Für eine Nacht ist die deutsche Hauptstadt der Mittelpunkt der Basketball-Welt gewesen - die Atmosphäre beim "falschen" Heimspiel der Magic macht dabei Lust auf mehr.