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3x3 World Tour: "Außenseiter" Vienna will Erfolgslauf fortsetzen

Im japanischen Utsunomiya startet am Wochenende die neue Saison der 3x3 World Tour. Der einzige rot-weiß-rote Vertreter: Team Vienna.

3x3 World Tour: "Außenseiter" Vienna will Erfolgslauf fortsetzen Foto: © FIBA 3x3

Es geht wieder los! Am Wochenende startet mit dem traditionellen Opener im japanischen Utsunomiya die neue Saison auf der FIBA 3x3 World Tour.

Wie schon so oft ist das Team Vienna die einzige rot-weiß-rote Equipe auf dem 3x3-Profi-Circuit. Anders als in den vorangegangenen Jahren stehen die Österreicher aber gleich von Beginn an unter Druck.

Quincy Diggs, Fabio Söhnel, Nico Kaltenbrunner und erstmals auch dessen Bruder Steven Kaltenbrunner brauchen in Abwesenheit von Enis Murati sowie der verletzten Toni Blazan und Matthias Linortner jeden Weltranglisten-Punkt, um sich im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation an der Weltspitze zu halten.

In Utsunomiya warten schon in der Gruppenphase die Schwergewichte Miami (USA) und Skyliners (GER). Selbstvertrauen geben den Wienern der jüngste Erfolg bei der "Generalprobe" in Serbien sowie ein fast drei Jahre andauernder Erfolgslauf.

Vorbereitung nicht ideal

Sieht man von den Final-Turnieren ab, erreichte Vienna seit August 2023 bei Masters-Turnieren immer die K.o.-Phase. Vor dem bevorstehenden Opener gerät dieser Run – der auf der World Tour unerreicht ist - aber ins Wanken.

Mit dem unerwarteten Rückzug von Neo-Coach Nebojsa Boskovic und der Verletzung von Toni Blazan hätte die Saisonvorbereitung besser laufen können. "Trotzdem war das Trainingspensum hoch und der zweite Platz bei der BG League am vergangenen Wochenende hat uns noch einmal viel Selbstvertrauen gegeben", relativiert Nico Kaltenbrunner.

Mit Miami (08:00 Uhr MESZ) und den Skyliners (12:10) warten diesmal schon in der Gruppenphase zwei Top-Ten-Teams. Auf dem Papier ist Vienna als Weltranglisten-Zehnter in den Duellen mit den US-Amerikanern (2.) und den Deutschen (7.) jedenfalls klarer Außenseiter.

"Wenn ich daran denke, ..."

"Es ist wahrscheinlich der schwierigste Pool im Turnier, aber es wäre nicht das erste Mal, dass wir schon früh in der Gruppenphase gegen solche Kaliber ranmüssen und dann weit kommen", so der 26-Jährige, der in Utsunomiya erstmals auf der World Tour mit seinem um rund zwei Jahre älteren Bruder Steven auf dem Feld stehen wird.

"Wenn ich daran denke, wie wir angefangen haben, gemeinsam Basketball zu spielen, ist es unglaublich, dass wir jetzt gemeinsam auf der größten 3x3-Bühne spielen werden. Das gibt mir viel Kraft und Vorfreude." Neben den Kaltenbrunner-Brüdern zählen die Veteranen Fabio Söhnel und Quincy Diggs zum vierköpfigen Aufgebot.

Enis Murati, sowie die rekonvaleszenten Blazan und Matthias Linortner, sind zuhause in Österreich geblieben. "Wir müssen die fehlende Körpergröße im Kader kompensieren, aber unsere Qualität ist groß genug, dass wir in Utsunomiya bestehen können."

"Es wird nicht leichter"

Im Laufe der Saison wird die ÖBV-Auswahl jeden Akteur brauchen, denn die Entwicklung macht auch vor dem 3x3-Sport nicht halt. Das Spiel wird immer schneller, spektakulärer und unberechenbarer, erklärt Kaltenbrunner. "3x3 wächst rasant. Es ist verrückt, was vor allem seit den Olympischen Spielen 2024 in Paris passiert ist. Viele Top-Spieler wechseln vom 5vs5 auf das Halbfeld. Es wird nicht leichter."

Apropos Olympia: Mit Beginn der Saison 2026 zählen sämtliche Weltranglisten-Punkte, die die Spieler sammeln – auch und vor allem jene auf der World Tour – für die Olympia-Qualifikation. Wer also in Los Angeles 2028 dabei sein will, tut gut daran, schon jetzt erfolgreich zu sein.

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