Saisonstart-Check: Tops & Flops der Admiral Bundesliga 2025/26
Die neue Saison in der Admiral Bundesliga ist in vollem Gange. Die spannendsten Geschehnisse stehen uns noch bevor, doch schon jetzt lassen sich zahlreiche interessante Trends erkennen.
Während einige von Anfang an durchgestartet sind, kämpfen andere noch immer mit ihrer Form.
Neuer Transfer-Glücksgriff von RB Salzburg
Nach einer bärenstarken Vorsaison in Leverkusens Jugendabteilung mit 16 Toren und 12 Assists in 32 Pflichtspielen weckte Kerim Alajbegovic das Interesse vieler Scouts. Am schnellsten reagierte RB Salzburg und verpflichtete das bosnische Offensivtalent für rund 2 Mio. Euro. Und schon nach den ersten Spieltagen ist klar: Die Bullen haben einmal mehr einen echten Transfer-Glücksgriff gelandet.
Der 18-Jährige brauchte nicht lange, um seinen Platz im Team zu erkämpfen – und das nicht ohne Grund. Bislang kam Alajbegovic auf 17 Pflichtspiele und legte dabei mehrfach sein großes Talent unter Beweis. Seine Leistungen erfreuen nicht nur die Salzburger Fans und Verantwortlichen, sondern auch Wettfreunde. Tatsächlich betrachten viele brandaktuelle neue Wettanbieter den jungen Bosnier als eine äußerst attraktive Option für Torschützenwetten. Kein Wunder, denn Alajbegovic schaffte es bislang, aus dem Mittelfeld vier Pflichtspieltore zu erzielen.
Darüber hinaus fiel er auch im Spielaufbau auf – mit 48 Ballberührungen (83% Passgenauigkeit), 1,3 wichtigen Pässen und 1,7 Dribblings pro Bundesligaspiel. Darauf wurde auch Sergej Barbarez aufmerksam, der Alajbegovic erstmals in die bosnische A-Nationalmannschaft nominierte. Auch hier zündete er blitzschnell und zeigte mit einem Tor und einem Assist bei seinem Debüt gegen San Marino, dass es sich wirklich um ein großes Talent handelt.
Dejan Zukic in Top-Form
Mit 17 Punkten nach den neun ersten Ligaspielen verzeichnete der Wolfsberger AC einen durchaus gelungenen Saisonstart. Dies ist vor allem einer starken Offensive zu verdanken, angeführt vom 24-jährigen Dejan Zukic. Nicht nur aufgrund der drei Tore und sechs Assists gehört der serbische Offensivmann zu den produktivsten WAC-Spielern im bisherigen Saisonverlauf.
Gleichzeitig ist er die Zentralfigur im Aufbauspiel der Wölfe. Sechs herausgespielte Großchancen, 2,6 wichtige Pässe pro Spiel und eine Quote von 55% erfolgreichen Dribblings: alles statistische Kategorien, in denen der Serbe zu den Top-Spielern der Liga zählt.
Als Folge seiner Form feierte Zukic auch sein Debüt in der A-Nationalmannschaft Serbiens. Zwar reichte es gegen Albanien nur für 15 Minuten, doch angesichts seiner steilen Entwicklung in dieser Saison darf er sich berechtigte Hoffnungen auf mehr Einsatzzeit machen – zumal sich die serbische Nationalmannschaft derzeit in einem Umbruch befindet.
Kühbauer soll LASK aus der Krise führen
Ganz im Gegensatz zum WAC kann LASK mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein. Nur zwei Siege, sieben Punkte und ganze 17 Gegentore (zweitschlechtester Ligawert) nach neun Spielen ließen die Alarmglocken schrillen. Die Verantwortung traf Coach João Sacramento, der den Verein nach weniger als drei Monaten im Amt verlassen musste.
Als Nachfolger kam mit Dietmar Kühbauer ein bekanntes Gesicht, das bereits in der Vergangenheit tiefe Spuren in Linz hinterlassen hat. Vor ihm steht eine sehr schwierige Aufgabe: Jetzt gilt es nicht nur, die Defensive zu stabilisieren, sondern vor allem frischen Wind in die Offensivreihe zu bringen – insbesondere in der Chancenverwertung.
Obwohl LASK bislang im Spielaufbau durchaus gut wirkte, mit 56 % Ballbesitz im Schnitt, 386 angekommenen Pässen pro Spiel und insgesamt 20 herausgespielten Großchancen, reichte es nur für neun erzielte Tore – sogar 3,3 weniger als laut xG-Statistiken zu erwarten gewesen wäre. Auch die individuelle Leistung muss besser werden. Gemeint sind vor allem die Neuzugänge wie Sasa Kalajdzic, Bryan Teixeira oder Adetunji Rasaq Adeshina, die bislang hinter den Erwartungen zurückblieben. Zeit gibt es genug, doch Kühbauer muss schleunigst die offenen Baustellen schließen – sonst droht ein echtes Horrorszenario.