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Die größten Sportwetten-Mythen: Buchmacher räumt auf

Rund um Sportwetten halten sich hartnäckige Mythen. Doch was stimmt davon wirklich? Wir haben die bekanntesten Wett-Mythen genauer unter die Lupe genommen.

Die größten Sportwetten-Mythen: Buchmacher räumt auf Foto: © GETTY

Im Wettmarkt kursieren viele Annahmen darüber, welche Strategien wirklich zum Erfolg führen. Doch stimmen diese sogenannten „Mythen“ tatsächlich oder beruhen sie eher auf Bauchgefühl und Halbwissen? Christoph Nußbaumer, Head of Sportsbook bei bet-at-home, klärt auf:

Mythos 1: Immer auf den Underdog zu setzen lohnt sich mehr

Statistisch gesehen lohnt es sich wahrscheinlich sogar eher als auf den Favoriten zu setzen. Es gibt die Tendenz, dass die Favoriten eher ein wenig zu niedrig gepreist sind.

Das kommt aber auch aus dem Phänomen heraus, dass viele Leute eher auf den Favoriten setzen und daher der Buchmacher aus Risikogründen gezwungen ist, den Favoriten ein bisschen niedriger zu halten.

Als Gewinnstrategie, tendenziell immer den Favoriten zu spielen, würde ich auch nicht unterschreiben. Es kommt immer auf die Situation drauf an.

Mythos 2: Wetten am Wochenende sind besser als unter der Woche

Kann man so nicht sagen, weil unter der Woche, wenn Champions League gespielt wird, das sicher attraktiver ist. Eins ist auf jeden Fall fix: Am Wochenende ist das Angebot, sein Spiel herauszufinden, wo man glaubt, hier kennt man sich aus oder hier bin ich für ein Team oder hier glaube ich, zu wissen, was passieren könnte, größer.

Das Wettangebot am Wochenende ist natürlich deutlich größer als an so manchen Montagen, wenn vielleicht am Abend die Premier League spielt oder die italienische Liga. Also die Vielfalt im Wettangebot ist ab Freitagabend und den ganzen Samstag, Sonntag deutlich größer, sodass sich hier eigentlich jeder etwas findet.

Mythos 3: Man sollte immer gegen die Masse wetten, um zu gewinnen

Das ist ein Trend, dem ich so nicht zustimmen würde. Es gibt immer einen alten Slogan, der heißt: „The trend is your friend“. Und gegen die Masse zu wetten an sich würde ich jetzt nicht unterschreiben, dass das zum Erfolg führt.

© bet-at-home
Christoph Nußbaumer, Head of Sportsbook bei bet-at-home

Mythos 4: Die Quoten zeigen immer genau, wer gewinnt

Sollten sie oder will man annehmen. Es gibt aber eigentlich zwei Faktoren, die mitspielen. Das eine ist einmal die mathematische Berechnung einer Quote, basierend wirklich auf messbaren Statistiken: Wie sind die letzten Spiele ausgegangen? Wie ist die aktuelle Formkurve eines Teams? Was gibt es für aktuelle News? Ist irgendein wichtiger Spieler verletzt? Oder so wie es jetzt am Ende der Meisterschaft ist, geht es eigentlich für ein Team noch um etwas oder schon eher weniger?

Das sind einerseits die messbaren Faktoren und dann auf der anderen Seite kommt in Kombination dazu die Psychologie des Menschen. Was glauben die Leute zu wissen oder welche Emotionen spielen mit? Und eine Wettquote ist daher einerseits mathematisch hergeleitet, wird dann aber angepasst oder adaptiert durch die Psychologie des Menschen, durch das Marktverhalten. Und hier gibt es natürlich auch Situationen, wo das, was mathematisch errechnet wird, mit dem, was die Leute glauben, nicht unbedingt immer Hand in Hand gehen muss.

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