Letztes Rennen: ÖSV-Ass beendet in Cortina Karriere
Der Kärntner konnte in seiner Karriere sieben paralympische Medaillen gewinnen.
Para-Alpinskiläufer Markus Salcher hat am Freitag mit dem Riesentorlauf bei den Paralympics in Cortina die Abschiedsvorstellung seiner langen und erfolgreichen Karriere gegeben.
Bei fünf Para-Winterspielen sammelte der Kärntner sieben Medaillen, je zwei in Gold und Silber sowie drei in Bronze.
"Ich fahr für mein Leben gern Rennen. Aber irgendwann ist der Zeitpunkt da, wo man etwas anderes im Leben braucht", sagte Salcher in Cortina, wo er diesmal ohne Medaille blieb.
"Da muss man Danke sagen"
Auf der Tofana war der 34-Jährige in der stehenden Klasse Abfahrts-Achter geworden, im Super-G schied er aus. Im Riesentorlauf sprang zum Karriereende Platz zwölf heraus.
Gefeiert wurde dennoch, sind doch Familie, zahlreiche Freunde und Arbeitskollegen nach Cortina gekommen, um dem Karriere-Kehraus beizuwohnen. "Da muss man auch Danke sagen. Ich freue mich wirklich, dass fast 120 Leute insgesamt da waren."
Highlight Sotschi
Der halbseitig gelähmte Salcher war insgesamt auch achtmal Weltmeister, gewann 34 Weltcuprennen sowie zahlreiche Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G sowie 2017 die große für den Gesamtweltcup.
Karrierehighlight waren für den Gailtaler die Paralympics-Siege (Abfahrt, Super-G) in Russland vor zwölf Jahren. "Sotschi, ganz klar mit den zwei Goldenen. Das war schon richtig cool."
Mission Parasport
Dem Sport will der mehrfache rot-weiß-rote Parasportler des Jahres erhalten bleiben.
"Ich hoffe, dass ich meine Erfahrung der Jugend weitergeben kann, so ähnlich wie der Mothl (Matthias Mayer, Anm.) bei den Nichtbehinderten", sagte Salcher, der im Kärntner Landesskiverband aktiv ist.
"Die Jugend mit Handicap ist mir ein großes Anliegen. Nicht umsonst habe ich den Verein 'Mission Parasport' gegründet, der es sich zum Ziel setzt, Kinder und Jugendliche mit Handicap zum Sport zu bringen. Da muss man bei den Eltern anfangen, dass man einen Funken streut, der zum Feuer wird. Der Sport hat mir persönlich so viel gegeben. Und ich glaube, dass ich nicht so durchs Leben gehen könnte, würde ich nicht so viel Sport machen."