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IOC ändert Modus der Olympia-Vergabe

Künftig soll es wieder mehr Mitspracherecht für IOC-Mitglieder geben.

IOC ändert Modus der Olympia-Vergabe Foto: © IMAGO / ZUMA Press

Das Internationale Olympische Komitee hat den Modus der Vergabe künftiger Spiele verändert.

Es soll im Auswahlverfahren eine zusätzliche Prüfphase geben, zudem bekommen die IOC-Mitglieder bei der finalen Entscheidung über die Gastgeber wieder mehr Mitspracherecht.

Die Sommerspiele 2036 sollen erst Mitte 2029 vergeben werden. Möglich ist, dass der kürzere Zeitraum zwischen Vergabe und den Spielen Bewerber mit bestehenden Wettkampfstätten und Erfahrungen mit Großevents bevorteilt.

Gab immer wieder Kritik an Vergabe

Es hat immer wieder Kritik am IOC-Verfahren zur Vergabe Olympischer Spiele gegeben, einige Entscheidungen wurden von Korruptionsskandalen umrankt.

Unter der Führung des früheren IOC-Chefs Thomas Bach setzte die Dachorganisation 2019 zwei Kommissionen ein, die seither die Verhandlungen mit Olympia-Bewerbern führten und die Vorentscheidung für die Vergabe an einen Kandidaten trafen.

Kritiker bemängelten, dass auch dieses Verfahren nicht transparent sei und die Auswahl nur von einer kleinen Gruppe im IOC getroffen werde.

Künftig wird es Vorauswahl der Kandidaten geben

Auch aus dem IOC wurden spätestens beim Wechsel von Bach zu Präsidentin Kirsty Coventry Forderungen laut, den gesamten Ringe-Zirkel wieder stärker in den Vergabeprozess einzubinden.

Der IOC-Sondergipfel beschloss nun eine erneute Reform. Auf den "kontinuierlichen Dialog" mit den Olympia-Interessenten folgt eine Zwischenphase als "strategischer Dialog".

Es sollen Detailpläne und finanzielle Garantien vorgelegt werden. Dann trifft die IOC-Spitze eine Vorauswahl über die Kandidaten, mit denen gezielt verhandelt wird. Die Finalisten stellen sich allen IOC-Mitgliedern zur Wahl.

Mitte 2029 Wahl des Ausrichters 2036

"Die Reformen sollen potenziellen Gastgebern ermöglichen, ihre Projekte kosteneffizienter umzusetzen, den Regierungen Planungssicherheit bieten und gleichzeitig genügend Zeit lassen, um die Unterstützung der Öffentlichkeit zu gewinnen", erklärte das IOC.

Für die Vergabe der Sommerspiele 2036 soll die erste Vorauswahl im März 2027 abgeschlossen sein. Die weiteren Phasen würden bis Ende 2028 folgen, ehe eine IOC-Session Mitte 2029 den Olympia-Gastgeber 2036 bestimmt. Favoriten sind Katar und Indien mit Ahmedabad. Auch Deutschland bewirbt sich.

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