Drama im Qualifying für die 24 Stunden von Le Mans
Nervenkrimi in Le Mans! BMW erbt die Pole nach Cadillac-Drama. Team um Ferdinand Habsburg rast im Alpine auf Startplatz 3 – alle Infos zum Qualifying!
Die Entscheidung um die prestigeträchtige Poleposition bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 bringt puren Nervenkrimi!
Jack Aitken brennt im Cadillac #38 in der Hyperpole zwar die absolut schnellste Zeit (3:22.559 Minuten) in den Asphalt und schlägt Dries Vanthoor im BMW #15 hauchdünn um 0,005 Sekunden.
Pole-Zeit wird gestrichen
Doch mitten in den Jubelszenen folgt der Schock: Weil Aitken zu Beginn der Session zu früh aus der Boxengasse in die Fast Lane einfährt, werden ihm regelkonform die zwei besten Runden gestrichen.
Damit erbt Dries Vanthoor (Bestzeit: 3:22.564 Minuten) den ersten Startplatz und beschert BMW M Motorsport die historische erste Le-Mans-Pole.
Habsburg-Team auf Rang 3
Hinter dem zweitplatzierten Jota-Cadillac #12 von Will Stevens mischt das Team rund um einen Österreicher vorne mit: Der Alpine #35 mit Ferdinand Habsburg rast auf den sensationellen dritten Startplatz!
Die Hyperpole selbst bestreitet Habsburgs Teamkollege Antonio Felix da Costa, der den Boliden in die zweite Startreihe stellt. Da Costa verliert mit dem Auto, das durch ein neues Aero-Update auf deutlich mehr Abtrieb ausgelegt ist, zwar wertvolle Zeit auf den Geraden, bügelt das in den Kurven aber wieder aus.
Für Habsburg, da Costa und Charles Milesi ist diese bärenstarke Ausgangsposition die perfekte Basis für den Langstrecken-Klassiker – das rot-weiß-rote Motorsport-Ass darf sich berechtigte Hoffnungen auf ein Spitzenresultat im Rennen machen.
Hinter dem Alpine-Trio lauert Robin Frijns im zweiten BMW (#20) auf dem vierten Rang, gefolgt vom überraschend starken Genesis #19 auf Platz fünf.
Herber Rückschlag für Peugeot beim Heimrennen
Während Alpine und BMW jubeln, herrscht bei Mitfavorit Peugeot Katerstimmung. Die Franzosen verpassten bereits im regulären Qualifying am Mittwoch den Einzug in die Hyperpole und müssen sich mit den ernüchternden Startplätzen 16 und 18 begnügen.
Vor wenigen Wochen kämpfte das Werksteam in Imola und Spa noch um die Poleposition, doch jetzt fehlt die Pace über die gesamte Runde völlig.
Fast drei Sekunden büßten die Boliden auf die Spitze ein. Teamchef Emmanuel Esnault zeigte sich dementsprechend enttäuscht: "In Imola und Spa haben wir noch um die Pole gekämpft - und jetzt das. Beim Heimrennen. Das ist unglaublich frustrierend."
Ein Grund für die anhaltende Schwäche an der Sarthe liegt tief im Konzept des 9X8-Boliden, der sich schwer in das aktuelle Regelkorsett einfügt.
Zudem hoffte Peugeot vergeblich auf die Balance of Performance (BoP) - eine Hoffnung, die schon im Vorjahr enttäuscht wurde. Weil die Einstufungen 2026 geheim gehalten werden, ist eine objektive Einordnung zwar unmöglich, fest steht aber: Der Rückstand ist zwar kleiner als im Vorjahr, die Lücke zur Spitze bleibt jedoch groß.
"Das Bild ähnelt dem Vorjahr", räumte auch Esnault ein. "Zufrieden können wir damit nicht sein. Wenn man eine Marke wie Peugeot vertritt, mit dieser Geschichte im Motorsport, dann ist das nicht der Anspruch, mit dem wir hier antreten."