Rallye Spanien: Tänak führt - Loeb vor Neuville

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Das Rennen um den Titel in der Rallye-WM spitzt sich zu.

Bei der Spanien-Rallye will sich jenes Trio, das nach der WRC-Krone für den besten Quertreiber greift, vor dem finalen Rennen in Australien (15. bis 18.11.). Nach sieben von 18 Sonderprüfungen in Katalonien würde der WM-Stand aktuell wie folgt aussehen: Tänak 193 Punkte, Neuville 191 Punkte und Titelverteidiger Ogier 188 Zähler!

Auf spanischem Schotter zeigt Toyota-Pilot Ott Tänak aus Estland seine Klasse und distanziert die Konkurrenz früh.

Tänak, der drei der letzten vier WM-Läufe der Saison für sich entscheiden konnte, legt im Hinterland der Costa Daurada nahe Salou los wie die Feuerwehr.

Ott Tänak fährt der Konkurrenz auf und davon

Der Este ist auf Schotter der Beste und stürmt mit einer Bestzeit sowie zwei zweitschnellsten SP-Zeiten nach vier Sonderprüfungen an die Spitze. "Ein guter Lauf", meint der Toyota-Pilot beim ersten großen Service, gibt aber zu: "Seb und Thierry starten vor mir, die von ihnen geputzte Schotterstraße hat einen Einfluss auf die Zeiten."

Bei den folgenden drei Wertungsprüfungen kann Tänak an den Vormittag zwar nicht anknüpfen, weil Elfyn Evans auf dem siebten Abschnitt aber viel Zeit verliert, baut sich der Vorsprung von Tänak auf den neuen Zweitplatzierten Dani Sordo (+26,8 Sek.) sogar aus.

Der neunmalige Champion Loeb sitzt Weltmeister Ogier im Nacken

Erwartet stark auch der neunfache Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb in einem Citroen C3 (Bild). Der Franzose, der in Katalonien bereits acht Mal triumphiert hat, liegt als Vierter 30,2 Sekunden hinter der Spitze auf Rang vier. Weltmeister und Landsmann Sebastien Ogier hat 9,2 Sekunden Defizit auf Loeb und ist Siebter.

Der belgische WM-Leader Thierry Neuville, der sein Hyundai WRC im Shakedown aufs Dach legte (siehe Video unten) folgt mit 59,7 Sekunden Rückstand vorerst nur auf dem neunten Platz. Über seine Rolle als "Straßenkehrer" mit früher Startnummer meint er: "Ich attackiere so hart wie möglich, aber ich kämpfe um Traktion – und kann mit Ott ganz sicher nicht mithalten", sagt Neuville.

WM-Leader Neuville leistet sich einen Dreher

Der Belgier leistet sich zudem zwei kleine Schnitzer. "Ich habe mich gedreht und musste zurücksetzen. Später dachte ich, ich hätte einen Reifenschaden."

Gewinner des Nachmittags ist Jari-Matti Latvala, der seinen Toyota auf den drei Abschnitten zu zwei Bestzeiten und einem zweiten Platz lenkt, sich damit vom zehnten auf den fünften Zwischenrang nach vorn schiebt.

Die Premiere des Volkswagen Polo R5 mit dem norwegischen Ex-Weltmeister Petter Solberg am Steuer verläuft nach Plan.

Der 43-jährige Champion von 2003 und Rallycross-Weltmeister 2014 und 2015 liegt mit 4:16,9 Minuten Rückstand auf Rang 14 und 20,4 Sekunden hinter seinem VW-Teamkollegen Eric Camilli (FRA) auf Rang drei der WRC2, aber noch vor dem Tschechen Jan Kopecky (Skoda).

Spanien-Rallye nach sieben von 18 Sonderprüfungen:

1. Tänak/Järveoja (EST - Toyota Yaris WRC)
2. Sordo/Del Barrio (ESP - Hyundai i20 WRC) +26,8 Sekunden
3. Evans/Barritt (GBR - Ford Fiesta WRC) +29,7 Sek.
4. Loeb/Elena (FRA - Citroën C3 WRC) +30,2
5. Latvala/Anttila (FIN - Toyota Yaris WRC) +37,6
6. Mikkelsen/Jäger (NOR - Hyundai i20 WRC) +39,1
7. Ogier/Ingrassia FRA - Ford Fiesta WRC) +39,4
8. Breen/Martin (IRL - Citroën C3 WRC) +44,7
9. Neuville/Gilsoul (BEL - Hyundai i20 WRC) +59,7
10. Lappi/Ferm (FIN - Toyota Yaris WRC) +1:07,4 Minuten


Textquelle: © LAOLA1.at

Spanien Rallye: Neuville legt sein Hyundai WRC aufs Dach

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