Neubauer und Wagner fighten um Rallye-Titel

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Hochspannung in allen Klassen. Gleich sechs Rallye-Meister des Jahres 2019 werden am Freitag und Samstag im Waldviertel gesucht. Die "Driftkönige" der österreichischen Staatsmeisterschaft garantieren den Rallye-Begeisterten ein Spekatkel der Sonderklasse.

Tausende Fans, prominente Zuseher und ehemalige Champions pilgern nach Fuglau und zu den legendären Sonderprüfungen "Manhartsberg" oder "Kronsegg - Gföhl". Der finalen Showdown im nördlichen Niederösterreich steht ganz im Zeichen der Vollgas-Action.

Auch etliche ehemalige Rallye-Champions pilgern ins Waldviertel

Unter die Heerschar der Fans in den Zuschauer-Zonen werden sich am Freitag und Samstag auch Jörg Pattermann - sechs Mal Staatsmeister als Copilot - oder Beifahrer-Legende Sigi Schwarz, der ehemalige Serien-Champion Franz Wittmann oder der geniale Filmemacher Helmut Deiml mischen.

Mit dem Waldviertel verbindet der 68-jährige Pattermann besondere Momente: "Ich bin im Waldviertel im Jahr 1974 mit Sepp Haider meine erste Rallye gefahren. Damals hat es die Prüfungen Manhartsberg und Kronsegg – Gföhl auch schon gegeben, wenngleich deren Verlauf damals anders war. Ich bin schon neugierig, wie diese Prüfungen heute ausschauen. Und auch auf den Ausgang der Staatsmeisterschaft bin ich sehr gespannt."

Skoda-Pilot Julian Wagner führt vor dem Finale, aber...

Julian Wagner greift im Skoda Fabia R5 evo an
Foto: © GEPA

LAOLA1 gibt einen Überblick über die noch offenen Entscheidungen im Titelrennent:

ORM:

Elf R5-Boliden sind es, die im Waldviertel in der stärksten Klasse an den Start gehen. Das Hauptaugenmerk der Fans liegt in erster Linie auf den Startnummern 1 und 2 - Julian Wagner (Skoda Fabia R5) und Hermann Neubauer (Ford Fiesta R5) kämpfen im direkten Duell um den Titel. Zur kurzen Erklärung: Wagner liegt zwar in der Brutto-Wertung der Tabelle noch um acht Punkte vor Neubauer, beim vorgeschriebene Streichresultat am Ende muss der Oberösterreicher aktuell aber 20 Punkte (18 für einen zweiten Platz und dazu laut AMF auch noch zwei erkämpfte Powerstage-Zusatzpunkte) hergeben, während der Salzburger seinen Nuller vom Ausfall bei der Jänner-Rallye ins Spiel bringen kann und dadurch eigentlich mit 12 Punkten vor Wagner ins Saisonfinale geht.

ORM-2WD:

In der Zweirad-Meisterschaft (2WD) kämpfen der Steirer Enrico Windisch im Citroen C2 R2 Max und der Niederösterreicher Alois Handler im Peugeot 207 R3T um die Trophäe. Für beide wäre es der erste Meistertitel in ihrer Karriere. Windisch geht mit 16 Punkte Vorsprung ins Finale, hat aber wie Julian Wagner bei den Allradlern noch ein Streichresultat von im Moment mindestens 9 Zählern vor sich.

ORM Junior:

Der Ungar Martin Laszlo (Peugeot 208) liegt im Meisterrennen in Führung, doch der ist diesmal nicht am Start, sodass der Steirer Martin Ritt (Volvo 740), der lediglich drei Zähler Rückstand aufweist, als großer Titelkandidat gilt.

Österreichischer Rallye Cup der AMF:

Auf einen oberösterreichischen Zweikampf können sich die Fans auch im Rallye Cup der AMF freuen. Robert Zitta (Subaru Impreza WRX) liegt mit 21 Punkten Vorsprung zwar klar auf Titelkurs, passieren darf ihm aber nichts, denn sein Verfolger, der Mühlviertler Michael Lengauer (ebenfalls Subaru Impreza WRX) lauert auf seine Chance.

Österreichischer Rallye Cup 2000:

Steiermark gegen Niederösterreich bzw. Martin Pucher gegen Alfred Leitner lautet der Kampf um den Titel. Sieben Zähler trennen die beiden Kontrahenten. Als Streichresultat können beide auf Nullnummern verweisen, also fällt die Entscheidung ohne Rechenstift. Fix ist nur eines. Gewinnt z. B. Leitner vor Pucher, dann können die Powerstage-Punkte entscheiden...

Historische Rallye-Staatsmeisterschaft:

Dramatik pur. Mit zwei Siegen in den letzten beiden Rallyes (Weiz und NÖ) hat sich der Salzburger Hans-Georg Lindner im Ford Escort RS2000 in Führung gesetzt. Nur einen Punkt hinter ihm rangiert der Vorarlberger Richard Ronay im Ford Escort RS1800 und lediglich einen weiteren Punkt hinter den beiden Österreichern macht der Ungar Attila Mesziati (Lada) Druck. Auch er hat wie Lindner heuer schon zwei Rallyes (Rebenland und Lavattal) auf Platz eins beendet.

Zeitplan der Rallye Waldviertel

Freitag, 15. November

13.50 Uhr Start der Rallye in Fuglau
14.30 Uhr SP 1 RK Weinbergdorf Schiltern 1 14,80 Kilometer
15.10 Uhr SP 2 Little Finland 4,80 Kilometer
15.37 Uhr Regrouping In, Schiltern
16.22 Uhr Regrouping Out, Schiltern
16.30 Uhr SP 3 RK Weinbergdorf Schiltern 2 14,80 Kilometer
17.33 Uhr Regrouping In, Horn
18.03 Uhr Regrouping Out, Horn
18.30 Uhr SP 4 SSS MJP Arena Fuglau 1 2,38 Kilometer

19.22 Uhr Ende der 1. Etappe, Parc Ferme In Fuglau

Samstag, 16. November

7.20 Uhr Parc Ferme Out in Fuglau
8.00 Uhr SP 5 GH Staar – Brenntenberg 16,21 Kilometer
8.40 Uhr SP 6 Kronsegg – Gföhl 1 7,52 Kilometer
9.12 Uhr Regrouping In, St. Leonhard
9.32 Uhr Regrouping Out, St. Leonhard
9.40 Uhr SP 7 GH Staar – Brenntenberg 2 16,21 Kilometer
10.20 Uhr SP 8 Kronsegg – Gföhl 2 7,52 Kilometer
10.55 Uhr Regrouping In, Fuglau
12.15 Uhr Service Out, Fuglau
13.05 Uhr SP 9 RK Manhartsberg 1 18,30 Kilometer
14.10 Uhr SP 10 Altenburg 1 7,25 Kilometer
15.00 Uhr SP 11 RK Manhartsberg 2 18,30 Kilometer
15.57 Uhr Regrouping In Fuglau
17.02 Uhr Service Out Fuglau
17.15 Uhr SP 12 Powerstage Altenburg 2 7,25 Kilometer
18.00 Uhr SP 13 SSS MJP Arena Fuglau 2 2,38 Kilometer

18.30 Uhr Ziel und Ende der Rallye MJP Arena Fuglau

Technische Daten der Waldviertel-Rallye

13 Sonderprüfungen mit insgesamt 137,72 Kilometer
Etappenkilometer: 281,49
Gesamtkilometer: 419,55

Textquelle: © LAOLA1.at

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