Ich bin momentan schon etwas enttäuscht. Es wäre alles angerichtet gewesen, in Q2 reinzufahren.
Mit Platz 20 holte Rammerstorfer sein zweitbestes Qualifying-Ergebnis seiner Rookie-Saison.
Doch er hatte sich noch mehr erwartet. "Ich bin momentan schon etwas enttäuscht. Es wäre alles angerichtet gewesen, in Q2 reinzufahren. Ich hatte ein gutes Gefühl", sagt er zu LAOLA1.
Fehler kosten möglichen Q2-Einzug
Ein Fehler in Kurve sieben kostete ihn ein noch besseres Resultat, womöglich sogar den Einzug ins Q2. "Ich habe dort überpusht, mir ist das Vorderrad eingeklappt. Ich bin dadurch etwas weit gegangen."
In der letzten Kurve überschritt er schließlich die Streckenbegrenzung, damit wurde ihm die Runde endgültig gestrichen.
Rammerstorfer: "Ich wollte noch mehr Zeit gutmachen. Ich wusste, wenn ich die Runde so ins Ziel bringe, würde es nicht reichen."
Im Rennen liege der Fokus zunächst darauf, die Long-Lap-Strafe sauber abzusitzen. Rund zwei bis drei Sekunden, schätzt Rammerstorfer, werde er dadurch verlieren. "Dann schaue ich, den Anschluss wieder zu finden."
Neues Moto3-Team für 2027
Die Enttäuschung war allerdings schnell wieder verflogen, denn seit Samstag ist auch seine Zukunft in der Moto3 offiziell geklärt.
Der Österreicher wird SIC58 Squadra Corse nach einem Jahr wieder verlassen und schließt sich LEVELUP-MTA an. Damit geht auch der Wechsel von einer Honda auf eine KTM einher.
Der Vertrag für die Saison 2027 wurde bereits im Juni unterzeichnet. Sowohl mit dem Motorrad als auch mit dem Team sammelte er bereits in der JuniorGP wertvolle Erfahrungen.
"Ich glaube, dass ich für nächstes Jahr ein sehr gutes Paket habe", meint Rammerstorfer.
Großes Interesse anderer Teams
Es sei eine der besten Optionen für ihn gewesen. Andere Teams hätten ihn ebenfalls gerne unter Vertrag genommen.
"Ich hätte auch bei meinem aktuellen Team bleiben können, zudem waren wir mit anderen Teams im Gespräch. Doch am Ende hat uns das Paket dort am besten gefallen", so der Moto3-Rookie.
Es ist gut, wieder einen Österreicher auf einer KTM sitzen zu haben.
Dass das Team konkurrenzfähig sei, zeigen die derzeitigen Fahrer Matteo Bertelle und Joel Esteban. Bertelle fuhr in dieser Saison schon zwei Mal aufs Podest, Esteban verbuchte mehrere Top-Fünf-Resultate. "Das spricht für sich."
Wieder ein Österreicher auf einer KTM
Der Linzer freut sich zudem, wieder auf einer KTM zu sitzen. "Es ist gut, wieder einen Österreicher auf einer KTM sitzen zu haben", sagt er.
Auch die Verbindung zum österreichischen Hersteller spielt für ihn eine Rolle. Rammerstorfer spricht von gutem Support und ist zudem überzeugt: "Das Bike liegt mir auch."
Auch die in Misano gestartete Zusammenarbeit mit Jonas Folger soll nach Möglichkeit 2027 weitergehen. Der Oberösterreicher hofft jedenfalls, dass ihm mit dem neuen Team der nächste Schritt in seiner Entwicklung gelingt.
Mit der neuen KTM und dem neuen Team will Rammerstorfer dafür die richtigen Voraussetzungen schaffen.