NEWS

KTM-CEO verrät: Weshalb Acosta wirklich zu Ducati wechselt

Gottfried Neumeister wollte den Spanier höchstpersönlich vom Verbleib überzeugen. Doch der Jungstar hat einen besonderen Grund, warum er geht.

KTM-CEO verrät: Weshalb Acosta wirklich zu Ducati wechselt Foto: © GEPA

Pedro Acosta hat KTM mit zwei Trainingsbestzeiten einen idealen Auftakt in das MotoGP-Heimwochenende in Spielberg beschert.

Doppel-Bestzeit für Acosta: "Es ist immer noch erst Freitag!" >>>

Nächste Saison wechselt der Spanier die orangene Lederkombi für Ducati-Rot ein. Im Werksteam der Italiener nimmt der 22-Jährige ab 2027 den Platz neben Superstar Marc Marquez ein.

Lange wurde über die Gründe seines KTM-Abschieds spekuliert. Vielerorts wurde vermutet, dass Acosta gehen würde, weil er beim österreichischen Hersteller schlechte Chancen auf einen WM-Titel sieht.

Die Begründung wäre berechtigt: Seit seinem MotoGP-Aufstieg vor zwei Jahren wartet Acosta immer noch auf seinen ersten Rennsieg in der Königsklasse.

Es ging nicht um Geld

Am Rande des Grand Prix von Österreich machte KTM-CEO Gottfried Neumeister reinen Tisch.

In einer Medienrunde am Freitag verrät der Geschäftsführer, dass er Acosta von einem Verbleib bei KTM überzeugen wollte. "Ich habe es versucht, das ist kein Geheimnis. Ich wollte ihn persönlich überreden."

Ohne Erfolg. Dem Jungstar ging es dabei nicht um Geld. Neumeister erzählt: "Ich habe immer noch Gänsehaut, weil er mir gesagt hat: 'Gottfried, es geht nicht um eine Million mehr oder weniger'."

Das rechnet er Acosta hoch an: "Wir haben Fahrer gesehen, die zu Beginn der Saison auf dem besten Motorrad sitzen und wegen des Geldes woanders unterschreiben. Das ist für mich nicht der Geist des Rennfahrens."

Acosta will Marquez im selben Team schlagen

Stattdessen ist Marc Marquez der wahre Grund, warum Acosta zu Ducati geht.

Neumeister: "Er sagte: Ich bin Spanier. Selbst wenn ihr mit den 850ern ein besseres Bike hättet und ich damit gewinnen würde, möchte ich Marc mit derselben Waffe schlagen."

Damit war klar, dass der "Hai von Mazarron" mit keinem Argument der Welt von einer weiteren Saison in Orange überzeugt werden hätte können.

"Man ist plötzlich entwaffnet und sprachlos. Das ist einfach eine großartige Motivation. Daher werde ich immer ein gutes Gefühl haben, wenn ich ihn sehe", so der KTM-CEO.

Und fügt lächelnd hinzu: "Man sieht sich im Leben immer zweimal."

Die denkwürdigsten MotoGP-Momente in Spielberg

Kommentare