Joan Mir ist neuer MotoGP-Weltmeister

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Der neue Weltmeister der MotoGP heißt Joan Mir! Der Suzuki-Pilot fixiert im vorletzten Saisonrennen in Valencia vorzeitig den WM-Titel.

Dafür genügt dem 23-Jährigen ein solides Rennen, das er auf Rang sieben beendet. Die Punkte reichen, um mit einem nicht mehr einholbaren Vorsprung zum Saisonfinale nach Portimao zu reisen.

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Den Tagessieg sichert sich Franco Morbidelli. Der Polesetter kontrolliert das Rennen mit seiner Petronas-Yamaha. In der Schlussphase kommt Jack Miller heran und sorgt für eine spannende Schlussrunde: Der Australier geht zu Beginn der letzten Runde vorbei, Morbidelli kontert aber cool. Die beiden liefern sich auch in den folgenden Kurven ein Duell, das Morbidelli knapp für sich entscheiden kann und seinen dritten Saisonsieg feiert.

"Ein sauberer und sportlicher Kampf"

"Unglaublich. Der Rhthymus war unglaublich", atmet Morbidelli durch. "Ich habe gewusst, Jack Miller wird kommen. Und dann ist er tatsächlich gekommen. Ich habe mir nur gedacht: Vollgas, ich werde alles versuchen."

Die Schlussrunde sorgt für Begeisterung: "Es war ein sauberer und sehr sportlicher Kampf. Es war toll, wie wir uns überholt haben. Am Ende habe ich gewonnen, aber es war eindrucksvoll, wie Jack gefahren ist."

"Es war wieder mal ein super Kampf in der letzten Runde, ich hatte viel Spaß", meint Miller, der seinen zweiten MotoGP-Sieg nur knapp verpasst. "Ich möchte Joan und dem ganzen Suzuki-Team gratulieren, sie verdienen es."

Die Entscheidung im WM-Kampf ist der Wermutstropfen für Morbidelli: "Unglücklicherweise haben wir die WM verloren, aber ich denke, wir haben einen guten Job gemacht."

Sturz entscheidet Kampf um Platz 3

Um Platz drei kämpfen Pol Espargaro und Taka Nakagami: Der Japaner versucht in Runde 20 am KTM-Piloten vorbeizugehen, kommt aber zu Sturz.

Mit Brad Binder und Miguel Oliveira auf den Rängen fünf und sechs landen zwei weitere KTM-Piloten im Spitzenfeld.

Fabio Quartararo, vor dem Rennen erster WM-Verfolger von Mir, vergibt seine WM-Chance durch einen Sturz. Nach dem Start fällt der Franzose nach einem Fehler ans Ende des Feldes zurück. Seine versuchte Aufholjagd endet in Runde neun: Er rutscht in Kurve sechs über das Vorderrad weg.

Mit Konstanz zum Titel

Mir ist der erste Suzuki-Weltmeister seit Kenny Roberts jr. und der sechste, der mit der japanischen Marke WM-Ehren erreicht.

Der 23-Jährige hamstert die Punkte in dieser Saison mit Konstanz. Nach zwei Ausfällen inden ersten drei Rennen schafft er es in Österreich als Zweiter erstmals aufs Podest. Er lässt sechs weitere Podestplätze folgen, nur in Frankreich landet er als Elfter außerhalb der Top 10.

Nach der Zieldurchfahrt wartet auf der Auslaufrunde eine kleine Abordnung, angeführt von Tito Rabat, zu einer ersten Feier. Dabei wird auch sofort die Nummer 1 auf die Front der Suzuki von Mir geklebt.

"Ich kann die Emotionen nicht beschreiben", fehlen Mir nach dem Titegewinn die Worte. "Ich habe mein ganzes Leben dafür gekämpft. Im Moment kann ich nicht weinen, nicht lachen. Es ist eine Mischung aus allen Emotionen. Wenn du deinen Traum ein ganzes Leben lang verfolgst und dann wird er wahr ist es schwer, das zu begreifen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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