In den bisherigen fünf Rennen der Corona-Notsaison lief es für den Deutschen denkbar schlecht. Er holte erst zehn Punkte. Vettel gab sich aber weiter entspannt, räumte aber auch ein, dass er sich eher auf "rauer See" befinde.
Vettels Streit mit Team "geklärt"
Von Frust wollte er aber nicht sprechen, von möglichen Missstimmungen im Team nichts wissen, nachdem er die Rennstrategie am vergangenen Sonntag via Boxenfunk scharf kritisiert hatte und den Ferrari-Taktikern vorgeworfen hatte, es "verbockt" zu haben. Vettel wurde am Ende nur Zwölfter. "Wir haben darüber gesprochen, es geklärt und machen weiter."
Er gehe auch davon aus, dass er im Teamduell mit Charles Leclerc, der bisher 35 Punkte mehr holte, nicht benachteiligt werde. Er vertraue den Leuten um ihn herum, betonte Vettel, der Ende des Jahres den italienischen Rennstall verlassen muss.
Perez macht sich keine Sorgen um Aston-Martin-Cockpit
Sergio Perez zeigt sich indes trotz der anhaltenden Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Vettel zum künftigen Team Aston Martin gelassen. Der Mexikaner kehrte am Donnerstag nach seiner Coronavirus-Zwangspause ins Formel-1-Fahrerlager zurück. Angesprochen auf die Gerüchte, meinte Perez auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya: "Es gibt nichts, das ich tun kann. Was ich vom Team höre, ist, dass sie weitermachen wollen. Meine Position mit dem Team sieht ziemlich sicher aus." Perez betonte auch, dass er bisher mit keinem anderen Team verhandelt habe.
Perez hat einen Vertrag bis Ende kommenden Jahres beim Team, das in dieser Saison noch als Racing Point antritt. Ab 2021 heißt der Rennstall dann Aston Martin. Spekuliert wurde zuletzt auch viel über eine Klausel, die er im Vertrag haben soll, wonach der Rennstall bis Ende Juli die Möglichkeit auf eine Trennung nach dieser Saison gehabt haben soll. Haltbare Aussagen oder Angaben dazu gab und gibt es allerdings nicht. Vettel selbst lässt seine Zukunft weiter offen: In Frage kommen ein Weitermachen, eine Pause oder das Karriereende.
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Verstappen: "Geht noch besser"
Red-Bull-Pilot Max Verstappen hält sich mit einer echten Kampfansage an Titelverteidiger Lewis Hamilton weiter zurück. Der Niederländer betonte, dass sich für ihn auch nach seinem Sieg zuletzt in Silverstone und dem Sprung auf den zweiten Platz im Formel-1-Klassement nichts geändert habe. "Wir müssen weiter Speed finden, wir müssen uns weiter verbessern", sagte Verstappen am Donnerstag.
Er tritt mit einem Rückstand von 30 Punkten auf Mercedes-Spitzenreiter Hamilton beim sechsten Saisonrennen an diesem Wochenende an. "Ich weiß nicht, ich bin natürlich happy darüber, wo ich bin in der Weltmeisterschaft. Es könnte aber noch besser sein. Ein Platz nach oben geht noch, und wir müssen weiterhin schneller werden", meinte Verstappen. In Silverstone am vergangenen Sonntag hatte er weniger Problemen mit den Reifen bei heißen Temperaturen vor Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas gewonnen.
"Es ist eine neue Woche, wir müssen abwarten und sehen", sagte Verstappen nun. "Die Temperaturen sind hoch, das ist gut." Vor vier Jahren feierte Verstappen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya den ersten seiner bisher neun Grand-Prix-Siege.