Toto Wolff bremst Antonelli-Hype: "Ist noch ein Kind"
Nach seinem ersten Rennsieg in der Formel 1 wird Andrea Kimi Antonelli bereits als kommender Weltmeister gefeiert. Doch Toto Wolff warnt vor dem Hype.
Mit seinem Triumph beim Großen Preis von China stillte Andrea Kimi Antonelli die große Sehnsucht der italienischen Fans. Der Premierensieg des Youngsters in der Formel 1 war zugleich der erste Rennsieg eines Fahrers aus Italien seit fast 20 Jahren.
In seiner Heimat wird er bereits als der nächste F1-Weltmeister gefeiert. Doch Mercedes-Teamchef Toto Wolff warnt vor einer zu hohen Erwartungshaltung an Antonelli. "Man kann den Hype sehen, der jetzt startet. Vor allem in Italien. Ich sehe schon die Schlagzeilen: 'Weltmeister, Grande Kimi' und so weiter. Und das ist wirklich nicht gut, denn es werden Fehler kommen", betont der 54-jährige Österreicher.
Auch in dieser Saison unterliefen ihm bereits Fehler: In Australien crashte er im 3. Training heftig, im Sprint von China verursachte er eine Kollision mit Isack Hadjar. "Er ist noch ein Kind. Es ist zu früh, um überhaupt über eine Weltmeisterschaft nachzudenken", gibt Wolff zu verstehen.
Wolff: "Man kann sehen, dass er Fehler viel besser verdaut"
Dennoch zeigt er sich beeindruckt vom "massiven Fortschritt", den der Youngster über den Winter gemacht hat. Vor allem seinen mentalen Umgang mit Rückschlägen streicht der Österreicher positiv hervor: "Ich denke, in seiner Persönlichkeit kann man schon sehen, dass er Fehler viel besser verdaut."
Im teaminternen Duell sieht der 54-Jährige dennoch George Russell vorne. "Ich glaube als junger Mensch muss er einfach noch an Reife gewinnen. Und er hat einen fantastischen Fahrer als Teamkollegen, der schon acht Jahre länger in dieser Position ist", meint Wolff auf die Konstellation angesprochen.