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Regelreform: F1-Weltmeister Norris rechnet mit mehr Chaos-Rennen

Der Brite erwartet wegen des unterschiedlichen Batterie-Einsatzes mehr Überholmanöver und damit "Jojo-Effekte".

Regelreform: F1-Weltmeister Norris rechnet mit mehr Chaos-Rennen Foto: © GETTY

Formel-1-Weltmeister Lando Norris rechnet durch die große Regelreform mit den neuen, fast 500 PS starken Batterien in der kommenden Saison mit mehr Chaos-Rennen.

Der englische McLaren-Pilot geht von mehr Überholmanövern aus – entsprechend aber auch von mehr Duellen, bei denen Rivalen ihre Position verteidigen. "Man wird mehr Jojo-Effekte sehen", prophezeite Norris. "Es wird mehr Chaos auslösen als früher."

Boost Button und "Overtake-Mode"

Per Knopfdruck – genannt Boost Button – können die Fahrer in den Autos der neuesten Generation Batterie-Power aktivieren.

"Der Boost könnte theoretisch dazu beitragen, sich gegen ein hinteres Auto zu verteidigen oder ein vorausfahrendes Auto anzugreifen, vorausgesetzt, dass genügend Ladung gespeichert wurde", heißt es von der Formel 1. Der Boost kann auf einmal oder über die gesamte Runde verteilt eingesetzt werden.

Dazu kommt noch der zusätzliche "Overtake-Mode" – nur möglich, wenn ein Pilot innerhalb einer Sekunde an einen vorausfahrenden Konkurrenten ist. Dann wird kurzzeitig mehr elektrische Leistung abgerufen, sofern sie vorhanden ist. Der Fahrer kann das Aufladen direkt nur dadurch steuern, wenn er vom Gas geht.

Norris hat "Lebensziel erreicht"

"Die größte Herausforderung im Moment ist das Batterie-Management", betonte Norris. "Zu wissen, wann man es am besten einsetzt. Es ist nicht einfach, auch wenn man es in einfachen Worten erklären kann: Du hast eine sehr kraftvolle Batterie, die aber nicht sehr lange hält."

Norris startet als Titelverteidiger in die Saison, er hatte die WM im Vorjahr zwei Punkte vor dem viermaligen Champion Max Verstappen im Red Bull gewonnen. Die Nummer eins, die dem Weltmeister vorbehalten ist, auf dem Auto zu tragen, sei schon cool, meinte Norris.

Sein Ehrgeiz, weiter zu gewinnen, sei aber noch gleich groß. "Ich werde versuchen, so viele Titel wie möglich zu gewinnen", versicherte der 26-Jährige. "Wenn ich es nie mehr schaffe, bin ich auch glücklich. Ich habe es einmal geschafft." Nicht viele Menschen würden ihr Lebensziel erreichen. "Ich habe mein Lebensziel erreicht, das macht mich stolz."

Die neue Formel-1-Saison beginnt am 8. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne. Davor stehen auf dem Wüstenkurs in Sakhir in Bahrain von 11. bis 13. sowie von 18. bis 20. Februar noch zweimal Testfahrten auf dem Programm.

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