Mercedes kommt mit "blauem Auge" davon

Mercedes kommt mit Foto: © getty
 

Die Hoffnungen von Mercedes waren vor dem Rennwochenende in Frankreich groß, dass man nach den beiden Pleiten-Wochenenden zuletzt in Le Castellet die alten Kräfteverhältnisse wiederherstellen kann.

Erfüllt haben sich diese Hoffnungen bisher allerdings nicht, im Qualifying müssen sich die Silberpfeile Max Verstappen klar geschlagen geben. Der WM-Leader macht mit Startplatz eins die nächste Kampfansage an Rekord-Champion Hamilton, der als Zweiter 0,258 Sekunden auf den Niederländer einbüßt. Valtteri Bottas wird Dritter.

"Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen, würde ich sagen. Wir waren einfach nicht schnell genug", muss Mercedes-Teamchef Toto Wolff eingestehen. Die Pole Position sei aber ohnehin außer Reichweite gewesen. "Erster und Zweiter wäre natürlich besser, aber da war heute nichts zu holen. Max war in seiner eigenen Liga. Deswegen bin ich mit dem Abstand gar nicht so unzufrieden. Das hat viel schlimmer ausgeschaut in der ersten Qualifying-Session", erklärt Wolff bei "ServusTV".

"Wir haben das Auto total umgebaut"

Hamilton spricht von einem "wirklich harten Wochenende". Es sei sehr schwierig gewesen, das Auto in ein Fenster zu bringen, in dem es konkurrenzfähig ist. Seit dem ersten freien Training am Freitag habe man diverse Veränderungen vorgenommen.

"Wir haben das Auto total umgebaut, sodass er sich dann besser gefühlt hat. Ein guter Schritt, aber vielleicht zu spät", meint Wolff. Hamilton sieht es nicht ganz so dramatisch: "Letztlich haben wir was gefunden, was wirklich funktioniert. Ich bin nicht unzufrieden insgesamt."

Mercedes räumt mit Chassis-Mythos auf

Bei den beiden Mercedes-Piloten wurde vor diesem Rennwochenende das Chassis getauscht: Hamilton bekam jenes von Bottas und vice versa. Wolff verneint Gerüchte, dass dahinter ein Manöver steckt, um für den in der WM besser positionierten Hamilton optimale Voraussetzungen zu schaffen.

"Da sind ein paar verwirrt. Wir haben vier Chassis, bei denen müssen wir einfach die Kilometer ausbalancieren. Deswegen haben wir die Entscheidung getroffen", sagt er auf "ServusTV" und spielt die Bedeutung des Teils herunter: "Das Chassis ist im Endeffekt eine Carbon-Badewanne, die schützt und steif sein muss. Alles andere sind die entscheidenden Teile."

Wolff: Mercedes kämpft "mit stumpfen Waffen"

Im Kampf gegen Verstappen wird Mercedes jedenfalls alles aus dem Auto herausholen müssen. Besonders optimistisch gibt sich im Lager des Weltmeister-Teams in Blickrichtung Rennen aber nicht.

Die Longruns von Red Bull seien im Training besser gewesen, merkt Hamilton an: "Sie waren ein Zehntel schneller." Dem stimmt auch Wolff zu und ergänzt: "Der Speed auf den Geraden ist mit dem neuen Honda-Motor ebenfalls besser." Deshalb kämpfe man aktuell "mit stumpfen Waffen".

Von vornherein geschlagen geben will sich Hamilton allerdings nicht. "Ich habe Hoffnung", sagt der siebenfache Weltmeister. "Mit P2 haben wir eine Chance in Kurve eins und danach mit Strategien. Vielleicht regnet es sogar, dann erleben wir die Regenmeister bei der Arbeit! Wir lieben diesen Kampf, deshalb werden wir weiter pushen, immer weiter kämpfen und alles geben."

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