Bottas schlägt im Imola-Qualifying zurück

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Mercedes ist in der laufenden Formel-1-Saison weiter nicht zu stoppen und gibt auch im Qualifying beim Grand Prix der Emilia Romagna in Imola das Tempo vor.

Beim Comeback auf der Traditionsrennstrecke nach 14 Jahren machen sich WM-Leader Lewis Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas die Pole Position einmal mehr unter sich aus. Diesmal mit dem besseren Ende für den Finnen: Bottas bleibt 0,097 Sekunden vor Hamilton und schlägt damit nach der knappen Quali-Niederlage in der Vorwoche zurück. Für Bottas ist es die vierte Pole Position heuer und seine 15. insgesamt.

Max Verstappen, bei dessen Red Bull in Q2 eine Zündkerze getauscht werden muss, bleibt wie so oft nur Rang drei (+0,567). Dahinter überrascht Pierre Gasly mit Rang vier. Der Alpha-Tauri-Pilot sorgt damit für das beste Qualifying-Ergebnis des Rennstalls in dieser Saison.

Daniel Ricciardo, Alex Albon, Charles Leclerc, Daniil Kvyat, Lando Norris und Carlos Sainz komplettieren die Top Ten.

Für Sebastian Vettel ist einmal mehr in Q2 Endstation. Der Deutsche im Ferrari kommt nicht über Platz 14 hinaus.

Das Rennen findet am Sonntag (13.10 Uhr) statt.

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Hamilton: "War eine schlechte Runde von mir"

"Das ist eine wunderbare Strecke und ein großartiges Gefühl, hier die Pole zu holen", meinte Bottas nach seiner 15. Pole Position und der vierten in diesem Jahr. "Ich wusste, ich musste in der letzten Runde riskieren und das Auto hat richtig geantwortet." Mercedes dominierte wie an jedem anderen Schauplatz in diesem Jahr die Qualifikation und wird auch beim 13. WM-Lauf der Saison von ganz vorne starten.

"Auf einer Runde ist er unheimlich schnell, das sieht man auch jetzt wieder", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff im ORF-Interview. "Valtteri hat einen super Job gemacht, von mir war es eher eine schlechte Runde", erklärte Hamilton trotz des knappen Abstands zwischen den beiden. Auch der 35-Jährige lobte ausdrücklich die Strecke, auf der die Formel 1 zuletzt 2006 ein Rennen ausgetragen hatte.

Die Rückkehr zum Autodromo Enzo e Dino Ferrari, auf dem Rekordweltmeister Michael Schumacher 2006 einen seiner letzten GP-Siege eingefahren hatte und Ayrton Senna sowie Roland Ratzenberger 1994 tödlich verunglückt waren, verlief ungewohnt. Denn auf die beiden Freitagstrainings wurde verzichtet, stattdessen gab es nur eine eineinhalbstündige Trainingseinheit am Samstagvormittag. Dabei ging es primär darum, möglichst viele Daten für das Qualifying am Nachmittag zu sammeln.

Hektik bei Red Bull

Nervenaufreibend verlief dieses für die Mannschaft von Red Bull, da Verstappen im zweiten Quali-Abschnitt über plötzlich auftretenden Leistungsverlust schimpfte. In der Box wurde eine Zündkerze als Problem ausgemacht und in Rekordzeit getauscht. "Es war kein tolles Qualifying wegen dieser Sache, wir haben nicht viele Runden geschafft", sagte Verstappen. "Wir haben uns definitiv schwergetan, aber der dritte Platz ist nicht schlecht."

Auf sich aufmerksam machte Monza-Sieger Pierre Gasly, der seinen AlphaTauri auf den vierten Platz stellte. "Es ist mein bestes Qualifying mit dem Team. Ich bin sehr glücklich", sagte der Franzose, der damit auch sein bestes Quali-Resultat insgesamt einstellte, dass er 2019 mit Red Bull in Hockenheim geschafft hatte.

Hinter Daniel Ricciardo (Renault) reihte sich Alexander Albon im zweiten Red Bull als Sechster ein. Red Bull Racing muss gegenüber dem Mercedes-Duo am Sonntag 34 Punkte aufholen, sonst ist die Entscheidung um den WM-Titel für die Konstrukteure gefallen. Für Mercedes geht es um die siebente Weltmeisterschaft in Folge - das wäre ein neuer Formel-1-Rekord.

"Wir wissen ja, dass wir es richtig vergeigen müssen, um die Weltmeisterschaft zu verlieren", meinte Wolff. Schon ein vierter Platz von Hamilton oder Bottas würde de facto reichen. Und auch auf Fahrer-Seite könnte am Sonntag der Titel für die "Silberpfeile" feststehen. Wenn Verstappen 104 Punkte hinter Hamilton zurückfällt, geht der Pokal fix an einen der beiden Mercedes-Piloten. 94 Punkte liegt er aktuell im Hintertreffen.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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