Red Bull bestätigt zweiten Piloten für 2020

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Wie der Formel-1-Rennstall Red Bull Racing am Dienstag bekannt gibt, wird neben Jungstar Max Verstappen der Thailänder Alex Albon in der kommenden Saison das zweite Cockpit des österreichisch-englischen Teams besetzen.

Albon, davor im Zweitteam Toro Rosso tätig, hatte bereits in der Sommerpause den bis dahin glücklosen Franzosen Pierre Gasly abgelöst.

In seinen bisherigen sieben Grand Prix für Red Bull Racing fuhr Albon immer unter die Top sechs. Auf seinen ersten Podestplatz muss der 23-Jährige, der erst in dieser Saison in der Königsklasse des Motorsports debütiert hat, allerdings noch warten.

Besetzung bei Toro Rosso bleibt gleich

Gasly darf 2020 an der Seite des Russen Daniil Kwjat bei Toro Rosso weiterfahren. Das bestätigten die Italiener in einer eigenen Mitteilung. Damit ist von allen zehn Teams für die kommende Saison nur noch ein Cockpit offen, jenes von Williams neben dem Briten George Russell. Dieses dürfte an den bisherigen kanadischen Ersatzfahrer Nicholas Latifi gehen.

"Alex hat seit seinem Debüt für das Team in Belgien extrem gute Leistungen gebracht", meint Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Albon verfüge über einiges Potenzial, das noch auszuschöpfen sei. "Es ist extrem hart, so ein Level an Konstanz zurückzuweisen, und in Kombination mit einem wachsenden Ruf als hartnäckiger, kämpferisch engagierter Rennfahrer, hat Alex bewiesen, dass er es völlig verdient."

Ähnlich äußerte sich Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost über Gasly und Kwjat. Beide würden das Potenzial des Autos ausschöpfen und wertvolles Feedback geben. "Dieses junge, aber erfahrene Duo, kombiniert mit einem hoffentlich konkurrenzfähigen Auto, werden die besten Faktoren sein, um 2020 eine sehr erfolgreiche Saison zu haben", sagt der Tiroler.

Verstappen will Dominanz von Hamilton brechen

Am Sonntag steht in Brasilien das vorletzte Saisonrennen auf dem Programm. Toro Rosso kämpft in der Konstrukteurs-WM noch um Rang sechs. Auf diesen hat sich Albon in der Fahrerwertung bereits geschoben. Sein Teamkollege Verstappen ist Vierter.

In der kommenden Saison will Verstappen die Vormachtstellung von Sechsfach-Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes zumindest angreifen. "Es wird ein wenig langweilig, Lewis siegen zu sehen, also müssen wir versuchen, das zu ändern", erklärt der Niederländer am Montag bei einem Sponsoren-Event. "Ich denke, es ist gut für den Sport, dass die jungen Burschen jetzt hinaufkommen und hoffentlich bald übernehmen."

Die jungen Burschen - damit meint der 22-Jährige vor allem sich selbst und den gleichaltrigen Monegassen Charles Leclerc, der in seiner ersten Ferrari-Saison als aktueller WM-Dritter überzeugt. Beide Youngsters haben zwei Saisonsiege stehen. Ansonsten gelang nur dem deutschen Ex-Weltmeister Sebastian Vettel ein Erfolg in einem Nicht-Mercedes.

Rekord "hängt nicht von Lewis ab"

Hamilton wird im Jänner 35 Jahre alt. Weil die revolutionären Reglementänderungen in der Königsklasse aber erst 2021 schlagend werden, darf sich der Engländer berechtigte Chancen ausrechnen, im kommenden Jahr die Rekordmarken von Michael Schumacher (7 WM-Titel, 91 Rennsiege) einzustellen.

"Es wird an seinem Team liegen, um ehrlich zu sein. Es wird nicht von Lewis abhängen", meint Verstappen. "Wenn Mercedes weiterhin wirklich dominante Autos baut, dann wird er sicherlich gewinnen. Wir müssen also als Team sicherstellen, dass wir sie schlagen können." Dazu soll auch Albon beitragen.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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