Noch zwei Verstappen-Siege zum WM-Titel?

Noch zwei Verstappen-Siege zum WM-Titel? Foto: © getty
 

Fünf Rennen hat die Formel 1 2021 noch zu bieten, es werden fünf heiße Grand Prix. Nach seinem Sieg beim Grand Prix der USA in Austin (Rennbericht>>>) nimmt Max Verstappen zwölf WM-Punkte Vorsprung auf Lewis Hamilton mit nach Mexiko, wo in zwei Wochen die nächste Station der "Königsklasse" wartet.

Damit spricht jetzt viel für den ersten Titel des Niederländers. Mexiko und Brasilien - die beiden nun folgenden Strecken - gelten aufgrund von Layout und Höhenlage als Vorteil für Red Bull. Dazu stehen die "Bullen" besser da, als sie selbst vermutet hätten.

"Wir haben befürchtet, dass wir nach Russland, der Türkei und den USA mit einem Rückstand dastehen werden. Das macht uns jetzt Mut", verrät Helmut Marko nach dem US-GP im "ORF".

Die Rechnung des RB-Motorsportchefs vor der Saison lautete: Zehn Siege werden zum Titel nötig sein. Verstappen hält nun bei acht. Setzt er also in Mexiko und Brasilien den vermuteten Vorteil seines Autos um, dann "können wir beruhigt ins Finish gehen", so Marko.

Ein Hin und Her von Session zu Session

Freilich: So einfach wird die Rechnung nicht sein. Das Pendel zwischen Red Bull und Mercedes schwingt derzeit nicht nur zwischen Sessions, sondern sogar Rennabschnitten hin und her.

War Mercedes am Austin-Freitag in den Trainings noch voran, wandelte sich das am Samstag im Qualifying zu einem Nachteil um. Auch im Rennen selbst wechselte ständig zwischen Verstappen und Hamilton, wer gerade das schnellere Gefährt unter dem Gesäß hatte.

So wurde das Rennen zum Strategie-Poker, in dem Red Bull für einen aggressiven Ansatz belohnt wurde. Verstappen verlor die Führung am Start, wagte aber einen frühen Undercut und erlangte sie so zurück. Als die Führung beständig schmolz, kam der Niederländer wieder früher als Hamilton rein - ganze acht Runden. Der Brite fuhr die Lücke am Ende auf den frischeren Reifen zwar zu, aber nicht mehr vorbei.

"Der letzte Stint war sehr lang, überhaupt in dieser Hitze. Aber wir hatten am Ende noch genau so viel Reifen übrig, um zwei Runden attackieren zu können. Das ganze Rennen über hat Mercedes den Druck hochgehalten, wir haben nie gewusst, wie schnell Lewis sein wird. Es war aufregend", hatte Verstappen am Ende leicht lachen.

Red-Bull-Risiko wäre für Mercedes zu hoch

"Wir wussten, dass es eng wird. Wir haben zwischendurch sogar mit drei Stopps kalkuliert. Aber Hamilton hat bei der Aufholjagd die Reifen nicht so geschont, wie es für einen guten Angriff noch nötig gewesen wäre", lautete Markos Analyse.

Hamilton selbst stimmte dem zu: "Der Rückstand war groß, am Ende zu groß. Ich hätte noch einige Runden gebraucht, sie hatten nicht so einen hohen Reifenverschleiß. Die Track Position gab am Ende den Ausschlag für Red Bull."

Toto Wolff gab aber zu: Das hohe Risiko von Red Bull wäre Mercedes umgekehrt nicht eingegangen, darum war der Sieg verdient: "Wir haben in Bahrain so gewonnen, heute sie."

Und: Red-Bull-Strecken hin oder her - Wolff erwartet jetzt einen Kampf auf Biegen und Brechen von Session zu Session.

"Es gibt jetzt kein klares Momentum. Wir müssen in Mexiko alle Stärken zusammentun. Jetzt zählt jedes Rennen."

Formel 1 - Termine/Ergebnisse>>>

Formel 1 - WM-Stand>>>

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..