Toto Wolff kontert Ausstiegsgerüchten
Ineos hat sich bereits als Sportsponsor im Radfahren (durch Übernahme des Teams Sky), Segeln (Team UK im America's Cup), im Marathonlauf (1:59 Challenge in Wien) sowie im Fußball (OGC Nizza) einen Namen gemacht.
Zuletzt hatte es Gerüchte über einen Mercedes-Ausstieg aus der Formel 1 gegeben, nachdem der Mutterkonzern Daimler im November angekündigt hatte, dass man bis Ende 2022 mindestens 10.000 Stellen streichen werde, um die Personalkosten um 1,4 Milliarden Euro zu senken. Diesen trat Wolff nun entschieden entgegen.
"Die Teilnahme an der Formel 1 ist eine der größten Kapitalrenditen im gesamten Daimler-Konzern", bekräftigte der 48-Jährige. Und "im Vergleich zu den Milliarden von Marketingwerten, die generiert werden", koste dieses Engagement "wenig". Gleichzeitig verwies Wolff auf Daten, die zeigen, dass der durchschnittliche Mercedes-Kunde jünger werde.
Wolff will Formel 1 wie NFL und NBA aufbauen
Daneben arbeite man bei Mercedes auch an einer Vertragsverlängerung mit Superstar Lewis Hamilton, der heuer auf seinen bereits siebenten WM-Titel losgeht.
"Wir möchten den schnellsten Mann im Auto haben, und ich weiß, dass Lewis im schnellsten Auto sitzen möchte", wies Wolff darauf hin, dass eine weitere Zusammenarbeit mit dem Serien-Champion, dessen aktueller Kontrakt noch bis Saisonende läuft, deshalb auf der Hand liege.
Ziel sei es die Formel 1 zu einer ähnlichen Erfolgsmarke wie die National Football League (NFL) und National Basketball Association (NBA) im US-Sport zu machen. Dazu wolle Wolff als Mercedes-Teamchef im Verbund mit seinen Partnern entscheidend beitragen.