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Für eine Überraschungen sorgen George Russell und Nicholas Latifi: Beide Williams-Piloten schaffen es in Q2 und stehen auf den Rängen 12 und 15.
Hamilton jagt Schumacher-Marke - wieder mal
Die Position ganz vorne schien für den 35-jährigen Hamilton nie in Gefahr zu sein. Neben seiner siebenten Ungarn-Pole schaffte er in 1:13,447 Minuten außerdem die schnellste jemals auf dem Hungaroring gefahrene Runde.
Gewinnt Hamilton auch das Rennen, stellt er mit dem achten Triumph die Michael-Schumacher-Bestmarke von acht Siegen auf der gleichen Strecke ein. Dem Deutschen war das beim Großen Preis von Frankreich in Magny Cours gelungen.
Racing Point als zweite Kraft
Als zweite Kraft hatten sich schon in den drei Trainings davor die pinken Autos des Racing-Point-Teams herauskristallisiert. Am Samstag bestätigten Stroll und sein mexikanischer Stallgefährte Sergio Perez als Vierter diese Erkenntnis.
Beide lagen in ihren von der Konkurrenz als "Mercedes-Kopien" verunglimpften Boliden rund eine Sekunde hinter den schwarz gehaltenen Originalen.
Ferrari mit leichter Aufwärtstendenz
Ferrari und auch Red Bull konnten nicht um die vorderen Plätze der Startaufstellung mitkämpfen. Der Ferrari lief auf der kurvenreichen Strecke in Mogyorod außerhalb von Budapest aber immerhin besser als zuletzt in Österreich.
Bester des Scuderia-Duos war Sebastian Vettel als Fünfter, Charles Leclerc reihte sich direkt hinter dem Deutschen als Sechster ein. Erstmals schafften es damit beide Ferrari in die Top Ten.
Max Verstappen im Red Bull musste sich mit Rang sieben begnügen, das austro-englische Team hat sich bei der Abstimmung des Autos offenbar vertan.
"Muss mich selbst zwicken"
"Ich muss mich selbst zwicken", meinte Hamilton, als er nach dem Qualifying auf die 90. Karriere-Pole angesprochen wurde. "Das ist wirklich bewegend, und ich muss einer Menge Leute dafür danken. Valtteri macht es mir nicht einfach", spielte er den Ball sofort an seinen finnischen Teamrivalen weiter.
"Meine Runden waren okay, und Lewis hat einen tollen Job gemacht", sagte der angesprochene Bottas. "Es wird ein enges Rennen zwischen uns bis zur ersten Kurve, ich kann es kaum erwarten."
Vettel: "Besser als die letzten beiden Wochenenden"
Vettel freute sich über einen kleinen Schritt nach vorne, der Ferrari wohlgemerkt auf einem Kurs, der dem SF1000 deutlich mehr entgegenkommt, gelungen ist. "Natürlich ist es besser als die letzten beiden Wochenenden", merkte der Heppenheimer an. "Ich hoffe, dass sich das auch morgen fortsetzt."
Im Gegensatz zu den ersten vier Autos starten die Ferrari am Sonntag auf den weicheren, schnelleren Soft-Reifen. Das könnte ein Vorteil in der Anfangsphase sein. Im Qualifying-Duell mit Leclerc ging Vettel, der das Traditionsteam am Jahresende verlassen muss, übrigens mit 2:1 in Führung.