Gegenseitige Kritik bei Ferrari in Spielberg

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"Eine große Überraschung, aber eine gute!"

Sogar Charles Leclerc hat mit seinem zweiten Platz beim Formel-1-Auftakt in Spielberg nicht unbedingt gerechnet. Nach dem verpatzten Qualifying mit den Plätzen sieben (Leclerc) und elf (Vettel) erlebte die Scuderia in der Steiermark doch noch ein kleines Happy End.

"Es fühlt sich wie ein Sieg an", jubelt Leclerc. "Ich glaube, wir haben alles perfekt gemacht, um am Ende Zweiter zu werden. Wir hatten ein bisschen Glück, natürlich. Die Strafe gegen Lewis, ein paar Unfälle hier und da. Aber das gehört zum Rennsport dazu. Es war unser Ziel, jede Gelegenheit beim Schopfe zu packen", ist der Monegasse mit Platz zwei mehr als glücklich.

Der Rest des Teams ist hingegen damit beschäftigt, sich gegenseitig zu kritisieren.

Vettel kritisiert das Auto, Binotto kritisiert Vettel

Bei Sebastian Vettel regiert nach dem verpatzten Qualifying und einem Rennen zum Vergessen - der Deutsche kam nach einem Dreher nicht über Rang zehn hinaus - Frust pur.

"Ich bin froh, dass ich mich nur einmal gedreht habe. Es war sehr schwierig und wurde recht eng. Ich denke, es war Carlos oder einer der McLaren, der in die Kurve einbog. Ich war am Limit, weil ich einfach so nah wie möglich dran sein wollte, und verlor das Heck. Aber das ist ehrlicherweise ein paar Mal passiert. Von daher bin ich wie gesagt froh, dass es nur einmal passiert ist", schildert Vettel.

Der Deutsche verteidigt sich und schiebt die Schuld ein wenig auf den SF1000: "Das Auto war echt sehr, sehr schwierig zu fahren, ich habe mein Bestes versucht. Wir hatten unheimliche Probleme, überhaupt auf der Strecke zu bleiben. Ich glaube, die Pace war auch extrem langsam das gesamte Rennen über."

Teamchef Mattia Binotto will die Kritik so nicht auf sich sitzen lassen und erklärt gegenüber "Sky": "Es war sicher nicht Sebs tollstes Rennen. Ich denke, er hat sich mit dem Auto und der Balance des Autos nicht wohl gefühlt. Er sagte, dass Auto sei weniger gut fahrbar gewesen als noch am Freitag. Unter diesen Bedingungen kann ein Fahrer nicht sein Bestes zeigen. Was den Dreher angeht, war das keine tolle Aktion von ihm. Ich denke, es ist schade, denn es wäre wichtig gewesen, Punkte zu erzielen, insbesondere wenn das unseren direkten Konkurrenten nicht gelingt."

Vettel: "Können vorne nicht viel mitreden"

Laut Binotto könne man mit Leclercs Podestplatz zufrieden sein, "aber nicht mit unserer Performance. Wir haben sehr deutlich gesehen, dass wir nicht dort stehen, wo wir es erwartet hatten. Wir wussten, dass es schwierig werden würde und wir noch nicht so konkurrenzfähig sind, aber die Quali war wirklich schlecht. Wenn wir uns die Runde im Vergleich zum Pole-Setter anschauen, fehlt uns eine Sekunde, und wir verlieren auf den Geraden sieben bis acht Zehntel. Bei schwierigen Gripverhältnissen ist der Rückstand geringer, aber dort, wo es auf die pure Leistung ankommt, haben wir Probleme. Das gilt es zu untersuchen. Aber der Unterschied überrascht uns schon etwas."

In diesem Punkt sind sich Binotto und Vettel einig: "Vorne können wir im Moment nicht viel mitreden. Das Rennen war sehr chaotisch und wir hatten alle Hände voll zu tun", so Vettel. "Unter normalen Umständen sind fünfte oder sechste Plätze das Höchste, was in uns steckt. Wir haben viel Arbeit!"

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Textquelle: © LAOLA1.at

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