Ferrari auch im 2. Spa-Training vorne

Ferrari auch im 2. Spa-Training vorne Foto: © getty
 

Auch im zweiten Training zum Großen Preis von Belgien (So., ab 15:10 Uhr im LIVE-Ticker) geht die Bestzeit an Ferrari.

Diesmal hat allerdings Kimi Räikkönen die Nase vorne. Der Finne setzt sich in 1:43,355 Minuten vor dem Mercedes-Duo Lewis Hamilton (+0,168 Sek.) und Valtteri Bottas (+0,448) durch.

Max Verstappen im Red Bull belegt Rang vier (+0,691), gefolgt von Sebastian Vettel (+0,774), dem Schnellsten im ersten Training. Daniel Ricciardo belegt Rang sechs (+0,895).

Die Top Ten komplettieren Sergio Perez, Carlos Sainz, Markus Ericsson und Charles Leclerc.

Das dritte freie Training in Spa findet am Samstag um 12 Uhr statt.

Vor dem 13. der 21 Saisonrennen hat der Brite Hamilton 24 Punkte Vorsprung auf Vettel. Für beide geht es um den fünften WM-Titel ihrer Karriere. Im Vorjahr siegte in Belgien Hamilton vor Vettel.

Hamilton: "Der Druck ist so groß, wie nur möglich"

Beide Piloten suchen in den ersten Sessions nach dem Sommerurlaub noch nach ihrer Titelform. Durch ungewohnte Fahrfehler verpassten die beiden WM-Rivalen die Tages-Bestzeit. Vettel immerhin durfte dank Räikkönens Bestzeit Hoffnung für das Rennen am Sonntag schöpfen. Mercedes-Star Hamilton wurde nach einigen Verbremsern Zweiter.

Für Vettel reichte es nach Platz eins zum Auftakt im schnelleren zweiten Training nur zu Rang fünf. "Am Anfang braucht man etwas, den Rhythmus wiederzufinden", sagte der 31-Jährige. In den stark verbesserten Autos ziehe es "schon gewaltig am ganzen Körper. Es ist dann nicht so einfach, jede Kurve zu treffen", erklärte der Ferrari-Fahrer.

Das 13. Saisonrennen am Sonntag ist wegweisend für die verbleibenden drei WM-Monate. "Wenn wir diesen Speed haben bis zu den letzten Rennen des Jahres, dann haben wir es in der Hand", versicherte Vettel, der 24 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hamilton hat.

Der Achterbahn-Kurs in den Ardennen ist wie die Vollgas-Piste in Monza eine Woche später der härteste Test für die Tempo-Fähigkeiten der Boliden. Kann Ferrari hier die in den Vorjahren dominierenden Silberpfeile überflügeln, ist Vettels Titel-Mission wieder auf Kurs.

Auch deshalb zogen beide Teams in Belgien den letzten Motoren-Joker für die WM-Zweikämpfer. Nur drei Triebwerke dürfen in diesem Jahr straffrei eingesetzt werden, in Spa fahren sowohl Vettel wie auch Hamilton nun mit der dritten Ausbaustufe. Muss in den folgenden acht Grand Prix noch einmal ein neuer Motor eingebaut werden, werden Startplatz-Strafen fällig. Genau aus diesem Grund müssen Hamiltons finnischer Teamkollege Valtteri Bottas und Renault-Fahrer Nico Hülkenberg schon in Spa von ganz hinten starten.

"Der Druck ist so groß, wie es nur möglich ist. Aber das bringt uns dazu, uns weiterzuentwickeln und besser zu werden", philosophierte Hamilton. Seinen Antrieb findet der 33-Jährige längst in den Geschichtsbüchern. Mit dem fünften WM-Titel könnte er genauso wie Vettel in diesem Jahr die Legende Juan Manuel Fangio einholen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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