Diese Fehler kosten Vettel und Ferrari die WM

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Spätestens nach dem GP von Japan gibt es nur mehr wenig Zweifel: Lewis Hamilton wird sich in der Formel-1-Saison 2018 zum Weltmeister krönen.

Vier Rennen vor Saisonende liegt der Mercedes-Pilot bereits 67 Punkte vor seinem Konkurrenten Sebastian Vettel (So holt Hamilton schon in Austin den Titel). Der Ferrari-Pilot verlor nach einem Crash mit Verstappen und Endrang sechs in Suzuka erneut an Boden auf Hamilton.

"Wir haben keine Punkte gutgemacht, dafür muss man kein Genie sein. Wenn's so läuft, fällt es den anderen natürlich in den Schoß", muss Vettel zugeben.

Während sich der Deutsche weiter in Zweckoptimismus übt, formuliert es Maurizio Arrivabene etwas eindeutiger: "Was die anstehenden Rennen betrifft, sieht die Situation natürlich aussichtslos aus", so der Ferrari-Teamchef. "Aber es ist unser Job, das Unmögliche möglich zu machen. Das versuchen wir bei den nächsten vier Grand Prix."

Während sich Mercedes in der entscheidenden Phase der WM kaum bis gar keine Fehler leistet, bringen sich Ferrari und Vettel immer wieder selbst um wertvolle Punkte. Bereits desöfteren leistete man sich in dieser Saison Patzer, die Hamilton den Weg zum Titel erleichtern.

Diese Fehler kosten Vettel die WM:

GP von Aserbaidschan: In der Schlussphase des Rennens attackiert Vettel Bottas beim Re-Start nach dem Safety Car zu ungestüm. Er verbremst sich und zerstört sich damit seine Reifen - nur Platz vier. Weil Bottas kurz darauf selbst einen Reifenschaden erleidet, wäre für Vettel sogar der Sieg drin gewesen.

GP von Spanien: Ferrari verzockt sich bei der Strategie. Vettel kommt als einziger der Top-Piloten zwei Mal an die Box, Hamilton, Bottas und Verstappen stoppen nur ein Mal und landen vor dem Deutschen.

GP von Frankreich: Wieder gibt es eine Kollision mit Bottas. Diesmal verbremst sich Vettel auf Platz drei liegend beim Anbremsen auf die erste Kurve und kracht mit seinem Frontflügel in Bottas. Der Deutsche fällt weit zurück und kämpft sich vom Ende des Feldes immerhin noch auf Rang fünf nach vorne, ein Podestplatz wäre aber definitiv möglich gewesen.

GP von Österreich: In Spielberg übersieht Vettel im Qualifying Sainz, der einen Crash nur knapp verhindern kann. Vettel wird mit einer Rückversetzung um drei Plätze bestraft und beendet das Rennen auf Rang drei. Nachdem beide Mercedes ausfallen, verpasst es der Ferrari-Pilot, noch mehr Punkte zu holen. Die Scuderia verzichtet auch darauf, Vettel am zweitplatzierten Räikkönen vorbeizuwinken.

GP von Deutschland: Einer der bittersten Momente überhaupt für Vettel in dieser Saison. Beim Heimrennen fällt der Deutsche nach seinem Stopp hinter Räikkönen zurück. Er riskiert in der Folge zu viel, landet nach einem Fehler auf nasser Strecke im Kiesbett und scheidet in Führung liegend aus. Hamilton gewinnt von Platz 14 aus.

GP von Ungarn: Vettel geht als einziger der Top-Piloten mit Soft-Reifen ins Rennen und kann Leader Hamilton attackieren. Nach einem verpatzten Boxenstopp hängt der Deutsche aber lange hinter Bottas fest, Hamilton ist damit außer Reichweite.

GP von Italien: Im Ferrari-Land wäre alles für einen Sieg der Scuderia angerichtet gewesen, wäre Vettel nicht gleich in Runde eins mit Hamilton kollidiert. Der Deutsche beschädigt sich beim Versuch, Hamiltons Überholmanöver abzuwehren, den Frontflügel und fällt auf den letzten Platz zurück. Am Ende wird er Vierter, Hamilton gewinnt.

GP von Japan: Nach einer Ferrari-Fehlentscheidung in Hinblick auf die Reifenwahl in Q3 startet Vettel in Suzuka nur von Startplatz acht. Nach einer guten Anfangsphase kommt es im Kampf um Platz drei nach einem aggressiven Manöver des Deutschen zu einer Kollision mit Max Verstappen. Vettel dreht sich und fällt ans Ende des Feldes zurück, er muss sich mit Rang sechs begnügen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Formel 1: Vettel crasht bei Hamilton-Sieg in Japan

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