Verstappen hofft trotz Überlegenheit auf Kampf

Verstappen hofft trotz Überlegenheit auf Kampf Foto: © getty
 

Der Vorteil nach dem Qualifying am Freitag lag ausnahmsweise wieder bei Lewis Hamilton und Mercedes, im Sprint merzte Max Verstappen diesen "Makel" aber einmal mehr aus und nimmt den Grand Prix von Großbritannien in Silverstone (So., ab 16:00 Uhr im LIVE-Ticker) von der Pole Position in Angriff.

Die Premiere des Formats ermöglichte ihm den Bruch der Mercedes-Dominanz auf der Strecke, denn seit 2013 holten die "Sterne" jedes Mal den ersten Startplatz. Möglich machte es ein guter Start in den erstmals ausgetragenen Sprint, der Niederländer kam sofort an seinem WM-Kontrahenten vorbei.

"Wir hatten einen guten Start und einen guten Kampf mit Lewis in der ersten Runde, danach haben wir geschaut, dass wir unsere eigene Pace fahren", kommentiert der WM-Führende seine souveräne Vorstellung in der 17-Runden-Session. Tatsächlich musste Verstappen nur in den ersten Runden die Konterversuche von Hamilton abwehren, danach wurde es eine ungefährdete Sache.

Und das, obwohl Reifenprobleme auftraten. Damit schienen aber alle Fahrer zu kämpfen. "Du hast weniger Sprit, kannst die Autos mehr pushen, das ist sehr hart für die Reifen", erklärte Verstappen. Für das eigentliche Rennen würden sich daraus aber Schlüsse ziehen lassen.

Am Start selbst sorgte der Youngster mit brennenden Bremsscheiben an seinem Red Bull für die spektakulärsten Bilder. Kurz befürchtete Verstappen, die Bremsen könnten komplett versagen. "Ein bisschen Feuer ist okay, aber irgendwann war es ziemlich stark. Als ich in Kurve drei gefahren bin, wusste ich nicht, ob die Bremsen funktionieren würden, aber zum Glück war der Schaden nicht so schlimm."

Zündet der kleine Mercedes-Vorteil?

Wie in Spielberg ist auch in England volles Haus angesagt, wobei der überwiegende Großteil des Publikums - ganz im Gegensatz zur Steiermark - wohl eher einen Hamilton-Sieg sehen will. "Aber ich hoffe auf einen guten Kampf", nimmt Verstappen diese Tatsache sportlich entgegen.

Vorteile scheinen die Mercedes auf der Geraden zu haben, wo der auf Topspeed getrimmte "schwarze Silberpfeil" stärker als die Red Bull sein dürfte. Da seit dem Qualifying die Autos den Parc-fermé-Regeln unterliegen, können hier auch keine Änderungen mehr vorgenommen werden.

Dennoch fand Hamilton kein Vorbeikommen mehr. "Er ist einfach weggezogen, und ich bin nicht mehr nachgekommen", grübelte der amtierende Weltmeister, der sich auch seinen schlechten Start nicht erklären konnte. "Ich habe getan, was notwendig war."

Gerade der Start müsse am Sonntag aber gut funktionieren, um vielleicht vorbeizukommen und auf diesem Weg eine Chance zu ergattern.

Strategie-Spielchen als Spannungsfaktor?

Der wahrscheinlichere Zugang ist aber eine riskante Strategie. Sowohl Mercedes, als auch Red Bull sahen im neuen Format den größten Vorteil, viel über die Reifen im Renntrimm gelernt zu haben. Die Herangehensweisen für den Sonntag könnten dadurch über den Haufen geworfen worden sein.

So schickte Mercedes etwa Valtteri Bottas eigentlich mit dem Plan eines frühen Angriffs auf Verstappen mit Soft in den Sprint. Der erfolgte nicht, es zeigte sich aber, dass die weichen Reifen wesentlich länger als gedacht durchhalten.

Führt diese Einsicht zu mehr Spannung im Rennen, könnte Toto Wolff vielleicht auch den Sprint positiver als jetzt sehen (HIER nachlesen>>>).

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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