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Einspruch! McLaren und Red Bull gehen gegen Monaco-Ergebnis vor

Das Strafenchaos geht in die nächste Runde. Red Bull hat den Pokal für Platz drei noch nicht zurückgegeben.

Einspruch! McLaren und Red Bull gehen gegen Monaco-Ergebnis vor Foto: © IMAGO / NurPhoto

Das Chaos um Tempoverstöße in der Boxengasse beim Formel-1-Rennen in Monaco hat ein weiteres Nachspiel. McLaren und Red Bull haben gegen die nachträgliche Änderung des Endstands durch den Weltverband (FIA) Einspruch eingelegt.

Das FIA-Urteil zugunsten von Alpine-Pilot Pierre Gasly, dessen Strafe am Grünen Tisch aufgehoben worden war, "birgt die Gefahr sportlicher Ungerechtigkeit und untergräbt das Vertrauen in die konsequente Anwendung des FIA-Sportreglements", so McLaren.

Fehler bei Geschwindigkeitsmessung

Beim WM-Lauf in Monte-Carlo hatte es eine Reihe von Zeitstrafen wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse gegeben. Später räumte die FIA aber Probleme bei der Zeitmessung ein.

Alpine hatte eine Überprüfung verlangt, daraufhin hatte der Franzose Gasly wieder den dritten Platz zugesprochen bekommen. Anders als einige Konkurrenten hatte Gasly seine Strafe noch nicht während eines Reifenwechsels im Rennen verbüßt, daher war ein Einspruch möglich.

Red-Bull-Fahrer Isack Hadjar, der eigentlich als Dritter gewertet worden war, verlor den Podestplatz wieder. Sein Team hat den Pokal jedoch bisher nicht zurückgegeben und legte nun dem Fachportal "motorsport.com" zufolge ebenfalls Berufung gegen die FIA-Entscheidung ein.

"Wir sind der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen zur sportlichen Fairness, zur Konsistenz der Regelauslegung und zur Integrität des Wettbewerbs aufwirft"

McLaren

Bei McLaren war der Australier Oscar Piastri betroffen, der durch Gaslys Aufrücken von Platz vier auf Rang fünf rutschte und so zwei WM-Punkte verlor.

Mercedes verlangt neue Überprüfung

McLaren argumentiert, dass die Teams bereits in Monte-Carlo von den Problemen bei der genauen Erfassung des Tempos in der Boxengasse gewusst hätten. Einige Rennställe hätten daher ihre Abläufe entsprechend angepasst und würden nun durch die Aufhebung der Strafe benachteiligt.

"Wir sind der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen zur sportlichen Fairness, zur Konsistenz der Regelauslegung und zur Integrität des Wettbewerbs aufwirft", teilte das britische Weltmeister-Team mit.

Auch Mercedes will das Rennergebnis nicht tatenlos hinnehmen. Das Silberpfeil-Team lässt auf demselben sportjuristischen Weg wie zuvor Alpine die ursprüngliche Wertung vom Rennsonntag überprüfen. George Russell war wegen einer Durchfahrtstrafe in Monaco nur Zwölfter geworden.

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