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Nächster Kontinentalverband stellt sich gegen Infantino!

Nach UEFA und CONCACAF stellt sich auch der asiatische Verband (AFC) gegen die WM-Investorenpläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Nächster Kontinentalverband stellt sich gegen Infantino! Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

Der Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und dessen milliardenschweren Investorenplan wächst (Alle Infos>>>).

Nach der UEFA und der CONACAF hat sich auch der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC), Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa, deutlich gegen das Vorgehen des Weltverbands gestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters".

In einem Schreiben an die 47 Mitgliedsverbände der AFC, das "Reuters" vorliegt, bezeichnete der Bahrainer die fehlende Einbindung der Kontinentalverbände durch die FIFA als "völlig inakzeptabel".

AFC-Präsident spricht Warnung aus

"Die AFC nimmt mit großer Sorge und Enttäuschung zur Kenntnis, dass sie vor der öffentlichen Ankündigung dieses Vorschlags auf keiner Ebene von der FIFA konsultiert wurde", schrieb Scheich Salman. Zudem habe der Verband keine detaillierten Analysen zu den möglichen finanziellen, rechtlichen oder organisatorischen Auswirkungen erhalten.

Der AFC-Präsident warnte davor, dass ein solches Vorgehen die bestehenden Strukturen des Weltfußballs gefährden könnte. "Die einseitigen Maßnahmen der FIFA scheinen die Grundpfeiler des Kontinentalfußballs zu untergraben, die auf Solidarität, Zusammenarbeit und Transparenz basieren", so Scheich Salman.

Ohne Zustimmung der Kontinentalverbände werde das Projekt nicht erfolgreich umgesetzt werden können, betonte der 58-Jährige. Er forderte, Infantinos Vorschlag müsse zunächst "gründlich geprüft und über die entsprechenden rechtlichen und Governance-Kanäle diskutiert" werden.

Kritik an engem Zeitplan

Zusätzlich bemängelte Scheich Salman den aus seiner Sicht zu engen Zeitplan. Infantino hatte in einem Schreiben an alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände angekündigt, dass jeder Verband 40 Millionen US-Dollar erhalten soll, wenn er dem Vorschlag bis zum 19. September zustimmt.

"Die AFC ist überrascht, dass der aktuelle Zeitplan nur einen äußerst begrenzten Zeitraum für die Prüfung eines Vorschlags von solcher Bedeutung vorsieht. Entscheidungen dieser Tragweite sollten niemals überstürzt getroffen werden", erklärte der AFC-Präsident laut dem "Reuters"-Bericht.

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