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FIFA-Machtkampf: Wird PSG-Boss zum Infantino-Herausforderer?

Laut einem Bericht könnte PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi bei der FIFA-Wahl im kommenden Jahr als Herausforderer von Gianni Infantino antreten.

FIFA-Machtkampf: Wird PSG-Boss zum Infantino-Herausforderer? Foto: © IMAGO / NurPhoto

Der milliardenschwere Investorenplan von FIFA-Präsident Gianni Infantino könnte einen Machtkampf um die Spitze des Weltverbands auslösen.

Laut einem Bericht des Magazins "Politico" erwägen führende europäische Fußballfunktionäre, PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi bei der FIFA-Wahl 2027 als Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken.

Das Magazin beruft sich dabei auf drei hochrangige Funktionäre aus dem internationalen Fußball, die anonym bleiben wollten. Demnach habe die Suche nach einem möglichen Herausforderer bereits während der jüngsten Klub-Weltmeisterschaft begonnen.

Infantinos Vorstoß, private Investoren an einer neuen Gesellschaft für die Vermarktung und Organisation von FIFA-Wettbewerben zu beteiligen, habe diese Überlegungen zusätzlich beschleunigt. Die UEFA reagierte darauf bereits mit einem WM-Boykott (Mehr Infos>>>).

Seit 2011 PSG-Präsident

Al-Khelaifi zählt zu den einflussreichsten Funktionären im Weltfußball. Seit 2011 steht der Katarer an der Spitze von Paris Saint-Germain, zugleich ist er Vorsitzender der beIN Media Group sowie Präsident der European Club Association (ECA), die mehr als 850 europäische Vereine vertritt.

Seinen politischen Einfluss stellte der 51-Jährige bereits im Zuge des Super-League-Streits im Jahr 2021 unter Beweis. Während sich zwölf europäische Spitzenklubs von den bestehenden Wettbewerben abspalten wollten, stellte sich PSG klar hinter die UEFA.

Kurz darauf übernahm al-Khelaifi die Führung der ECA und spielte eine zentrale Rolle bei der Neuordnung des europäischen Klubverbands.

Ein mit Infantinos Investorenprojekt befasster EU-Beamter sagte gegenüber Politico: "Die Sterne stehen günstig." Ob al-Khelaifi tatsächlich kandidieren wird, sei jedoch offen.

Kandidatur offen

Dagegen spricht zumindest seine eigene Haltung.

Ein Sprecher des PSG-Präsidenten wies entsprechende Spekulationen am Mittwoch zurück: "Nasser hat keine Ambitionen und kein Interesse an der FIFA-Rolle. Er wird sich weiterhin darauf konzentrieren, die Institutionen des europäischen und des Weltfußballs diskret zu unterstützen."

Unabhängig davon dürfte Gianni Infantino seine Position verteidigen wollen. Der Schweizer plant, bei der FIFA-Wahl 2027 für eine weitere Amtszeit als Präsident anzutreten.

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