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WM 2026: FIFA-Chef Infantino verteidigt hohe Ticketpreise

Der 56-Jährige kann die Kritik an den umstrittenen Ticketpreisen nicht verstehen. Den laufenden Ermittlungen in den USA blickt er gelassen entgegen.

WM 2026: FIFA-Chef Infantino verteidigt hohe Ticketpreise Foto: © GEPA

Gianni Infantino hat die umstrittenen Ticketpreise bei der Fußball-WM verteidigt.

"Es ist nicht so, dass jemand aufwacht und die Preise festlegt", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA und verwies auf die Preise für Eintrittskarten bei anderen Topsportarten in den USA.

Der Einstiegspreis von 60 Dollar für WM-Karten sei der niedrigste in dem Vergleich, meinte Infantino in Mexiko-Stadt. Genauso sei das beim Durchschnittspreis von 500 Dollar.

"Geld fließt zurück in den Fußball"

"Bevor wir 6,5 Millionen Tickets verkauft haben, haben wir uns mit den besten Anwälten abgesprochen", betonte Infantino, der immer wieder zwischen Englisch und Spanisch wechselte.

Beim Thema Ticketpreise, das die Gemüter angesichts astronomischer Preise auf dem von der FIFA abgesegneten Zweitmarkt besonders erhitzt, verteidigte er das Vorgehen seines Verbandes. "

Jeder Dollar, den wir generieren, fließt zurück in den Fußball." Wer investiere schon beispielsweise im Südsudan, fragte er und gab gleich die Antwort: "Wir tun es." Und das dank der Erträge.

Ermittlungen in den USA

Für das Finale der WM in New Jersey wurden auf dem Zweitmarkt auch schon Hospitality-Pakete für bis zu 600.000 Euro angeboten. Zwischenzeitlich standen hier sogar Endspiel-Tickets für mehrere Millionen Euro zum Verkauf.

Eintrittskarten für Gruppenspiele zwischen den Außenseitern Haiti und Schottland oder zwischen Ghana und Panama waren aber ab 330 oder 440 Euro zu bekommen.

Ermittlungen in den USA verfolgt Infantino nach eigenen Worten "sehr relaxed". In Kalifornien schickte der Generalstaatsanwalt ein Schreiben an die FIFA, um mögliche Verstöße gegen kalifornisches Verbraucherschutzrecht zu prüfen.

Die Generalstaatsanwältinnen von New Jersey und New York kündigten eine Untersuchung wegen Berichten über möglicherweise irreführende Ticketvergabepraktiken des Weltverbandes an.

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