Warum ein Fan in die Delegation von DR Kongo aufgenommen wurde
Bekannt wurde er bereits beim Afrika-Cup 2025. Nun ist er auch in Mexiko angekommen.
Einen solchen Fan sieht man bei einer Weltmeisterschaft wohl nur selten.
Michel Nkuka Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, fehlte beim WM-Auftakt der Demokratischen Republik Kongo gegen Portugal wegen Isolationsmaßnahmen noch.
Im Spiel gegen Kolumbien war der 49-Jährige jedoch erstmals vor Ort – sehr zur Freude der Mannschaft.
Denn Mboladinga ist für seine außergewöhnliche Art der Unterstützung bekannt.
Staatspräsident setzte sich für "Lumbumba Vea" ein
Dass „Lumumba Vea“ verspätet zur WM reisen konnte, verdankt er Staatspräsident Félix Tshisekedi.
Dieser sorgte dafür, dass der 49-Jährige in die offizielle Delegation des Teams aufgenommen wurde. Denn wegen des Ausbruchs des Ebola-Virus können viele Fans des Kongo nicht zur WM reisen.
„Wirft ein gutes Licht auf unser Land“
Wenn die Demokratische Republik Kongo spielt, steht Mboladinga regungslos am Spielfeldrand, den Blick in die Ferne gerichtet und den rechten Arm erhoben. Mit dieser Pose möchte er der Mannschaft nach eigenen Angaben emotionale Ausdauer geben.
Nachempfunden ist die Haltung dem kongolesischen Nationalhelden Patrice Lumumba. Dieser war eine Schlüsselfigur der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung und der erste Premierminister des Landes nach dem Ende der Kolonialherrschaft.
Nationaltrainer Sébastien Desabre betonte, dass Super-Fan „Lumumba Vea“ „ein gutes Licht auf unser Land“ werfe. Bereits beim Afrika-Cup sorgte der 49-Jährige mit seinen ungewöhnlichen Auftritten für großes Aufsehen.