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USA für Belgien gewappnet: "Das Land glaubt daran"

Auf die Pochettino-Elf wartet ein echter Prüfstein. Die Belgier wollen Kraft aus der Wende gegen den Senegal schöpfen.

USA für Belgien gewappnet: "Das Land glaubt daran" Foto: © IMAGO / Anadolu Agency

Der Lauf der USA soll im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen die erfahrenen Belgier nicht zu Ende gehen.

Seit Turnierbeginn surft der Co-Gastgeber auf der Euphoriewelle, am Montag in Seattle (Dienstag 2.00 Uhr MESZ/live auf ServusTV und im LIVE-Ticker>>>) baut sich mit den "Roten Teufeln" jedoch der auch auf dem Papier schwierigste Gegner auf. Die Belgier haben bisher zwar nur wenig überzeugend agiert, beim jüngsten Erfolg aber Steherqualitäten in der entscheidenden Phase bewiesen.

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USA muss auf Balgoun verzichten

Das jüngste Aufeinandertreffen ist noch nicht so lange her: Ende März legten die Belgier mit einem 5:2-Erfolg in einem Testspiel in Atlanta defensive Schwächen des US-Teams schonungslos offen. US-Coach Mauricio Pochettino sprach damals von einem "guten Reality-Check".

US-Teamspieler Sergino Dest sah im Spiel von damals keine Auswirkungen auf das anstehende Duell. "Das war ein Freundschaftsspiel. Da probiert man Dinge aus", betonte der Rechtsverteidiger. Eine damals getestete Taktik mit offensiv ausgerichteten Flügeln hat Pochettino danach nie wieder angewandt.

Den USA fehlt in Seattle ihr bisher stärkster Offensivmann. Angreifer Folarin Balogun wurde im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) mit Rot ausgeschlossen. Im Viertelfinale wäre der Monaco-Stürmer wieder dabei. Gegen Belgien wird Ricardo Pepi wohl ganz vorne agieren.

Dest: "Jeder glaubt daran"

Für die Amerikaner ergibt sich im Heim-Turnier weiter die Chance, "Soccer" in den Vereinigten Staaten weiter aus dem Schatten von Football, Basketball oder Baseball zu hieven.

"Als Mannschaft wollen wir unsere Spuren hinterlassen", meinte Mittelfeldmann Tyler Adams. "Wir wissen: Je weiter wir kommen, umso mehr wird das Spiel wachsen." Dest sah die Reise noch nicht zu Ende gehend: "Wir spielen richtig gut, sind alle top motiviert, und das Land glaubt daran - jeder glaubt daran."

Lukaku & Co. sollen es richten

Für den Weltranglisten-Neunten sollen es die letzten Vertreter der "Goldenen Generation" richten. Gegen den Senegal ließ zwar Kevin De Bruyne (35) aus, dafür wusste der zur Pause eingewechselte Romelu Lukaku (33) zu gefallen. Torhüter Thibaut Courtois (34) ist im Kasten eine Bank.

Die Wende gegen Senegal (3:2 n.V.), als die Belgier mit einem Fuß schon im Flieger nach Hause waren, soll Motivation genug sein. "Das kann die Mannschaft noch stärker und geschlossener machen", meinte Teamchef Rudi Garcia.

Neuauflage von 2014

Steigern muss sich Belgien dennoch, soll es im Turnier noch weiter gehen. Dass das US-Publikum ein entscheidender Faktor wird, glaubte Verteidiger Timothy Castagne nicht. "Es werden natürlich viel mehr Fans für sie da sein. Aber sobald es weniger gut für sie läuft, kann das auch gegen sie laufen, wenn sie den Druck mehr spüren."

Beide Teams trafen bereits 2014 in einem WM-Achtelfinale aufeinander. Damals befand sich Belgiens "Goldene Generation" auf ihrem Höhepunkt, schaffte aber nur ein mühevolles 2:1 nach Verlängerung, ehe es am Ende zu Platz drei reichte.

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